Schlecht geführtes Unternehmen
Gut am Arbeitgeber finde ich
… nichts. Leider rein gar nichts. Andere würden vielleicht die kostenlosen Parkplätze nennen oder den kostenlosen Kaffee, aber nein. Dies ist in der heutigen Zeit üblich und wäre dies nicht gegeben, wäre der Arbeitgeber wohl noch schlimmer dran.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles hier genannte und noch einiges viel mehr.
Verbesserungsvorschläge
Wenn schon am Gehalt nichts gemacht werden kann, weil die falsche Nase im Gesicht wächst, dann sollte wenigstens über die hier häufig erwähnten Leistungsprozente nachgedacht werden. Diese sind branchenüblich und schaffen wenigstens noch einen winzigen Hoffnungsschimmer, in einem untergehenden Unternehmen. Klare Empfehlung an den Kopf der Mission: Tausch dein Team aus. Wüsstest du von allem, was hier abgeht, hättest du wahrscheinlich selbst schon lange das Weite gesucht, immerhin rollt dein Kopf als erstes, wenn das alles auffliegt.
Weiterer Ratschlag: führe eine anonyme Mitarbeiterbefragung durch, die du selbst persönlich auswertest. Ich wette, du wirst Dinge erfahren, die dich sehr interessieren dürfen.
Arbeitsatmosphäre
Fairness und Vertrauen für ein gutes Betriebsklima bleiben aus. Ein simples Lob kommt selten, dafür aber sofortige Abmahnungen bei Fehlverhalten oder Aufhebungsverträge, um einen loszuwerden. Diese Maßnahmen sind aber genau so bedeutungsvoll, wie ein Sandkorn am Strand. Lerneffekt? Nicht vorhanden. Respektvollerer Umgang? Eher genau das Gegenteil.
Image
Seht zu, wie es den Berg hinab geht. Ich würde dieses Unternehmen keinen meiner Freunde empfehlen, höchstens meiner schlimmsten Feinde.
Work-Life-Balance
Wie so oft, wären in diesem Unternehmen die Überstunden sehr viel geringer, würden hier mehr Leute arbeiten oder das vorhandene Personal sinnvoll eingesetzt. Dies ist leider nicht der Fall und nach einem Urlaub oder einer Krankheit, gibt es Vorwürfe, warum dieses und jenes noch nicht erledigt ist. Ich versuche mein Team davor zu schützen, aber es wirkt oft so, als gäbe es die Erwartung, während eigener Abwesenheiten trotzdem erreichbar zu sein und zu arbeiten.
Karriere/Weiterbildung
Perspektive? Hier nicht. Weiterbildung? Klar, gerne! Aber erhoff dir nicht, dass du damit hier weiterkommst. Mach es für dich selbst, aber erwarte nicht, dass du nur einen Cent mehr erhältst. Fertig gelernt? Wie versprochen: nichts. Geh woanders hin, da kann dir mehr geboten werden.
Dieses Unternehmen versteht sich darin, Potentiale zu verbrennen und sich selbst zu bereichern, statt Chancen zu nutzen und Perspektiven zu schaffen.
Gehalt/Benefits
Unterer Durchschnitt. Ich habe mein Gehalt und das einiger anderer mit dem Durchschnitt verglichen, der für solche Positionen typisch wäre. Daten von der Agentur für Arbeit, die dies sehr genau berechnen kann: Hexagon befindet sich leider teils sehr weit weg vom Schnitt, im unteren Drittel. Könnt ihr selbst nachschauen, ich bin per Google Recherche darauf gestoßen.
Gehaltserhöhungen für meine Mitarbeiter sind nicht durchzusetzen, weil mit der Stellenbeschreibung argumentiert wird. Komisch nur, dass diese angepasst werden, um eine Erhöhung rechtfertigen zu können. Zum Beispiel eine Titelanpassung aus dem nichts; mehrjährige Erfahrung, Pustekuchen. Hier läuft sehr viel per Nasenfaktor und ich wette, dass auch in diese „Spielereien“ der Kopf des Ganzen nicht oder nicht in Gänze involviert ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Fair Trade wird hier nicht groß geschrieben. Sozial ist dieses Unternehmen ebenfalls nur, wenn’s dem eigenen Zweck dient. Umweltbewusst… naja.
Kollegenzusammenhalt
Sofern Verbündete vorhanden sind, halten diese zusammen, komme was wolle. Ansonsten heißt es aber immer mit fremden Federn schmücken und geht’s nach hinten los war’s doch ein anderer. Das eigene Wohl wird vor das der anderen gestellt.
Umgang mit älteren Kollegen
Geschätzt und gefördert? Für 15 Jahre Treue gibt es einen Tankgutschein als Dank. So viel hierzu. Statt das Know How von langjährigen oder älteren Kollegen zu sichern, wird sogar lieber angeboten, ob sie nicht früher gehen können. Nachbesetzung erneut Fehlanzeige.
Vorgesetztenverhalten
Klar und nachvollziehbare Entscheidungen? Nein. Werden Mitarbeiter einbezogen? Auf gar keinen Fall, wer meckert der soll sich was anderes suchen. Realistische Ziele? Fehlanzeige. Hauptsache die Zahlen zum Quartalsende passen, aber zu welchem Preis? Egal. Verhalten bei Konfliktfällen? Hauptsache nichts schriftlich festhalten, ansonsten ist jedes Mittel recht. Einzige Ausnahme sind die willkürlich ausgeteilten Abmahnungen. Probleme aktiv anzugehen und nach Lösungen zu suchen, zum Beispiel Bildungslücken durch Schulungen zu schließen, Fehlanzeige.
Arbeitsbedingungen
Belüftung im neuen Großraum Büro die Hölle. Nach außen hin wird sich damit gebrüstet, dass alles neu und saniert ist. Tatsächlich führen jedoch Abflussrohre über dem neuen Großraum Büro entlang, weshalb es hier dauerhaft nach Gülle riecht. Die IT ist ebenfalls eine Katastrophe, nach jedem Update läuft etwas anderes falsch. Entweder der Zugriff aufs Laufwerk wird verwehrt, Druckertreiber gelöscht oder Anwendungen lassen sich nicht mehr öffnen oder verschwinden ganz vom Desktop. Aber hey, es gibt alle zwei Wochen einen Obstkorb. Wuhuuu.
Kommunikation
Selbst auf oberster Ebene wird sehr schlecht kommuniziert. Das Oberhaupt kriegt nur die Hälfte davon mit, was zwei Menschen in diesem Unternehmen treiben. Sowohl als Manager als auch als Mitarbeiter wird man in 90% der Fälle vor vollendete Tatsachen gestellt. Fragen bleiben unbeantwortet und statt in wichtige Entscheidungen involviert zu werden, wird dies in einem Büro diskutiert und umgesetzt; ohne wenn und aber.
Gleichberechtigung
Der Frauenanteil wird gefühlt immer weniger. Leider kann ich nicht sagen, ob super oder sauschlecht.
Interessante Aufgaben
In meinem Aufgabengebiet gibt es nichts auszusetzen. Was aber die Menschen am untersten Glied der Gehaltskette angeht, so werden diese wie Schachfiguren von A nach B verschoben. Ganz egal, ob diese qualifiziert sind oder nicht. Selbst in meine Abteilung wird eingegriffen und Mitarbeiter versetzt, selbst wenn ich meine, dass ich dagegen bin. Da sind wir wieder an dem Punkt es gibt zwei Menschen in diesem Unternehmen, die alle Entscheidungen treffen. Gewollt oder nicht, du hast nichts zu sagen, sofern du nicht den Hut an hast, bei Operations oder im Personal.