Ihr Unternehmen?

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Hexagon 
Agility 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Agil, dynamisch, planlos: Willkommen in Hexagonien - dem Escape Room für Arbeitskräfte

1,3
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Kassel gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich denke, Hexagon ist ein spannendes Umfeld für Menschen, die Herausforderungen lieben, gerne improvisieren und eine hohe Frustrationstoleranz mitbringen. In etwa wie ein Escape-Room ohne Ausgang: spannend, chaotisch, und man fragt sich ständig, wie man hier hineingeraten ist.
Für Fans von Drama, Daily Surprises und ohne Wunsch nach mehr genau der richtige Ort.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wo fange ich an? Meiner Ansicht nach, die vollständige Abwesenheit von Führungskompetenz, Kommunikation und strategischem Denken wäre ein guter Anfang. Ansonsten alles bereits genannte:
Entscheidungen wirken auf mich oft wie aus dem Kaffeesatz gelesen, alles andere als nachvollziehbar oder verständlich. Wertschätzung ist hier meiner Meinung nach ein Fremdwort, Transparenz - in zum Beispiel den Gehältern - nicht vorhanden und Entwicklungsmöglichkeiten habe ich bisher nur in PowerPoint-Präsentationen gesehen. Wer hier nach Orientierung sucht, sollte lieber ein Navi mitbringen - oder einfach gleich den Notausgang suchen. Kurz gesagt: ein Paradebeispiel dafür, wie man ein Unternehmen meiner Meinung nach nicht führen sollte.

Verbesserungsvorschläge

Ein klarer Verbesserungsbedarf besteht in der Führungskultur. Führung sollte mehr sein als reine Aufgabenverteilung nach dem Prinzip „Such's dir selbst raus".
Vorgesetzte sollten nicht nur Titel tragen, sondern auch Führungsqualitäten besitzen - z.B. in Form von sozialer Kompetenz, fachlicher Tiefe oder dem Willen, Verantwortung auch über die Mitarbeiter hinaus zu tragen.
Die Wertschätzung der Mitarbeiter verdient ein Update. Symbolische Gesten sind nett - echte Anerkennung zeigt sich jedoch in Weiterentwicklung, persönlicher Förderung, fairen Gehaltserhöhungen und echtem Interesse an den Fähigkeiten der Mitarbeiter. Kritik sollte von beiden Seiten offen angesprochen werden können, ohne als Unbequem wahrgenommen zu werden oder wie hier zensiert zu werden.
Weniger Versprechen und visionäre Reden abhalten, die in etwa so verbindlich sind wie ein Wetterbericht im April, wäre wünschenswert. Mitarbeiter sollten mehr involviert und informiert werden.
Ein bisschen mehr Führung und ein bisschen weniger Show würden dem Unternehmen sicherlich guttun - so meine persönliche Meinung.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im Unternehmen ist definitiv einzigartig. Ich hab gelernt, mit Druck, Chaos und fehlender Kommunikation souverän umzugehen - quasi eine unbezahlbare Vorbereitung aufs Leben da draußen. Die Stimmung liegt meiner Meinung nach irgendwo zwischen „gleich knallt's" und „wir lachen, weil Weinen zu viel Energie kostet". Ich weiß nie, was der nächste Tag bringt.
Vielleicht eine neue Strategie, vielleicht eine Kündigung, vielleicht auch einfach wieder kollektives Kopfschütteln. Meine Arbeitswelt ist voller Überraschungseier - nur ohne Spielzeug, ohne Schokolade (die gibts erst wenn du ein Jahr ohne Krankheit durchhältst!), aber mit Nervenkitzel deluxe!

