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Bewertung

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Große Versprechen im Vorfeld, eine völlig andere Realität. Ich würde mich heute nicht noch einmal bewerben

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung in Essen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitszeiten sind klar geregelt und Freizeit bleibt grundsätzlich Freizeit. Positiv sind ansonsten kostenlose Getränke, die Unterstützung des Fahrradfahrens sowie gelegentliche Spenden für soziale Zwecke.

Die verschiedenen Lehrangebote bieten grundsätzlich interessante Inhalte und Aufgaben – wenn auch aus meiner Sicht leider mit zu wenig Raum für Eigeninitiative.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mein größter Kritikpunkt ist die Führungskultur. Ich habe die Geschäftsführung als stark kontrollierend, wenig kritikfähig und wenig vertrauensvoll erlebt. Mitarbeitende werden aus meiner Sicht eher kontrolliert und ausgebremst, als dass man ihnen Verantwortung und Vertrauen entgegenbringt.

Besonders enttäuschend ist für mich die Diskrepanz zwischen dem Bild, das durch Stellenanzeigen und die Außendarstellung des Unternehmens vermittelt wird, und meinen tatsächlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag. Wer sich ausschließlich daran orientiert, dürfte aus meiner Sicht deutlich andere Erwartungen an den Arbeitgeber haben.

Hinzu kommt eine aus meiner Wahrnehmung auffällig hohe Fluktuation und ein häufiger Wechsel von Mitarbeitenden. Kommunikation, Transparenz und Entwicklungsmöglichkeiten waren für mich weitere große Schwachpunkte.

Insgesamt hatte ich häufig den Eindruck, dass Außenwirkung und Kontrolle einen höheren Stellenwert haben als Vertrauen, Offenheit und die langfristige Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen und deutlich mehr Transparenz wären aus meiner Sicht dringend notwendig. Kritik sollte in beide Richtungen möglich sein und nicht nur von der Führungsebene an die Mitarbeitenden gehen. Mitarbeitende sollten mehr Eigenverantwortung und Raum für eigene Ideen erhalten, statt durch enge Vorgaben ausgebremst zu werden.

Außerdem sollten angekündigte Weiterbildungen und Entwicklungsmöglichkeiten tatsächlich umgesetzt werden. Insgesamt würde ein offenerer, wertschätzenderer Führungsstil dem Unternehmen aus meiner Sicht deutlich guttun.

Arbeitsatmosphäre

Unter den Kollegen war der Umgang überwiegend freundlich und professionell. Die Arbeitsatmosphäre wurde für mich jedoch durch die Führungskultur deutlich getrübt. Starke Kontrolle, wenig Vertrauen, enge Vorgaben und der aus meiner Sicht wenig offene Umgang mit Kritik sorgten für eine angespannte Atmosphäre. Insgesamt habe ich mich dadurch eher eingeschränkt als wertgeschätzt und motiviert gefühlt.

Kommunikation

Kommunikation von der Geschäftsführung zu den Mitarbeitenden habe ich als sehr schlecht erlebt. Kritik wurde gerne und regelmäßig nach unten verteilt, konstruktive Kritik in die andere Richtung jedoch kaum angenommen. Stattdessen wurde meist erklärt, warum die eigene Sichtweise angeblich die richtige sei.

Auch der interne Informationsfluss war aus meiner Sicht mangelhaft und wenig transparent. Fehler wurden bei Mitarbeitenden schnell gesucht, während ich gleichzeitig kaum erlebt habe, dass die Geschäftsführung eigene Fehler offen reflektiert oder Verantwortung dafür übernommen hat.

Kollegenzusammenhalt

Die meisten Kollegen waren stets freundlich und der Umgang unter den Mitarbeitenden professionell. Der Zusammenhalt unter den Kollegen war insgesamt positiv.

Work-Life-Balance

Anfangs wurden flexible Arbeitszeiten und Homeoffice als Vorteile dargestellt. In meiner Erfahrung wurden diese Möglichkeiten jedoch zunehmend eingeschränkt. Die Gleitzeit wurde durch eine feste Kernarbeitszeit stark begrenzt, Homeoffice war zuletzt im Wesentlichen nur noch freitags bzw. bei Krankheit möglich. Die tatsächliche Flexibilität entsprach damit für mich nicht mehr dem, was ursprünglich vermittelt wurde.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich insgesamt als sehr enttäuschend erlebt. Die Geschäftsführung kommunizierte aus meiner Sicht stark von oben nach unten: Kritik an Mitarbeitenden wurde deutlich verteilt, während kritisches Feedback an die Führungsebene kaum angenommen wurde. Statt eines offenen Dialogs wurde häufig die eigene Sichtweise als maßgeblich dargestellt.

