Wenig Rückhalt, viel Druck
Gut am Arbeitgeber finde ich
- 30 Urlaubstage für Alle
- Urlaube werden i.d.R. immer genehmigt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Transparenz
- Kommunikation
- schlechtes Arbeitsklima
- Zukunftssicherheit
- keine Weiterbildung
- kein Fortschritt
- Dauerstress
- hohe Fluktuation
Verbesserungsvorschläge
- Alle Mitarbeiter einzubeziehen statt nur auf die zu hören die sagen was man hören will
- Gelder auch mal Reinvestieren
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt nicht gut, aber es gibt eine starke Gruppenbildung und in den Gruppen kann man wiederum gut arbeiten. Die Gruppen untereinander meiden sich und man arbeitet aneinander vorbei.
Als neuer Mitarbeiter hat man es in so einer Umgebung eher schwer.
Image
Früher war das Image der Firma gut und jetzt leider mehr Schein als Sein. Auch in der Außenwirkung fällt eine Verschlechterung auf.
Work-Life-Balance
Home Office und Flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit +/- eine Stunde) sind möglich. Aber nur bei Mitarbeitern denen vollends vertraut wird.
Es werden auch gerne Vereinbarungen, die getroffen wurden, als nichtig erklärt nur weil es der GF gerade so gefällt ohne tatsächliche Gründe.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden nicht mehr aktiv gefördert, diese Regelung ist aber auch Mitarbeiterabhängig. Manche Mitarbeiter werden geschult, manche müssen das in der Freizeit machen und wiederum andere kaufen sich die Schulungen selbst, weil sie sonst keine bekommen.
Das Techniker-Studium wird finanziert mit einer Firmenbindung von 5 Jahren nach dem Abschluss.
Die Ausbildung im Betrieb lässt qualitativ zu wünschen übrig.
Gehalt/Benefits
Gehalt kommt immer pünktlich, Tankkarte (50€/montl.) nach Verhandlungen möglich.
Gehalt ist in der Region aber eher unten angesiedelt, außer man ist gerade neu und wird gebraucht, dann kann man recht hoch einsteigen. Über die Jahre ist trotzdem kaum eine Steigerung da und wenn doch, muss man sich im selbst initiierten Mitarbeitergespräch sehr gut verkaufen. GF nutzt gerne das Argument das kein Geld für mehr Gehalt da ist.
Betriebliche Altersvorsorge möglich und der Beitrag vom Arbeitgeber steigt auch mit der Betriebszugehörigkeit.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mir sind keine Bemühungen dazu bekannt.
Kollegenzusammenhalt
Wie oben erwähnt, ist in den einzelnen Gruppen der Zusammenhalt noch recht stark, das wird gefühlt aber auch immer weniger. Immer mehr Kollegen verlassen die Firma. Der Druck, der dann auf den restlichen Kollegen liegt, macht die Einarbeitung eventueller neuer Kollegen quasi unmöglich.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Meinung älterer Kollegen wird sehr hoch gewichtet, manchmal eher unberechtigt. Es wäre angebracht auch diese Kollegen ab und an zu hinterfragen.
Vorgesetztenverhalten
Man muss sich daran gewöhnen, dass Tätigkeiten, die außerhalb des normalen Arbeitspensums stattfinden, immer stark beäugt werden. Kaffeepausen nur nicht zu lang, Gespräche im Flur besser nicht, kurz mal Handy in der Hand, nein nein. Das sind alles Gründe die von gewissen Kollegen an den Chef gepetzt werden damit er mal wieder "Autorität" zeigen kann. Dann wird man vor versammelter Mannschaft, ohne sich äußern zu dürfen, angemault und das wars.
Arbeitsbedingungen
- Großraumbüros sind die dominante Büro Form (nur Projektleiter haben Anrecht auf Einzelbüros (1-3 Personen))
- Klimaanlage vorhanden
- PC-Hardware mittlerweile veraltet
- Home Office Equipment muss man selbst kaufen (PC zum Remote arbeiten, Kamera, Headset etc.)
- Lärm durch Pellets Abfüllanlage nebenan
- Kostenloses Wasser
- mehrere Kaffeeküchen
- leider keine ergonomischen Stühle
- Höhenverstellbare Schreibtische nur nach Verhandlung
Kommunikation
Flurfunk ist einzige Kommunikationsquelle, die GF verlässt sich sogar darauf das Infos so verteilt werden. Es werden keine Jahresabschlussversammlungen oder allgemeine Termine zum Informationsaustausch gemacht. Von Kündigungen erfährt man eher über Kollegen als über eine transparente Kommunikation von der GF. Es gibt eine Abteilung, die aus Eigeninitiative Abteilungsbesprechungen macht und dort auch Dinge entscheidet, ein großer Teil der Firma ist von diesen Prozessen ausgeschlossen. Die Verantwortung, diese Informationen an die Mitarbeiter weiterzugeben, liegt in der Hand von einem einzigen Mitarbeiter, der ungewollt diese Aufgabe übernimmt.
Gleichberechtigung
- Stimmen von Azubis werden nicht gehört
- Mitarbeiter ohne Führungsposition dürfen sowieso nicht mitreden aber seit neustem werden auch Meinungen langjähriger Kollegen nicht mehr ernst genommen
- Raucher haben mit unbegrenzten Raucherpausen ein großen Vorteil gegenüber Nicht-Rauchern
- ab und an veraltete Rollenbilder
Interessante Aufgaben
Es gibt leider so viele Aufgaben das keine davon mehr richtig abgearbeitet werden kann. Dadurch geht viel verloren und die Kollegen retten sich von Woche zu Woche.
Potenzial für Interessante Aufgaben wäre da, wenn die GF in der Lage wäre, Projekte schaffbar und sinnvoll einzuteilen (Ressourcenmanagement).