Kommunikation

Ein echtes Mysterium, wie ich finde. Hier wird Kommunikation großgeschrieben - aber eher in der Theorie. In der Praxis gleicht sie, wie ich finde, einem Spiel von „Stille Post" mit Zeitverzug, bei dem am Ende niemand mehr weiß, was eigentlich gemeint war.
Ein richtiger Austausch findet für mich nur über Flurfunk, Kaffeemaschine oder Rauchfunk statt.
Transparenz? Die sehe ich nur bei den Glastüren, aber selbst bei denen weiß keiner, ob gedrückt oder gezogen werden muss - lieber vor die Scheibe laufen, statt nachzudenken.
Antworten auf Rückfragen bekomme ich nur mit Glück - inhaltlich so hilfreich wie ein Regenschirm aus Papier bei Windstärke 12. Entscheidungen? Werden hier meiner Meinung nach nicht getroffen, die stolpern einfach ins Büro und sagen: „Hi, ich bin jetzt Fakt." Plötzlich ist mein Kollege von gestern Geschichte und gefühlt muss ein Container raus, obwohl das Material beim Lieferanten erst noch produziert werden muss.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kollegen ist eines der Highlights: vermutlich, weil man gemeinsam das Beste aus herausfordernden Rahmenbedingungen macht. Besonders bemerkenswert ist, wie viel Humor und Sarkasmus ich entwickelt habe, wenn man regelmäßig mit dem Gegenteil von Anerkennung konfrontiert wird.

Work-Life-Balance

Die Balance hängt meiner Meinung nach stark davon ab, wie sehr man bereit ist, seinen Verstand an der Eingangstür abzugeben oder ihn für immer zu verlieren. Ich mein, man muss nicht verrückt sein um hier zu arbeiten… aber mir hilft es. Wer Aufgaben, Zuständigkeiten und Entscheidungen als optional betrachtet und keine Erwartungen an Klarheit oder Planung hat, kann hier - so wie ich das sehe, ganz entspannt durchs Arbeitsleben gleiten - oder zumindest ständig im Kreis laufen. Flexibilität gibt es theoretisch, praktisch weiß nur niemand, wie man sie sinnvoll nutzt, so zumindest meine Wahrnehmung. Die echte Work-Life-Balance findet man meistens dann, wenn man kündigt.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungsqualität ist... vorhanden, aber klassisch: Entscheidungen von oben, Rückfragen sind theoretisch erlaubt, praktisch aber so beliebt wie Montagmorgen-Meetings ohne Kaffee (oder die ehrliche Meinung auf Kununu). Warum, wieso, weshalb? Da hilft nur meine Glaskugel – und die hat mir geflüstert, dass man sich am besten darauf einstellt, nie eine echte Antwort zu bekommen. Wertschätzung erfolgt meiner Meinung nach durch zusätzliche Aufgaben, bei gleichbleibender Vergütung versteht sich. Die Fehlerkultur erinnert mich an einen Hofstaat, der Vergehen sofort an den Pranger stellt, während die eigentlichen Verantwortlichen ihre Kronen polieren.
Die Führungsriege? Wie mein Vorredner schon sagte: Drei Personen, mit für mich unklaren Aufgaben, aber klarer Selbstüberschätzung, macht zumindest auf mich so den Eindruck. Gemeinsam schaffen sie für mich eine Atmosphäre der Führungslosigkeit auf hohem Niveau – beinahe schon schwindelerregend. Also wer hier nach Führung oder konstruktives Feedback und Kommunikation auf Augenhöhe sucht, sollte besser ein Fernglas dabeihaben. Oder alternativ gleich den Fluchtplan. Natürlich nur meine persönliche Meinung.

Interessante Aufgaben

Meiner Meinung nach definitiv der richtige Ort für alle, die Improvisation nicht nur lieben, sondern sie zur Kunstform erhoben haben.
Stellenbeschreibungen? Sofern überhaupt vorhanden, kann man sie meiner Einschätzung nach vergleichen mit irgendwas zwischen Science-Fiction und Gute-Nacht-Geschichte. Mal macht man Aufgaben, von denen man nicht wusste, dass sie existieren (geschweige denn, dass man dafür zuständig ist), mal sitzt man wochenlang in einem PowerPoint-Limbo und wartet auf eine Freigabe, die vermutlich gerade auf einer spirituellen Reise ist. Was ich ganz besonders aufregend hier finde: das tägliche Glücksspiel, ob die Entscheidung von gestern heute noch gilt - oder ob man versehentlich bereits von der Gehaltsliste gestrichen wurde. Herzlich willkommen in Hexagonien.

