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Herrenknecht 
AG
Review

Viel Positives – aber wichtige Themen bleiben liegen

3.3
Not recommended
EmployeeWorked in Design at Herrenknecht AG in Schwanau, Baden-Württemberg at the time of review.

What I like about the employer

Ich finde, das Unternehmen hat grundsätzlich eine gute Basis. Es gibt viele positive Ansätze und man merkt, dass sich etwas bewegt. Besonders schön ist, dass ehemalige Kolleg:innen die Möglichkeit bekommen, zurückzukommen – das zeigt eine gewisse Loyalität und Offenheit.
Die Weihnachtsfeier und das Sommerfest sind wirklich mit Mühe organisiert und schaffen ein Gefühl von Gemeinschaft. Auch die Kolleg:innen machen einen großen Unterschied: hilfsbereit, freundlich, teilweise entstehen sogar Freundschaften. Das macht den Alltag deutlich angenehmer.
Die Aufgaben sind meist spannend und abwechslungsreich – man kann viel lernen, wenn man will.
Trotz einiger interner Schwächen sieht man, dass das Unternehmen Potenzial hat – schade nur, dass es an den falschen Ecken spart oder wichtige Themen nicht ernst genug angeht.

What I dislike about the employer

1.Mangelhafte Kommunikation und Informationsweitergabe

2.Veraltete Rechner und schlechte technische Ausstattung

3.Intransparente, ungerechte Gehaltsstruktur

4.Fehlende Anerkennung langjähriger Mitarbeit

5.Betriebsrat ist nicht wirklich aktiv bei wichtigen Themen

6.Überstunden werden nicht fair behandelt

7.Gehalt ist unter dem Branchendurchschnitt trotz gegenteiliger Versprechen

8.Ungleichbehandlung bei Gehalt (neu vs. alt)

9Urlaubstage werden faktisch gekürzt durch festgelegte Weihnachtsschließung

10.Schlechte Qualität von Kaffee und Wasserspender – Arbeitsmittel teilweise echter „Schrott“

11.Kein ernsthafter Fokus auf Mitarbeitendenperspektive

12.Gute Mitarbeitende verlassen das Unternehmen – und man lässt sie einfach ziehen. Die Konkurrenz profitiert, während das eigene Potenzial verschenkt wird

Suggestions for improvement

1. Einführung einer fairen, transparenten Gehaltsstruktur (z. B. nach IG-Metall-Modell), damit Leistung anerkannt und langfristige Mitarbeiterbindung gefördert wird

2.Technische Ausstattung modernisieren (schnellere Rechner, zuverlässige Arbeitsmittel)

3.Kommunikation verbessern – klarer, offener, regelmäßiger Austausch

4.Betriebsrat soll sich auf wichtige Themen wie Arbeitszeiten, Gehaltsstruktur und faire Behandlung konzentrieren

5.Überstundenregelung überarbeiten: fair vergüten oder in voller Höhe anrechenbar machen

6.Mehr Fokus auf langfristige Mitarbeiterbindung, nicht nur kurzfristige „Benefits“

Working atmosphere

Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt angenehm. Es herrscht meist ein respektvoller Umgang miteinander und auf den Veranstaltungen im Betrieb ist die Stimmung oft sehr gut. Durch die freundlichen Kolleg:innen fühlt man sich schnell wohl. Allerdings wird die Atmosphäre durch einige strukturelle Probleme, wie mangelhafte Kommunikation oder fehlende Wertschätzung in Form von Gehalt, belastet.

Work-Life Balance

Die Work-Life-Balance ist durchwachsen. Es gibt 30 Urlaubstage, aber in der Realität werden davon oft 4–5 Tage für die Weihnachtszeit fest verplant und automatisch abgezogen. Dadurch bleibt weniger Spielraum für individuelle Erholung. Gleichzeitig wird immer wieder erwartet, dass man sich zusätzlich engagiert – ohne zusätzliche Anerkennung. Überstunden werden nicht ausgezahlt und können nur bis zu 50 Stunden gesammelt werden – alles darüber verfällt einfach. Das empfinde ich als unfair und demotivierend.

