Mangelnde Führungskompetenz & Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Gehalt wurde pünktlich gezahlt
• Kostenloses Wasser und Kaffee
• Zentrale Lage direkt am Bahnhof
• Fachliche Fortbildungen wurden bezahlt und unterstützt
• Ab und an hat jemand Kuchen mitgebracht
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Dauerhaft angespannte, misstrauische Atmosphäre
• Kontrolle, Druck und Perfektionismus statt Vertrauen
• Herablassendes und respektloses Verhalten der Chefin
• Lästereien, Bloßstellungen und keine professionelle Führungskultur
• Unzureichende Einarbeitung
• Unterdurchschnittliches Gehalt, keine Sozialleistungen
• Keine Aufstiegsmöglichkeiten oder Entwicklungsperspektiven
• Arbeitsbelastung wirkte sich auf das Privatleben aus
• Viele Bürohunde, wenig Rücksicht auf Ängste oder Grenzen (sowohl bei Mitarbeitern, als auch bei Mandanten)
Verbesserungsvorschläge
• Die Geschäftsführerin sollte dringend ersetzt werden – es fehlt an Führungskompetenz, sozialer Reife und professionellem Verhalten
• Eine echte Fehlerkultur etablieren, in der Lernen erlaubt ist und nicht sofort verurteilt wird
• konstruktives Feedback statt ständiger Kritik
• Mitarbeitende gleich behandeln, unabhängig von Sympathie
• Ein respektvoller Umgang im Team sollte vorgelebt werden – Mobbing, Bossing und Lästereien dürfen keinen Platz haben
• Strukturierte Einarbeitung ermöglichen, gerade für neue Kollegen
• Kanzleiführung sollte Schulungen im Bereich Mitarbeiterführung und Kommunikation erhalten
• Sozialleistungen und faire Gehaltsentwicklung anbieten
• Raum für individuelle Pausengestaltung zulassen – auch wenn jemand mal allein sein möchte
Grundsätzlich: Feedback als Chance sehen, um sich zu verbessern (und nicht persönlich angegriffen oder eingeschnappt sein, wenn jemand anderer Meinung ist).
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Team war oft angespannt. Schon beim Eintreffen der Chefin hat man direkt gemerkt, ob der Tag ruhig oder stressig wird – ihre wechselnde Laune hat das Klima stark beeinflusst. Vertrauen war kaum da. Fehler wurden sofort kritisiert, ohne dass man wirklich die Chance hatte, daraus zu lernen. Anerkennung oder konstruktives Feedback gab es so gut wie nie, stattdessen lag der Fokus meist auf dem, was nicht funktioniert hat. Besonders belastend war, dass Lästereien über Kollegen teilweise sogar von der Chefin selbst ausgingen. Insgesamt entstand dadurch ein angespanntes und wenig wertschätzendes Arbeitsumfeld, das auf Dauer sehr belastend war.
Image
Die Kanzleiführung sieht sich selbst als das Non-Plus-Ultra in der Mainzer Kanzleiszene. Wenn man aber einmal weiß, wie es tatsächlich ist, ist alles mehr Schein als Sein.
