Große Verantwortung und kaum Unterstützung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Angemessenes Gehalt, viele Freiheiten in Bezug auf die Gestaltung des Arbeitsalltags und der Termine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Neue Mitarbeitende, auch Berufsanfänger*innen, werden kaum eingearbeitet und im Arbeitsalltag sich selbst überlassen. Die hohe Fluktuation deutet daraufhin, dass die Arbeitsbedingungen unzureichend waren. Letzendlich mündet dies in ständigen Betreuer*innenwechseln für die Jugendlichen, die sich dadurch immer neu öffnen und anvertrauen müssen.
Die pädagogische Haltung ist teilweise fragwürdig, jugendtypisches Verhalten wird z.B. nicht als solches eingeordet sondern mündet eher in stark emotionalen und abfälligen Äußerungen über Klient*innen. Auf Mitarbeitende wird häufig Druck ausgeübt und es fehlt an Wertschätzung und Unterstützung
Arbeitsatmosphäre
häufig angespannt, inbesondere im Umgang mit der Leitung, Mitarbeitende und Klient*innen arbeiteten meist auf sehr engem Raum zusammen, dadurch oft Unruhe und Hektik. Termine und sensible Gespräche konnten zudem häufig nicht ungestört stattfinden, da Räume teilweise ohne Rücksicht betreten wurden
Work-Life-Balance
durch die freie Terminplanung hohe Flexibilität, was je nach individuellen Bedürfnissen und der Arbeitsweise als Vorteil empfunden werden kann. Gleichzeitig fehlten klare Strukturen, wodurch die eigenständige Organisation auch belastend und überfordernd sein kann
Kollegenzusammenhalt
unter vielen Kolleg*innen überwiegend positiv und wertschätzend
Vorgesetztenverhalten
Bei herausfordernden Situationen mit Klient*innen wurden Mitarbeitende häufig verantwortlich gemacht und unter Druck gesetzt. Gegenüber Klient*innen häufig unempathisch und unwertschätzende Äußerungen. Auch gegenüber Mitarbeitenden meist unsensibel, wenn diese Unterstützung benötigen und sich öffnen. Es gibt kein Probezeitgespräch, keine Mitarbeiter*innengespräche, und auch sonst wird sich selten nach dem Befinden nach belastenden Ereignissen erkundet und die Möglichkeit geboten, Situationen nachzubesprechen
Arbeitsbedingungen
für einen längeren Zeitraum stand lediglich ein Laptop für ca. 10 Mitarbeiter*innen zur Verfügung, was die Nutzung privater Geräte notwendig machte. Dies wurde mehr oder weniger voraussgesetzt und ist vor allem in Hinblick auf Datenschutz kritisch. Kaum geeignete Räume für die Termine mit Klient*innen. Nach der Erweiterung um ein zusätzliches Büro sollten Termine ausschließlich dort stattfinden, was die Raumsituation nicht entlastete, sondern noch mehr anspannte, da Mitarbeitende und Klienti*innen teilweise direkt nebeneinander Termine abhalten sollten.
Die Arbeitszeiterfassung erfolgte über eine Excel-Liste. Urlaubs- und Krankheitstage, sowie Plus- und Minusstunden, auch die des Vorjahres, mussten eingeständig im Blick behalten und notiert werden, da die Überträge des letzten Jahres durch die Verwaltung auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht zur Verfügung gestellt wurden
Kommunikation
Kommunikation mit der Leitung überwiegend unzureichend und unangemessen, auf Whatsapp-Nachrichten mit wichtigen Inhalten selten eine Reaktion, in der F2F-Kommunikation keine offene und zugewandte Haltung in Bezug auf Fragen / Anliegen, eher Genervtsein und Abweisen. Keine Offenheit für andere Perspektiven in Bezug auf die Arbeit mit Klient*innen, nicht auf Augenhöhe, eher Schuldzuweisungen. Grundsätzlich muss man bei Unterstützungsbedarf / Problemen selbst immer wieder nachhaken und fühlt sich dabei allein gelassen
Interessante Aufgaben
grundsätzlich ein spannendes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld, sehr vielfältiger Alltag mit immer neuen Aufgaben und Arbeitsbereichen. Inbesondere für Berufsanfänger*innen jedoch häufig überfordernd, da kaum Struktur durch die Einrichtung vorgegeben wurde und die Unterstützungsangebote sehr begrenzt waren