Hinzu kamen eine starke Kontrolle, enge Vorgaben und wenig Vertrauen in die Mitarbeitenden. Eigeninitiative und eigene Ideen wurden dadurch eher ausgebremst als gefördert. Fehler wurden aus meiner Sicht bei Mitarbeitenden schnell gesucht, während Selbstreflexion auf Führungsebene kaum erkennbar war.

Insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, dass Mitarbeitende als eigenverantwortliche Menschen wahrgenommen und in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Vielmehr entstand bei mir der Eindruck, dass Kontrolle und die Wahrung der eigenen Sichtweise einen höheren Stellenwert hatten als Vertrauen, Offenheit und Weiterentwicklung.

Interessante Aufgaben

Durch die verschiedenen Lehrangebote gibt es grundsätzlich interessante Inhalte und Aufgaben. In meiner Erfahrung waren diese jedoch häufig so starr durch die Führungskraft vorgegeben, dass kaum Raum für eigene Ideen oder neue Inhalte blieb. Dadurch ging für mich ein großer Teil des Reizes an den Aufgaben verloren.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht galt häufig das Prinzip: Wer sich etwas herausverhandelt, bekommt es – unabhängig davon, wie fair das gegenüber anderen Mitarbeitenden ist. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass nicht alle nach den gleichen Maßstäben behandelt werden. Mehr Transparenz und einheitliche Kriterien wären aus meiner Sicht deutlich fairer gewesen.

Umgang mit älteren Kollegen

Da viele Kollegen eher älter sind, habe ich hier keine auffälligen Unterschiede im Umgang wahrgenommen. Aufgrund der insgesamt mangelnden Transparenz würde ich den Arbeitgeber auch hier eher im Mittelfeld einordnen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitszeiten sind klar definiert und wenn man frei hat, hat man tatsächlich frei. Kostenlose Getränke sind ebenfalls positiv – viel mehr Positives fällt mir zu den Arbeitsbedingungen allerdings nicht ein.

Der starke Kontrollgedanke, die geringe Flexibilität und der aus meiner Sicht wenig wertschätzende Umgang der Geschäftsführung mit den Mitarbeitenden belasten den Arbeitsalltag deutlich. Insgesamt empfand ich die Arbeitsbedingungen daher als sehr schlecht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein habe ich persönlich häufig als mehr Schein als Sein wahrgenommen. Vieles wirkte auf mich eher auf die Außenwirkung ausgerichtet, während konkrete Umsetzung im Arbeitsalltag aus meiner Sicht überschaubar blieb.

Positiv hervorzuheben sind die Unterstützung des Fahrradfahrens sowie Spenden für soziale Zwecke, beispielsweise zu Weihnachten anstelle von Geschenken für die Belegschaft.

Gehalt/Benefits

Gehaltserhöhungen waren während meiner Zeit dort praktisch kein Thema. Bei der Jahresversammlung wurde direkt kommuniziert, dass es keine Gehaltserhöhungen für die Belegschaft geben wird. Insgesamt empfand ich die Entwicklungsmöglichkeiten beim Gehalt daher als sehr begrenzt.

Image

Mein Eindruck war, dass das Image vor allem durch einen neuen Namen und ein neues Design aufpoliert werden sollte. An den eigentlichen Strukturen und meiner Wahrnehmung des Unternehmens hat sich dadurch jedoch wenig geändert. Für mich wirkte das eher wie Kosmetik als wie eine tatsächliche Verbesserung.

Karriere/Weiterbildung

Echte Entwicklungsmöglichkeiten habe ich kaum erlebt – teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass persönliche Entwicklung eher ausgebremst wurde. Weiterbildungen wurden in Aussicht gestellt, fanden dann aber beispielsweise wegen abgesagter interner Kurse nicht statt.

Die starke Kontrolle und die engen Vorgaben der Geschäftsführung ließen wenig Raum für Eigeninitiative oder Weiterentwicklung. Statt Mitarbeitende wachsen zu lassen, fühlte ich mich dadurch eher ausgebremst.

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Arbeitgeber-Kommentar

PersonalLeitungsfunktion

Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen so offen mit uns geteilt hast. Auch wenn wir in vielen Punkten eine andere Wahrnehmung haben, nehmen wir dein Feedback ernst. Besonders freuen wir uns, dass du den kollegialen Umgang im Team und positive Rahmenbedingungen hervorhebst. Für deinen weiteren beruflichen Weg wünschen wir dir alles Gute!

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.