Career/Professional development

Man hat Entwicklungsmöglichkeiten, aber nicht alle haben gleiche Chancen.

Salary/Social benefits

Das Gehalt ist unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Region (z. B. Schäffler oder sogar kleinere Betriebe). Es wird viel versprochen (z. B. zur Gehaltsstruktur), aber es passiert nichts. Neue Mitarbeitende bekommen teilweise mehr als langjährige – was extrem demotivierend ist. Gute Leute verlassen das Unternehmen, weil es keine finanzielle Anerkennung gibt. Man lässt diese Leistungsträger einfach gehen – anstatt sie zu halten. Das ist langfristig ein Risiko, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Environmental and social responsibility

Es gibt soziale Angebote und Vergünstigungen, was gut ist – aber das ist heutzutage auch bei anderen großen Unternehmen Standard. Besonders im sozialen Bereich sollte es weniger Versprechungen und mehr Taten geben, etwa durch echte Verbesserungen bei Gehalt oder Arbeitszeitmodellen. Argumente wie „Sozialleistungen als Ausgleich für niedriges Gehalt“ ziehen nicht mehr.

Collegiality

Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist sehr gut. Man hilft sich gegenseitig, unterstützt sich im Arbeitsalltag, und es entstehen teilweise auch Freundschaften über die Arbeit hinaus. Gemeinsame Aktivitäten und gute Stimmung auf Betriebsveranstaltungen stärken das Wir-Gefühl.

Interaction with older colleagues

Ältere Kolleg:innen werden mit Respekt behandelt und bekommen symbolische Anerkennung (z. B. ein Stein für 10 oder 20 Jahre). Leider bleibt die finanzielle Anerkennung aus, was ich als sehr ungerecht empfinde. Langjährige Mitarbeit sollte nicht nur symbolisch, sondern auch materiell gewürdigt werden.

Leadership behavior

Im Durchschnitt verhalten sich die Vorgesetzten korrekt und unterstützen ihre Teams. Leider gibt es einzelne Führungskräfte, die autoritär auftreten, schwer zu verstehen sind und ihre Position mehr als Machtinstrument nutzen, anstatt als Führungsperson zu agieren. Solche Vorgesetzten wirken demotivierend und bremsen das Engagement vieler Mitarbeitender.

Working conditions

Die technischen Arbeitsmittel sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Rechner sind zu langsam und bremsen die Produktivität. Eine Nachrüstung oder ein Austausch wäre dringend nötig, um im Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Manche Arbeitsmittel – wie z. B. die Kaffeemaschine oder der Wasserspender – sind einfach Schrott. Der Kaffee ist kaum trinkbar, und der Wasserspender wirkt so unhygienisch, dass viele ihn lieber meiden. Das klingt vielleicht banal, aber solche Details sagen auch etwas über den Umgang mit Mitarbeitenden aus.

Communication

Hier gibt es leider großen Nachholbedarf. Wichtige Informationen gehen oft verloren oder werden nicht klar weitergegeben. Dadurch entstehen Verzögerungen, technische Probleme oder doppelte Arbeit. Die interne Kommunikation muss dringend transparenter und strukturierter werden. Auch technische Änderungen oder Zielvorgaben werden teilweise nicht rechtzeitig oder unvollständig kommuniziert.

Equality

Es gibt Bemühungen um Gleichbehandlung, aber in der Praxis scheint oft das persönliche Netzwerk wichtiger zu sein als Leistung.

Interesting tasks

Die Aufgaben sind grundsätzlich interessant und abwechslungsreich. Man kann viel lernen und sich fachlich weiterentwickeln. Jedoch fehlt oft der Überblick über das große Ganze, was durch schlechte Kommunikation zu Problemen bei der Umsetzung führt. Man arbeitet an technischen Themen, ohne wirklich die Gesamtstrategie oder die Hintergründe zu kennen – das führt zu Fehlern und Verzögerungen.


