Viel Positives – aber wichtige Themen bleiben liegen
What I like about the employer
Ich finde, das Unternehmen hat grundsätzlich eine gute Basis. Es gibt viele positive Ansätze und man merkt, dass sich etwas bewegt. Besonders schön ist, dass ehemalige Kolleg:innen die Möglichkeit bekommen, zurückzukommen – das zeigt eine gewisse Loyalität und Offenheit.
Die Weihnachtsfeier und das Sommerfest sind wirklich mit Mühe organisiert und schaffen ein Gefühl von Gemeinschaft. Auch die Kolleg:innen machen einen großen Unterschied: hilfsbereit, freundlich, teilweise entstehen sogar Freundschaften. Das macht den Alltag deutlich angenehmer.
Die Aufgaben sind meist spannend und abwechslungsreich – man kann viel lernen, wenn man will.
Trotz einiger interner Schwächen sieht man, dass das Unternehmen Potenzial hat – schade nur, dass es an den falschen Ecken spart oder wichtige Themen nicht ernst genug angeht.
What I dislike about the employer
1.Mangelhafte Kommunikation und Informationsweitergabe
2.Veraltete Rechner und schlechte technische Ausstattung
3.Intransparente, ungerechte Gehaltsstruktur
4.Fehlende Anerkennung langjähriger Mitarbeit
5.Betriebsrat ist nicht wirklich aktiv bei wichtigen Themen
6.Überstunden werden nicht fair behandelt
7.Gehalt ist unter dem Branchendurchschnitt trotz gegenteiliger Versprechen
8.Ungleichbehandlung bei Gehalt (neu vs. alt)
9Urlaubstage werden faktisch gekürzt durch festgelegte Weihnachtsschließung
10.Schlechte Qualität von Kaffee und Wasserspender – Arbeitsmittel teilweise echter „Schrott“
11.Kein ernsthafter Fokus auf Mitarbeitendenperspektive
12.Gute Mitarbeitende verlassen das Unternehmen – und man lässt sie einfach ziehen. Die Konkurrenz profitiert, während das eigene Potenzial verschenkt wird
Suggestions for improvement
1. Einführung einer fairen, transparenten Gehaltsstruktur (z. B. nach IG-Metall-Modell), damit Leistung anerkannt und langfristige Mitarbeiterbindung gefördert wird
2.Technische Ausstattung modernisieren (schnellere Rechner, zuverlässige Arbeitsmittel)
3.Kommunikation verbessern – klarer, offener, regelmäßiger Austausch
4.Betriebsrat soll sich auf wichtige Themen wie Arbeitszeiten, Gehaltsstruktur und faire Behandlung konzentrieren
5.Überstundenregelung überarbeiten: fair vergüten oder in voller Höhe anrechenbar machen
6.Mehr Fokus auf langfristige Mitarbeiterbindung, nicht nur kurzfristige „Benefits“
Working atmosphere
Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt angenehm. Es herrscht meist ein respektvoller Umgang miteinander und auf den Veranstaltungen im Betrieb ist die Stimmung oft sehr gut. Durch die freundlichen Kolleg:innen fühlt man sich schnell wohl. Allerdings wird die Atmosphäre durch einige strukturelle Probleme, wie mangelhafte Kommunikation oder fehlende Wertschätzung in Form von Gehalt, belastet.
Work-Life Balance
Die Work-Life-Balance ist durchwachsen. Es gibt 30 Urlaubstage, aber in der Realität werden davon oft 4–5 Tage für die Weihnachtszeit fest verplant und automatisch abgezogen. Dadurch bleibt weniger Spielraum für individuelle Erholung. Gleichzeitig wird immer wieder erwartet, dass man sich zusätzlich engagiert – ohne zusätzliche Anerkennung. Überstunden werden nicht ausgezahlt und können nur bis zu 50 Stunden gesammelt werden – alles darüber verfällt einfach. Das empfinde ich als unfair und demotivierend.
