Warum echte Leistung oft weniger gesehen wird als gute Selbstinszenierung
Verbesserungsvorschläge
Eine der größten Fehlannahmen in vielen Unternehmen ist: Wer gute Arbeit leistet, wird automatisch gesehen, anerkannt und belohnt.
Die Realität sieht bei Hirschvogel anders aus.
Nicht selten setzen sich diejenigen durch, die am lautesten über ihre Erfolge sprechen, sich in Meetings geschickt positionieren und ihre eigene Bedeutung sichtbar machen. Sichtbarkeit wird dabei schnell mit Kompetenz verwechselt.
Währenddessen lösen andere im Hintergrund die schwierigen Probleme, übernehmen Verantwortung, halten Prozesse am Laufen und liefern konstant starke Ergebnisse – ohne großes Eigenmarketing.
Ihre Leistung ist nicht geringer. Sie wird nur weniger wahrgenommen.
Was ich bei Hirschvogel gelernt habe, es gewinnt nicht mehr derjenige mit dem größten Beitrag, sondern derjenige mit der besten Inszenierung.
Wenn Selbstdarstellung wichtiger wird als Substanz, entsteht eine Kultur der Außendarstellung statt einer Kultur echter Leistung. Dann lernen Mitarbeitende schnell: Nicht was du erreichst, entscheidet über deine Anerkennung – sondern wie gut du es verkaufen kannst.
Das ist gefährlich.
Denn irgendwann verlieren genau die Menschen ihre Motivation, auf die Hirschvogel tatsächlich angewiesen ist: diejenigen, die nicht nur darüber sprechen, sondern wirklich etwas bewegen.
Die entscheidende Frage lautet:
Erkennt Hirschvogel heute noch echte Leistung – oder belohnen sie zunehmend diejenigen, die am besten darin sind, den Eindruck von Leistung zu erzeugen?