Umgang mit älteren Kollegen

Langjährige Mitarbeit wird anerkannt - z.B. mit einem 40€ Tankgutschein und einem offiziellen Schreiben der Geschäftsleitung. Damit kommt man nicht weit, aber immerhin reicht der Sprit für den Weg zum nächsten Vorstellungsgespräch.
Weitere Entwicklungsperspektiven oder gezielte Förderung bleiben jedoch eher symbolisch. Es macht den Eindruck, dass Erfahrung zwar geschätzt ist, solange sie nicht mit zu hohen Erwartungen einhergeht.

Arbeitsbedingungen

Höchst innovativ - wenn es darum geht, wie man mit möglichst wenig das Maximum an Frust erzeugt. Ein fehlendes Werkzeug wurde bei mir zum Sinnbild für die gesamte operative Kompetenz. Immerhin gibt's alle zwei Wochen einen Obstkorb - Gesundheit first!

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Meiner Ansicht nach ist dieses Unternehmen so sozial und umweltbewusst wie ein Chamäleon: äußerlich gerne grün und sozial, innerlich... naja.
Statt vernünftiges Werkzeug kauft man lieber Insektenhotels fürs Image. Umweltbewusstsein scheint hier spätestens beim Papiermülleimer neben dem Laserdrucker zu enden, der täglich fleißig glüht.
Sozial ist man höchstens im Smalltalk.
Nachhaltigkeit? Vor allem beim Wiederverwenden alter Phrasen in Meetings. Immerhin: Der Obstkorb ist vermutlich bio. Oder zumindest unbehandelt. Wie so vieles hier.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist offiziell „branchenüblich“, was in diesem Fall für mich bedeutet: ganz unten, aber mit Stolz. Zusätzliche Benefits wie Urlaubsgeld, Leistungsprämien, Bonis, Coachings oder gar Gewinnbeteiligung? Fehlanzeige. Dafür gibt’s einen 40€ Tankgutschein zum Dienstjubiläum oder für persönliches Engagement (Engagement steht hier für „die Planung hat gepennt und der Mitarbeiter darf Sonderschichten machen“, so zumindest die Wahrnehmung unter Kollegen). Und das absolute Highlight: für ein Jahr ohne Krankmeldung eine Merci-Schachtel vom GF persönlich. Immerhin lerne ich hier, wie mit minimalen Mitteln maximale Leistung gefordert wird – eine Überlebensstrategie, die im Großstadtdschungel sicher von Nutzen ist.

Image

Hexagon verkauft sich als dynamisches, agiles Unternehmen. Und das stimmt.
Dynamisch bedeutet für mich „heute Vollgas und morgen Kurzarbeit“. Agil heißt hier für mich: Entscheidungen ändern sich täglich und morgen weiß keiner mehr, was gestern noch besprochen wurde. Und ganz besonders agil ist das Management in der Flucht zum Essen - um Punkt 12 fällt der Hammer und es wird alles stehen und liegen gelassen, so zumindest meine persönliche Wahrnehmung. Und meiner Meinung nach natürlich völlig resistent gegenüber Führung, Kommunikation oder Fehlerkultur. Wer hier arbeitet, lernt fürs Leben - vor allem aber lerne ich hier, was ich beim nächsten Arbeitgeber auf keinen Fall mehr will.

Karriere/Weiterbildung

Weiterentwicklung findet hauptsächlich in Eigenregie statt - wer motiviert ist, kann sich nach Feierabend fortbilden. Interne Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt, besonders, wenn man nicht zum inneren Kreis gehört, so zumindest meine persönliche Wahrnehmung.
Gehaltsanpassungen sind selten und stark situationsabhängig - leider meist nicht zugunsten der Mitarbeitenden.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.