Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut an diesem Arbeitgeber finde ich die Kolleg:innen, von denen etwa 50 Prozent sehr unterstützend und freundlich waren. Auch einige Kunden und Projekte, bei denen ich mitarbeiten durfte, haben mir Spaß gemacht und waren bereichernd.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich negativ an diesem Arbeitgeber finde, ist die unfaire Machtausnutzung und das Gefühl, als Azubi ausgenutzt zu werden. Besonders die emotionale Belastung, die viele Azubis dort täglich erfahren, trägt nicht zu einer positiven Arbeitsatmosphäre bei.
Verbesserungsvorschläge
Eine bessere Arbeitsmoral und mehr Wertschätzung für die Mitarbeiter würden hier einen enormen Unterschied machen. Das Unternehmen könnte deutlich von einer respektvolleren Haltung gegenüber den Arbeitszeiten und einer faireren Anerkennung der Leistungen profitieren.
Arbeitsatmosphäre
Einige Kollegen waren am Ende die einzige Rettung. Zu Beginn der Ausbildung war es wirklich angenehm und alles schien in Ordnung zu sein, doch mit der Zeit wurde es immer kälter, empathieloser und viel zu ernst. Wären die zuvor erwähnten Kollegen nicht da gewesen, die einem stets zur Seite standen und es immer wieder schafften, einem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, hätte ich vermutlich das Handtuch geworfen und alles abgebrochen.
Karrierechancen
Karrierechancen schienen nur für bestimmte "Lieblinge" ein Thema zu sein. Der Rest der Mitarbeiter hatte kaum eine Möglichkeit, in dieser Hinsicht voranzukommen.
Arbeitszeiten
An sich war der Arbeitstag mit 9 Stunden (inkl. 1 Stunde Pause) von Montag bis Donnerstag und 7 Stunden am Freitag (inkl 1. Stunde Pause) klar vorgegeben. Jedoch wurde uns vom Arbeitgeber immer wieder indirekt nahegelegt, dass es normal sei, bei Bedarf deutlich länger zu arbeiten. Einige Mitarbeiter blieben sogar bis spät in die Nacht im Büro. Auch als Azubi wurde man nicht davon verschont und bekam oft zu hören: "Woanders ist es schlimmer, also sei froh, dass du hier deine Ausbildung machst." Diese Einstellung empfand ich als wenig wertschätzend, da die zusätzlichen Stunden oft gar nicht vergütet wurden.
Ausbildungsvergütung
Leider war das Ausbildungsgehalt deutlich unter dem branchenüblichen Durchschnitt. In Kombination mit einem enormen Maß an unbezahlten Überstunden war das Gehalt meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt und entsprach nicht den Erwartungen für eine angemessene Wertschätzung der Arbeit.
Die Ausbilder
Um es kurz zu fassen: Man kann viel lernen und es herrscht ein guter Umgang miteinander. Leider war der Ausbilder oft für nahezu jede Kleinigkeit zuständig, die in der Agentur an der Tagesordnung stand. Das führte dazu, dass man zwar viel von ihm lernen konnte, aber die Gelegenheit dazu wurde im Laufe der Zeit immer seltener.
Spaßfaktor
Zu Beginn meiner Ausbildung lief es nahezu perfekt. Alle Aufgaben machten enormen Spaß, man konnte sich kreativ entfalten, hat ständig etwas Neues gelernt und durfte sogar an besonderen Events teilnehmen. Doch dies änderte sich schnell, als einer der beiden Chefs in Rente ging.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben bestanden hauptsächlich aus den Klassikern, die man aus dieser Branche kennt, wie z.B. das Designen von Logos, Flyern, Mailings, Webseiten usw.
Auch Animationen standen öfter an der Tagesordnung, was mir persönlich am meisten Spaß machte.
Ziemlich mühsam wurde es allerdings manchmal bei der Bildersuche von Stockfotos für das jeweilige Produkt des Kunden. Im Großen und Ganzen konnte es aber auch entspannt sein, was es im Endeffekt ganz in Ordnung machte.
Variation
Zu Beginn war die Variation der Aufgaben und die Abwechslung sehr gut. Doch im Laufe der Zeit wurde das Spektrum zunehmend eingeschränkter, und der Umfang der Aufgaben begrenzte sich, wodurch die Tätigkeiten immer eintöniger wurden.
Respekt
Bei dem Punkt kann ich nur dem zusprechen, was von anderen ehemaligen Mitarbeitern hierbschon erwähnt wurde. Sollte man aus der vorgeschrieben Norm, des Vorgesetzten aus der Reihe tanzen, wird es sehr schnell unangenehm für einen. Ein Erkältungsfall wird dazu oft negativ wahrgenommen, sodass man regelrecht Angst davor hat, sich krank zu melden. Selbst nach einer kurzen Krankheitszeit erntet man verurteilende Blicke, und es wird hinter dem Rücken über einen gesprochen. Natürlich kann ich verstehen, dass ein Krankheitsfall zusätzliche Arbeit für die Kollegen bedeutet oder Projekte verzögern kann, aber es ist auch wichtig zu verstehen, dass es völlig normal ist, krank zu werden. Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Immunsystem, und krank zu sein sollte nicht als Grund für negative Bewertungen oder das Scheitern an Projekten angesehen werden. Wenn man krank ist, ist man krank, und das sollte respektiert werden.