Solide Grundlage mit Optimierungspotential
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Work-Life-Balance
- Mitarbeiter Benefits
- Gute Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Zu lange Kommunikationswege
- Zu wenig Austausch mit Auszubildenden über mögliche Abteilungen und individuelle Ausbildungspläne
- Schlechte Übernahmechancen
Verbesserungsvorschläge
- Kürzere und direktere Vermittlungswege
- Genauere Beobachtung, welche Abteilungen für einen Auszubildenden angemessen sind und welche nicht
- Sich stärker für die Übernahme von Auszubildenden einsetzen oder weniger Auszubildende pro Jahr einstellen
Arbeitsatmosphäre
In den meisten Abteilungen sehr locker und angenehm, in anderen wenigen wiederum eher hierarchisch und angespannt. Generell aber eher gut als schlecht. Aus meiner Erfahrung arbeiten bei Henkel viele nette und verständnisvolle Menschen, dieses Bild wird jedoch von einigen wenigen, meist höher positionierten Mitarbeitern verfälscht. Etwas befremdlich finde ich zudem die häufig zu findende Bezeichnung der Henkel-Mitarbeiter als „Henkelaner“, mit der offenbar versucht wird, ein besonderes Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.
Karrierechancen
Vor einigen Jahren galt eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung bei Henkel noch als großer Sprung auf dem Karriereweg und eine Übernahme galt als wahrscheinlich. Heute sieht das anders aus. Zum einen ist dies dem aktuellen Arbeitsmarkt geschuldet, zum anderen aber auch Henkels aus meiner Sicht unverständlicher Herangehensweise. Seit einiger Zeit bildet Henkel mehr Auszubildende aus, als übernommen werden können. In diesem Lehrjahr war dies besonders extrem: Von insgesamt Siebzehn kaufmännischen Auszubildenden wurden lediglich zwei übernommen. Für Einstiegspositionen wird mittlerweile in der Regel mindestens ein Bachelorabschluss, meist sogar noch mit Berufserfahrung, vorausgesetzt. Ohne enorm viel Eigeninitiative und etwas Glück ist eine Übernahme zum aktuellen Zeitpunkt meiner Erfahrung nach extrem schwierig.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind durch Gleitzeit und die Möglichkeit zum Homeoffice (vorgesehen sind maximal zwei Tage pro Woche) sehr flexibel gestaltet, wodurch eine sehr hohe Work-Life-Balance ermöglicht wird.
Ausbildungsvergütung
Durch den Chemietarif geregelt und dementsprechend höher als viele außertarifliche Ausbildungsvergütungen. Zudem erhalten Auszubildende Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld sowie einen einmaligen Inflationsausgleich.
Die Ausbilder
Der Ausbilder übernimmt in der kaufmännischen Ausbildung vor allem eine koordinierende und vermittelnde Rolle zwischen den Auszubildenden und den Fachabteilungen, während die fachliche Ausbildung überwiegend in den jeweiligen Abteilungen erfolgt. Stets freundlich und hilfsbereit, manchmal jedoch etwas unstrukturiert. Zudem weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es auch Ausbilderpersonal in anderen Bereichen gibt, das bei den Auszubildenden und dual Studierenden kein so gutes Ansehen besitzt.
Spaßfaktor
Der Spaß an der Ausbildung hängt maßgeblich von der individuellen Abteilung ab, in der man sich befindet. Da gibt es solche und solche. Gut war, dass sich unter den Auszubildenden zudem ein Gemeinschaftsgefühl entwickelte. Durch gemeinsame Schulungen und Veranstaltungen entstand eine Atmosphäre, die an eine kleine Klassengemeinschaft erinnerte
Aufgaben/Tätigkeiten
Auch dies hängt maßgeblich von der Individuellen Abteilung ab. Es gibt zudem die Möglichkeit, eine ganze Abteilungsphase in Bratislava zu verbringen. Wohn- und Reisekosen werden hierbei von Henkel übernommen. Jedoch fällt die Verkürzung der Ausbildung damit ins Wasser.
Variation
Ohne zu Verkürzen durchläuft man als Auszubildender in der Regeln 4 verschieden Abteilungen, wobei hier auch individuelle wünsche und Interessen berücksichtigt werden können. Die Anzahl an Abteilungen ist hoch und der Aufgabenbereich unterscheidet sich stark.
Respekt
Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass Auszubildende gerade im IT-Bereich von Henkel von einigen höher positionierten Mitarbeitern oft als Last angesehen werden und nicht ernstgenommen werden. Teams Nachrichten werden wochenlang ignoriert, man wird nicht zurückgerufen und selbst die einfachste Bitte wird erst nach mehrfachen erinnern berücksichtigt. Es überwiegt jedoch klar die Menge an netten und respektvollen Mitarbeitern


