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HiSolutions 
AG
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Mehr schein als sein: Okayer Arbeitgeber mit Potenzial, das wieder gefördert werden muss

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei HiSolutions AG in Bonn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Viele nette Kollegen
- Hohe Fachexpertise, bei der man viel lernen kann
- Fachlicher Austausch ist gerne gesehen
- Altersstruktur
- Für IT: Viele Frauen -> müssen mehr gefördert werden
- Schöne Standorte

Verbesserungsvorschläge

- Klarerer Strukturen
- Internes Beratungsangebot nutzen und nicht extern kaufen
- Fördern von jeden
- Mehr Burnout Prävention durch alle Ebenen
- Anerkennen, dass man nicht mehr das kleine Unternehmen ist in dem sich jeder kennt
- Interne Initiativen mehr fördern
- Vertriebsteam aufbauen und die Verantwortung hierfür von den Beratern weg nehmen
- Diversität fördern und anerkennen -> Für Transidente wird mittlerweile mehr gemacht. Schlechte Witze und schlechter Umgang mit LGBTQI+ sind an der Tagesordnung
- Gründung eines Betriebsrats

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb der einzelnen Teilabteilungen herrscht teilweise eine gute und faire Atmosphäre. Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen sehr kompetitiv, besonders wenn es um die Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche geht. Es bedarf oft erst des Nachweises der eigenen Kompetenz, um von bestimmten Personen in der übergreifenden Zusammenarbeit gehört und respektiert zu werden. Gerade der Geschäftsbereich ITM wird oft belächelt

Image

Das Image wird zunehmend schlechter, was sich in den Äußerungen der Mitarbeiter widerspiegelt.

Work-Life-Balance

Trotz offizieller Angebote wie flexibler Arbeitszeiten und Blue Days wird die Work-Life-Balance kaum gelebt. Immer häufiger werden wichtige Termine am späten Freitag oder in der Mittagspause angesetzt und Reisen sollen in der Freizeit stattfinden. Das Vergütungsmodell fördert einen starken Fakturierungszwang, während parallel Vertriebsaufgaben erledigt werden sollen. Maßnahmen zur Burnout-Prävention existieren, scheinen sich in der Praxis nur auf die Führungsebene zu beschränken. Positiv hervorzuheben ist, dass Eltern spontan agieren können und Arzttermine immer eine akzeptierter Grund sind für ein paar Stunden am Tag auszutreteten

Karriere/Weiterbildung

Die Bemühungen um Karrierepfade und Weiterbildung sind erkennbar. Individuelle Schulungen sind meist einfach genehmigt, allerdings fehlt es oft an der notwendigen Zeit zur Durchführung. Bei Beförderungen ist ein starker Kampfgeist erforderlich, wobei hier eine Schieflage zugunsten männlicher Kollegen zu erkennen ist. Die Planung von Weiterbildungsmaßnahmen für Teams und Gruppen benötigen viel Zeit in der Vorbereitung.

Gehalt/Benefits

Die Gehälter werden stets pünktlich ausgezahlt. Im Branchenvergleich liegen die Gehälter jedoch eher im unteren Mittelfeld. Es fehlt an proaktiven Sonderzahlungen zur Anerkennung herausragender Leistungen. Gehaltsanpassungen erfolgen grundsätzlich nur einmal jährlich; eine außerplanmäßige Korrektur ist nur schwer zu realisieren.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen zeigt ein starkes Umwelt- und Sozialbewusstsein. Standardmäßig wird bei Veranstaltungen eine vegetarische Option gewählt. Die Nutzung von Bahn und E-Autos wird gefördert, und man engagiert sich aktiv in sozialen Projekten, für die jährlich großzügige Spenden bereitgestellt werden. Eine bedauerliche Entwicklung ist jedoch, dass angesichts des hohen Reise- und Fakturadrucks wieder vermehrt auf Inlandsflüge zurückgegriffen wird.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist nur in bestimmten Bereichen vorhanden und wird generell nicht ausreichend gefördert. Stattdessen kommt es häufig vor, dass Kollegen sich gegenseitig schlechtreden oder die Schuld zuschieben. Die Förderung des Zusammenhalts beschränkt sich zudem meist auf informelle Events, die oft auf Alkoholkonsum basieren und somit nicht alle Mitarbeitenden einbeziehen oder ansprechen

