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Kliniken
Bewertung

Als Ärztin/Arzt eine absolute Katastrophe! (Arbeitsbedingungen, med. Qualität und Weiterbildung sind einfach schlecht)

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei HELIOS Hanseklinikum Stralsund GmbH in Stralsund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Faszinierend fand ich die Selbstwahrnehmung des Klinikums: Auch wenn Qualität und Moral scheinbar am Tiefpunkt sind, zeigten uns regelmäßige Hochglanz-Bildchen, was wir doch für einen tollen Arbeitgeber haben.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nichts. Solange man ausreichend Fresenius-Aktien im Depot hat und nicht mehr selbst dort arbeiten muss, kann man eigentlich zufrieden sein.

Verbesserungsvorschläge

Der Fachkräftemangel ist unaufhaltsam, das Image der Klinik auch (also im Sinkflug).
Ein schlauer Mann sagte einmal:
„Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren!“

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte das Gefühl, dass alle Abteilungen und scheinbar alle Berufsgruppen demotiviert und frustriert sind. Dies merkt man auch deutlich im klinischen Alltag.

Image

Das Image von Helios ist mittlerweile republikweit bekannt.
Ich hatte das Gefühl, dass die Bevölkerung hier versucht das Klinikum zu vermeiden und das Personal sich in der Regel auswärtig behandeln lässt.

Work-Life-Balance

Sehr schlecht durch viele Überstunden und kurzfristige Dienstplanänderungen. Eine Mitgestaltung der Dienstplanung wurde meiner Meinung nach versucht zu verhindern.

Karriere/Weiterbildung

Ich hatte das Gefühl, dass es zu wenig Personal gibt und dadurch in der Regel auch niemand Zeit für Weiterbildung hatte. Außerdem wird die Arbeitskraft prozessoptimiert auf den Stationen und in der ZNA benötigt. Für Weiterbildung gibt es schließlich keine eigene DRG.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist mittlerweile annähernd vergleichbar mit anderen Tarifverträgen. In Anbetracht der Arbeitsbedingungen und Überstunden dann schon wieder im Vergleich unterdurchschnittlich.
Ich hatte das Gefühl, dass es häufig zu Fehlern in den Lohnabrechnungen kam (natürlich nur zum Nachteil der Arbeitnehmer). Dafür fühlte sich nach meinem Empfinden die Personalabteilung regelhaft nicht zuständig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich hatte das Gefühl, dass Umweltschutz nur gelebt wird, wenn er betriebswirtschaftlich Sinn macht. Also man die Mitarbeiter moralisch damit zum Sparen motivieren kann.
Ansonsten wird gerne das umweltschonende SUV-Modell als Dienstwagen ausgegeben (so war zumindest mein Eindruck).

Kollegenzusammenhalt

Ich hatte das Gefühl, dass sehr darauf geachtet wird, die einzelnen Abteilungen und Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. Dies merkte ich leider auch am Umgang miteinander. Es wurde viel gegeneinander gearbeitet. Durch Einsparungen wurde diese Dynamik weiter verschärft.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich hatte das Gefühl, dass die wenigen ärztlichen älteren Kollegen entweder zum Großteil in den oberen Etagen sitzen oder zeitnah das Klinikum verlassen haben. Damit ist ein guter Umgang mit den Boomer sichergestellt.

Vorgesetztenverhalten

Ich hatte das Gefühl, dass die Chefärzte an ihren Posten hängen und dementsprechend die „notwendigen Änderungen“ (in der Regel Kürzungen) an die Mitarbeiter durchgeben. Diese werden durch die typischen Helios-Floskeln eingebettet und an den großen Zusammenhalt in schwierigen Zeiten appelliert.

Arbeitsbedingungen

Nach meinem Empfinden zeigte die Sparpolitik Wirkung: Ich empfand einen deutlicher Investitionsstau. Es wirkte alles abgewirtschaftet und nichts mehr adäquat ersetzt, nur noch improvisiert versucht zu reparieren.
Einzelne Leuchtturmprojekte wie Herzkatheterlabor oder DaVinci (für die das Geld dann rausgehauen wird) werden medienwirksam in Szene gesetzt.

Kommunikation

Ich hatte das Gefühl, dass die täglichen Besprechungen dazu dienten, die Anweisungen der Geschäftsführung „nach unten“ durchzusetzen. Kritik oder Diskurs waren an dieser Stelle nach meinem Empfinden explizit unerwünscht.

Gleichberechtigung

Schaut man sich die Geschlechterverteilung in der Chefarztebene an, sieht man die gelebte Gleichberechtigung deutlich.

Interessante Aufgaben

Insgesamt wenig.

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Arbeitgeber-Kommentar

Team Helios, Kommunikation
Team HeliosKommunikation

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Deine Bewertung zeichnet insgesamt ein sehr kritisches Bild, insbesondere mit Blick auf Arbeitsatmosphäre, Führung, Arbeitsbedingungen und Weiterbildung. Dass du deine Zeit bei uns so erlebt hast, bedauern wir und nehmen wir ernst.

Ein respektvolles Miteinander, professionelle Führung und verlässliche Rahmenbedingungen gehören zu unseren zentralen Grundlagen. Um Führungskompetenzen weiterzuentwickeln, unterstützen wir unsere Führungskräfte gezielt durch entsprechende Entwicklungs- und Qualifizierungsprogramme.

Auch das Thema Weiterbildung ist uns wichtig. Wir investieren jährlich in erheblichem Umfang in die fachliche und persönliche Entwicklung unserer Mitarbeitenden, unter anderem über eine konzernweite Lernplattform mit strukturiertem Wissenskonto sowie zahlreiche Präsenz- und Onlineformate. Weiterbildung ist bei uns ausdrücklich erwünscht und strukturell verankert.

Wirtschaftliches Handeln verstehen wir als Voraussetzung für eine hochwertige Versorgung, für Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung sowie für stabile Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig prüfen wir regelmäßig, wo wir Strukturen und Prozesse weiterentwickeln können, um unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

Wenn du einzelne Punkte noch konkretisieren möchtest, steht dir die Personalabteilung vor Ort auch im Nachgang gern für einen vertraulichen Austausch zur Verfügung.

Viele Grüße
Dein Team von Helios

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.