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Employer Comment

Sabrina Backhaus, Human Resources (HR)
Sabrina BackhausHuman Resources (HR)

Liebe Kollegin, Lieber Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, für eine ausführliche Bewertung! Es freut uns sehr zu lesen, dass Du besonders das kollegiale Miteinander bei uns, unsere Firmenfeiern und das abwechslungsreiche Aufgabengebiet hier schätzt! Genau diese Aspekte machen den Arbeitsalltag bei HK so besonders. :-)

Gleichzeitig möchten wir auch auf Deine kritischen Punkte eingehen:

Zum Thema Kommunikation:
Ich vermute, dass Du Dich hier auf die Kommunikation mit Vorgesetzten beziehst. Hierzu können wir sagen, dass uns eine gute Führungskultur sehr wichtig ist. Deshalb investieren wir gezielt in die Weiterentwicklung unserer Führungskräfte, mit regelmäßigen Trainings und einem neuen Programm, das Impulse für eine werteorientierte, moderne Führung setzt. Auch Feedbackgespräche und regelmäßiger Austausch im Team sind Teil unseres Anspruchs – wir wissen aber, dass das in der Umsetzung nicht immer überall gleich gut klappt.

Zur Work-Life-Balance
Was die Urlaubsregelung rund um Weihnachten betrifft: Wie in vielen produzierenden Unternehmen gibt es auch bei uns in dieser Zeit eine Betriebsruhe – unter anderem, weil viele unserer Partner und Lieferanten ebenfalls pausieren. Diese Tage sind frühzeitig geplant und helfen dabei, Abläufe über alle Bereiche hinweg gut aufeinander abzustimmen.

Zusätzlich zu den regulären 30 Urlaubstagen bietet unsere Gleitzeitregelung die Möglichkeit, je nach Stundenkonto bis zu 6 weitere Gleittage pro Jahr zu nehmen. Das wird von vielen Kolleginnen und Kollegen gerne genutzt. Und ein weiterer Vorteil, den viele bei uns schätzen: Brückentage müssen nicht automatisch mit Urlaub abgedeckt werden – im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Region ist das definitiv ein Pluspunkt. :-)

Zu den Arbeitsbedingungen:
Wir wissen, dass moderne Ausstattung wichtig ist, um gut arbeiten zu können. Wir modernisieren unsere Büros nach und nach – Raum für Raum. Das braucht bei einem Standort unserer Größe natürlich etwas Zeit, aber es passiert kontinuierlich etwas. In manchen Bereichen testen wir auch schon neue Konzepte wie Desksharing oder flexible Raumlösungen, um zu schauen, was gut funktioniert.

Was die Technik angeht: Unsere IT stellt sicher, dass die Ausstattung zu den jeweiligen Aufgaben passt. Wer z. B. in der Konstruktion mit aufwendiger Software wie CAD arbeitet, bekommt natürlich leistungsstärkere Systeme als jemand, der hauptsächlich mit Standardprogrammen arbeitet.

Und ja, auch kleinere Dinge wie eine Kaffeemaschine oder ein Wasserspender tragen zur Atmosphäre bei. In dem Fall sind aber auch die Teams selbst gefragt, sie sauber zu halten. Trotzdem nehmen wir deine Rückmeldung ernst und behalten das Thema im Blick.

Zum Thema Gehalt und Sozialleistungen
Du hast völlig recht: Faire Bezahlung ist ein wichtiges Thema. Auch wenn wir nicht tarifgebunden sind, orientieren wir uns an branchenüblichen Strukturen, dabei spielen auch Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung eine wichtige Rolle.

Zusätzlich zum Gehalt gibt es bei uns Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Bonuszahlungen, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Außerdem zahlen wir verschiedene Zuschläge, z. B. für Schichtarbeit, Mehrarbeit, Rufbereitschaft, Baustelleneinsätze oder Portalkran-Zulage, um noch ein Beispiel zu nennen.

Und worauf wir besonders stolz sind: Unsere Azubis bekommen bei guten Noten und Zeugnissen Sonderzahlungen, weil wir finden, dass Leistung sich lohnen darf. 💪

Nochmals vielen Dank für Deine Rückmeldung und die Zeit, die du dir dafür genommen hast! Konstruktive Kritik und Lob helfen uns, uns weiterzuentwickeln.

Viele Grüße
Sabrina

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