Umgang mit älteren Kollegen

Die Altersgruppen sind sehr divers, und ältere Kollegen werden uneingeschränkt in allen Rollen eingestellt. Sie erfahren eine hohe Wertschätzung. Es wird eine Kultur des wechselseitigen Lernens gefördert: Ältere Mitarbeitende können ihr umfangreiches Wissen vermitteln und gleichzeitig von neuen Entwicklungen profitieren.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist sehr heterogen, von guten Beispielen bis hin zu sehr schlechten. Oft fehlt der Führungsebene der notwendige Überblick, da versucht wird, zu viele Themen parallel zu steuern und zu überblicken. In Bezug auf den Umgang mit schwierigen Situationen und Konflikten besteht deutlicher Schulungsbedarf. Die Erreichbarkeit der Vorgesetzten ist meist gut. Einzelne Führungskräfte zeigen eine sehr schlechte und destruktive Fehlerkultur. Es ist gängige Praxis, kollektive Ansprachen zu halten, anstatt individuell zu führen und zu fördern. Dies wirkt demotivierend auf diejenigen, die eigentlich gute Leistungen erbringen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich gut, allerdings bestehen aktuell einige technische Herausforderungen. Die Büros sind mit modernen, höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet. Die Meetingräume sind positiv hervorzuheben. Jedoch ist die Schalldämmung in den Großraumbüros unzureichend, was konzentriertes Arbeiten erschwert. Auch das Audio-Setup, in Form der Kopfhörer erfordert eine dringende Verbesserung. Getränke stehen in diversen Ausführungen zur Verfügung, wünsche hierfür können geäußert werden.

Kommunikation

Die Kommunikation von Erfolgen und Misserfolgen findet alle drei Monate bei verpflichtenden Präsenzveranstaltungen in Berlin statt, die einen hohen Reiseaufwand für alle bedeuten. Diese Termine wirken oft überfrachtet und könnten durch effizientere Online-Meetings ersetzt werden. Zudem werden angesprochene Themen von Mitarbeitenden nicht selten ignoriert oder vertagt. Die versprochene offene und ehrliche Kommunikationskultur wird nicht gelebt. Es dominiert eine starke Harmoniebedürftigkeit, die sich zunehmend in passiv-aggressivem Verhalten äußert.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung ist noch nicht vollständig erreicht. Frauen haben es teils schwerer, sich für höherwertige Aufgaben und Verantwortung durchzusetzen, und werden eher für assistierende Aufgaben eingesetzt. Repräsentative Aufgaben werden überproportional von Männern übernommen und vergeben. Positiv ist, dass die Problematik offensichtlich erkannt wurde und erste Schritte unternommen werden, um diese Ungleichgewichte künftig zu korrigieren.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind generell sehr spannend und vielfältig, was die Arbeit sehr abwechslungsreich macht. Verbesserungspotenzial besteht jedoch in der Verteilung der Aufgaben, die manchmal ungleichmäßig erscheint, sowie ein klares Ziel. Viele Aufgaben werden für die Schublade abgearbeitet. Ein breiteres Projektfeld im Geschäftsbereich ITM wäre wünschenswert.

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Arbeitgeber-Kommentar

Lisa Bansen, Referentin Employer Branding
Lisa BansenReferentin Employer Branding

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so ausführlich und differenziert zu schildern.
Uns ist es ein zentrales Anliegen, für alle Mitarbeitenden ein Umfeld zu schaffen, in dem Wertschätzung und respektvolles Miteinander gelebt werden und alle Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit haben, eine gesunde Work-Life-Balance zu leben.
Es ist sehr schade zu lesen, dass du wenig positive Erfahrungen im Punkt Kollegenzusammenhalt erlebt hast. Vor allem das Zusammenkommen zu regelmäßigen Anlässen aus unterschiedlichen Standorten und dem Homeoffice heraus nutzen wir gern, um diesen zu fördern und unabhängig von der Zusammenarbeit sowohl teamintern als auch darüber hinaus Zeit miteinander zu verbringen.
Wenn du gern das Gespräch zu spezifischen Themen suchen möchtest, um im direkten Austausch an den Stellen zu arbeiten, zu denen zu Optimierungsvorschläge hast, sind wir jederzeit offen dafür!
Liebe Grüße,
Lisa vom HR-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.