Career/Professional development
Man hat Entwicklungsmöglichkeiten, aber nicht alle haben gleiche Chancen.
Salary/Social benefits
Das Gehalt ist unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Region (z. B. Schäffler oder sogar kleinere Betriebe). Es wird viel versprochen (z. B. zur Gehaltsstruktur), aber es passiert nichts. Neue Mitarbeitende bekommen teilweise mehr als langjährige – was extrem demotivierend ist. Gute Leute verlassen das Unternehmen, weil es keine finanzielle Anerkennung gibt. Man lässt diese Leistungsträger einfach gehen – anstatt sie zu halten. Das ist langfristig ein Risiko, denn die Konkurrenz schläft nicht.
Environmental and social responsibility
Es gibt soziale Angebote und Vergünstigungen, was gut ist – aber das ist heutzutage auch bei anderen großen Unternehmen Standard. Besonders im sozialen Bereich sollte es weniger Versprechungen und mehr Taten geben, etwa durch echte Verbesserungen bei Gehalt oder Arbeitszeitmodellen. Argumente wie „Sozialleistungen als Ausgleich für niedriges Gehalt“ ziehen nicht mehr.
Collegiality
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist sehr gut. Man hilft sich gegenseitig, unterstützt sich im Arbeitsalltag, und es entstehen teilweise auch Freundschaften über die Arbeit hinaus. Gemeinsame Aktivitäten und gute Stimmung auf Betriebsveranstaltungen stärken das Wir-Gefühl.
Interaction with older colleagues
Ältere Kolleg:innen werden mit Respekt behandelt und bekommen symbolische Anerkennung (z. B. ein Stein für 10 oder 20 Jahre). Leider bleibt die finanzielle Anerkennung aus, was ich als sehr ungerecht empfinde. Langjährige Mitarbeit sollte nicht nur symbolisch, sondern auch materiell gewürdigt werden.
Leadership behavior
Im Durchschnitt verhalten sich die Vorgesetzten korrekt und unterstützen ihre Teams. Leider gibt es einzelne Führungskräfte, die autoritär auftreten, schwer zu verstehen sind und ihre Position mehr als Machtinstrument nutzen, anstatt als Führungsperson zu agieren. Solche Vorgesetzten wirken demotivierend und bremsen das Engagement vieler Mitarbeitender.
Working conditions
Die technischen Arbeitsmittel sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Rechner sind zu langsam und bremsen die Produktivität. Eine Nachrüstung oder ein Austausch wäre dringend nötig, um im Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Manche Arbeitsmittel – wie z. B. die Kaffeemaschine oder der Wasserspender – sind einfach Schrott. Der Kaffee ist kaum trinkbar, und der Wasserspender wirkt so unhygienisch, dass viele ihn lieber meiden. Das klingt vielleicht banal, aber solche Details sagen auch etwas über den Umgang mit Mitarbeitenden aus.
Communication
Hier gibt es leider großen Nachholbedarf. Wichtige Informationen gehen oft verloren oder werden nicht klar weitergegeben. Dadurch entstehen Verzögerungen, technische Probleme oder doppelte Arbeit. Die interne Kommunikation muss dringend transparenter und strukturierter werden. Auch technische Änderungen oder Zielvorgaben werden teilweise nicht rechtzeitig oder unvollständig kommuniziert.
Equality
Es gibt Bemühungen um Gleichbehandlung, aber in der Praxis scheint oft das persönliche Netzwerk wichtiger zu sein als Leistung.
Interesting tasks
Die Aufgaben sind grundsätzlich interessant und abwechslungsreich. Man kann viel lernen und sich fachlich weiterentwickeln. Jedoch fehlt oft der Überblick über das große Ganze, was durch schlechte Kommunikation zu Problemen bei der Umsetzung führt. Man arbeitet an technischen Themen, ohne wirklich die Gesamtstrategie oder die Hintergründe zu kennen – das führt zu Fehlern und Verzögerungen.