Work-Life-Balance
Pausen konnte man zwar offiziell machen, aber es kam nicht gut an, wenn man sie lieber allein verbringen wollte – für eher ruhigere oder introvertierte Leute war das schwierig. Nach Feierabend war es oft schwer, wirklich abzuschalten, weil die angespannte Stimmung aus dem Büro nachwirkte. Eine gesunde Work-Life-Balance war dadurch kaum machbar.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen gibt es hier praktisch keine – nach der Sachbearbeitung kommt direkt die Geschäftsleitung. Es gibt keine Zwischenschritte oder Möglichkeiten aufzusteigen. Wer sich weiterentwickeln will, ist hier fehl am Platz. Positiv war immerhin, dass fachliche Weiterbildungen unterstützt und bezahlt wurden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war eher schwierig. Es gab feste Grüppchen, dadurch wurden andere schnell ausgegrenzt. Manche Kollegen waren zwar hilfsbereit, aber so mancher war bei Rückfragen gleich genervt. Hinter dem Rücken wurde viel geredet – nicht nur untereinander, sondern auch von der Führungsebene. In manchen Fällen ging das sogar so weit, dass es gezieltes Mobbing gab, das nicht nur geduldet, sondern teilweise sogar unterstützt wurde. Bossing wurde hier leider fast täglich betrieben. Wer anders war oder nicht ins Bild passte, hatte es entsprechend schwer.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Geschäftsführung war mit Abstand das größte Problem - ich hätte gerne 0 Sterne vergeben. Entscheidungen wurden oft spontan aus der Laune heraus getroffen – ohne klare Linie. Der Umgang war kontrollierend, respektlos und manchmal auch manipulativ. Kritik war unerwünscht, eigene Meinungen hatte man besser für sich zu behalten. Bloßstellungen oder Anschuldigungen vor dem Team kamen immer wieder vor. Besonders belastend war, dass Lästereien über Mitarbeitende direkt von der Führung ausgingen – Mobbing wurde nicht unterbunden, sondern eher noch gefördert. Wer dazugehören wollte, musste sich anpassen und mitlästern.
Arbeitsbedingungen
Die Räume waren an sich ruhig, aber auf individuelle Bedürfnisse wurde kaum Rücksicht genommen. Türen mussten aus „Transparenzgründen“ offen bleiben – konzentriertes Arbeiten war dadurch oft schwer. Gleichzeitig hat die Geschäftsführerin regelmäßig ihre eigene Tür zugemacht - man hat hier nach zweierlei Maß gemessen. Außerdem liefen oft mehrere Bürohunde durchs Büro, ohne Rücksicht darauf, ob jemand Angst hatte oder sich unwohl fühlte. Für manche war das sicher nett, für andere eher eine ständige Belastung.
Kommunikation
Offene Kommunikation war so gut wie nicht möglich. Vor allem in Teambesprechungen hatte man ständig das Gefühl, aufpassen zu müssen, was man sagt. Kritik oder Vorschläge wurden entweder gar nicht ernst genommen oder gleich persönlich aufgefasst. Rückmeldungen gab es meistens nur schriftlich – und die waren fast immer negativ. Konstruktive Tipps oder Unterstützung haben komplett gefehlt. Am Ende musste man sich vieles selbst beibringen, was unnötig Druck und Stress gemacht hat.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag deutlich unter dem, was man in anderen Kanzleien bekommt. Extras wie betriebliche Altersvorsorge, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen gab es keine. Über Gehalt reden war nicht gern gesehen – schon beim Einstieg wurde klar gemacht, dass solche Gespräche unerwünscht sind. Das war nicht nur abschreckend, sondern hat auch gezeigt, wie man dort als Mensch mit seiner Arbeitskraft wertgeschätzt wird.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung war so gut wie gar nicht vorhanden. Wer einfach nur funktioniert hat und nichts gesagt hat, wurde gefördert. Wer aber Kritik geäußert oder eigene Ideen eingebracht hat, war schnell außen vor. Leute, die irgendwie „anders“ waren oder nicht ins Bild gepasst haben, wurden oft schlecht behandelt oder direkt zum Gesprächsthema gemacht. Eine offene oder faire Kultur gab es nicht.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren abwechslungsreich und hätten eigentlich echt Potenzial gehabt. Aber die Rahmenbedingungen haben es schwer gemacht, sich wirklich gut einzuarbeiten. Eine richtige Einarbeitung gab es nicht, dafür aber gleich hohe Erwartungen von Anfang an. Zuständigkeiten waren oft unklar, Abläufe nicht einheitlich. Das hat eher für Verunsicherung gesorgt als für Entwicklung.