Schlechte Kommunikation und fehlende Investitionen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Meine Kollegen waren super
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation, die Arbeit der Leitung, der zunehmende Verfall.
Verbesserungsvorschläge
Das Haus macht Millionenprofite, diese könnte man in das Haus reinvestieren, statt das Haus verkommen zu lassen. Die Kommunikation zwischen Leitung und Belegschaft ist absolut ausbaufähig, oft wirkt es gleichgültig und desinteressiert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird wohl in den wenigsten Kliniken in Deutschland als ausgesprochen positiv empfunden werden. Aber hier ist Alles schon sehr auf den maximalen Profit (aber nicht unbedingt Effizienz) getrimmt. Gerade im Chirurgischen Bereich ist der Druck sehr ausgeprägt und auf die Höhe der Arbeitsbelastung wird wenig Rücksicht genommen. Allgemein wird hier nur wenig auf den Arbeitnehmer zugegangen und positive Veränderungen müssen hart erkämpft werden (auch wenn sie für den Arbeitgeber nicht negativ wären).
Abläufe sind hier oft sehr bürokratisch (teilweise schlimmer als in der Kommunikation mit Ämtern)
Image
War mal besser
Work-Life-Balance
Wie in jeder anderen Klinik auch.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden ermöglicht, sollen aber möglichst Konzernintern stattfinden.
Gehalt/Benefits
Ich würde sagen Leipziger Durchschnitt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Ahnung.
Kollegenzusammenhalt
Kommt natürlich immer auf die einzelnen Mitarbeiter an, aber ich kann mich nicht beschweren. Eher im Gegenteil.
Vorgesetztenverhalten
Probleme werden ignoriert und weg gelächelt. Entscheidungen werden schlecht kommuniziert und unzureichend begründet, nach den Ansichten der Mitarbeiter wird gar nicht erst gefragt (mir ist bewusst, dass ein Betrieb keine Demokratie ist, aber oft könnte die Akzeptanz für Entscheidungen der Geschäftsleitung größer sein, wenn man sie anständig kommuniziert und Mitarbeiter nicht einfach vor vollendete Tatsachen stellt).
Wirklich enttäuscht war ich davon wie sich die Leitungsebene (speziell die pflegerische) verhält, wenn sie tatsächlich mal von Nöten wäre. Bei mehreren Zwischenfällen, die die Organisation der Leitungsebene benötigt hätten, kam sie erst dann dazu, als alles schon organisiert war. Leitung heißt nicht nur Entscheidungen treffen, sondern auch Verantwortung zu übernehmen. Letzteres findet hier oft nicht statt.
Arbeitsbedingungen
Es wird nur wenig investiert. Als ich das Herzzentrum das erste Mal betrat, war ich erschrocken, wie heruntergekommen das Haus aussieht. Viele Geräte sind veraltet, häufig defekt und es gibt kaum Ersatz bei Ausfällen. Die Wände sehen schmutzig aus und die Schränke fallen immer mal auseinander. Vierbettzimmer, bzw. sogar Sechsbettzimmer, im ITS und IMC-Bereich sind zwar auch in anderen Krankenhäusern zu finden, aber nicht mehr up to Date und es wird im Sommer sehr warm.
Und wer kommt auf die Idee einen Teppich in einen Krankenhaus zu verlegen ?
Kommunikation
Die Kommunikation durch die Klinikleitungen (egal ob Geschäftsführung, Pflegedirektion, oder ärztliche Direktion) ist katastrophal. Veränderungen werden offiziell nur kurz vor knapp kommuniziert (wenn überhaupt), gleichzeitig weiß aber das ganze Haus, über den Buschfunk, schon lange Bescheid. Auf Resonanz/ Kritik der Belegschaft wird kein Wert gelegt.
Speziell in der Kommunikation mit der pflegerischen Leitung hat man das Gefühl, sie lebt in einer komplett anderen Welt. Hier werden Berichte über Patientengefährdung durch anhaltende Unterbesetzung und Überlastung einfach weg gelächelt. Auf meine Frage, wo sie die Ursachen sehe, dass innerhalb eines halben Jahres über 10 Pflegekräfte einer Station (immerhin fast ein Viertel der Belegschaft dieser Station) gekündigt haben, antwortete sie mir, ich müsste beim Arbeiten einfach mehr lächeln.
Auch müsste man sich geehrt fühlen überhaupt im Herzzentrum arbeiten zu dürfen und die Bewerber würden nur so anstehen. Zumindest letzteres ist nicht der Fall
Interessante Aufgaben
Man sieht viel, was man in anderen Häusern nicht sieht. Die Arbeit ist interessant und Herausfordernd.