Was einst für Offenheit und Vertrauen stand, enttäuscht heute
Gut am Arbeitgeber finde ich
Regelmäßige Teamevents, gemeinsames Sommerfest und traditionelle Verkleidungs-Weihnachtsfeier, gesponserter Wiesn-Tisch, Firmenpool-Wagen, den man privat bis zu 100km im Monat nutzen darf, vergünstigte Mitarbeiter Rabatte, Corporate Benefits oder ein wöchentlicher Englischkurs für verschiedene Levels. Das alles ist toll und hat immer zu einem tollen Miteinander und Wohlfühlort geführt.
Wir haben gewählte Vertrauenspersonen, die immer ein offenes Ohr haben, aber auch sonst gibt es immer einen Kollegen, der sich für dich Zeit nimmt.
Die Kollegen sind wirklich wie eine Festung und man versucht gerade, sich gegenseitig Halt zu geben. Bisher waren wir geprägt von Offenheit, Zuverlässigkeit, Motivation, Ehrlichkeit und einem wertschätzenden Miteinander.
Ich liebe unsere Values:
#beoneteam
#becourageous
#bepioneeringinspirit
#beatthehelm
#bethebestversionfromyou
Was ist davon geblieben? Was passiert hier gerade? Ich bin sprachlos.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Holiday Extras war bisher eine Herzensangelegenheit. Eine Firma, in der sich jeder wohlfühlen konnte und auf dessen Bedürfnisse eingegangen wurde. Mit so einer großen und einschneidenden Veränderung, leidet so einiges.
Dass ich sowas mal schreibe, wäre mir in 100 Jahren nicht eingefallen.
Verbesserungsvorschläge
Was gerade passiert, tut einfach nur im Herzen weh.
Ein motiviertes Team, was sich über Jahre hinweg entwickelt und etabliert hat: Man kennt die technischen Hürden, man kennt Arbeitsabläufe aus dem FF und trotzdem gab es ständig neue Ideen, weil jeder wollte, dass es konstant weiter bergauf geht.
Hier so eine Klatsche zu erhalten, ist die pure Enttäuschung.
Ich wünsche mir ein starkes, glückliches und zufriedenes Team zurück und das ist auch meine Erwartungshaltung an den Arbeitgeber. Steht für euer Team ein, mit dem ihr jahrelang Erfolge erzielt und den Spirit gefeiert habt. Von dem ist kaum mehr was übrig.
Arbeitsatmosphäre
Die jüngsten Änderungen muss ich hier leider mit rein nehmen, sonst wären es sicher keine 2* gewesen.
Holiday Extras Deutschland war immer geprägt von einem sehr offenen Miteinander und einer herzlichen, verständnisvollen Kultur. Es wurde auf jeden einzelnen individuell eingegangen und Lösungen geschaffen, damit sich jeder wohlfühlt. Durch die komplette Abschaffung von Home Office leidet jeder, der psychische oder physische Einschränkungen hat, aber auch die, die zB mit Kind oder Hund sich ihr Leben aufgebaut oder weitere eigene Gründe haben. Man kann in Ausnahmefällen Home Office beantragen, doch sind wir ehrlich, das wird selektiv genehmigt werden.
Zum zweiten Jahr in Folge wurden von der Muttergesellschaft in England zu hohe Ziele gesetzt, die aufgrund internen Hürden/technischen Problemen und dem Markt an sich, nicht erreichbar sind. Home Office dafür verantwortlich zu machen ist nicht zielführend. In Ruhe zu Hause auch arbeiten zu können, ist für jede Firma ein Plus.
Die ganze Atmosphäre war die letzten Wochen bereits schon angespannt, da viele Aufgaben der Kollegen an indische Subunternehmer gehen und ein Stellenabbau befürchtet wurde.
Image
Innerhalb der Branche ist ein positives Image da, außerhalb kennt Holiday Extras kaum jemand.
Die Firma setzt sich stark für Diversität ein und hat dies in diesem Jahr bereits zum dritten Mal mit eigenen Wagen beim Pride-Umzug in München unterstützt, was ich für ein gutes und wichtiges Zeichen halte.
Work-Life-Balance
Nach Wegfall von Home Office sehe ich da keine gute Balance mehr. Flexible Arbeitszeiten werden angeboten, 10-16 Uhr sind gesetzt, was jetzt nicht so flexibel ist. Arzt Termine, etc. können immer wahrgenommen werden.
Es gab vor 2 Jahren für alle Führungskräfte ein Mental Health Training über mehrere Wochen. Hier hätte ich mir sehr gewünscht, dass Gelerntes in so einer für alle belastenden Situation, mehr angewendet wird.
Im Tourismus geht man schon den Kompromiss ein, beim Gehalt Einschränkungen in Kauf zu nehmen, da das Drumherum ausgleicht. Doch jetzt ist es eine sehr große Herausforderung, seinen Alltag zu meistern.
Es kostet deutlich mehr Zeit, bei einigen Benzin, Mittagessen kaufen, etc., was mit Remote Arbeit entlastender ist. So einen Rückschritt hätte ich niemals erwartet.
Karriere/Weiterbildung
Wirklich toll unterstützt HR bei Weiterbildungen. Hier habe ich noch nicht mitbekommen, dass etwas nicht genehmigt wurde.
Karriere machen ist seit den neuen Strukturen mit England deutlich schwieriger, auch Nachbesetzungen müssen erst von dort genehmigt werden, obwohl die Stelle ja bereits besetzt war. Dadurch bleibt für Kollegen viel Mehrarbeit liegen, da oftmals abgelehnt wird oder der Prozess sich monatelang zieht. Aber auch das haben wir aufgefangen, oftmals mit Augen zu und durch, kriegen wir auch hin.
Gehalt/Benefits
Jeder, der bei Holiday Extras arbeitet, ist nicht wegen dem Geld dort. Sich für eine Firma zu entscheiden, die ortsunüblich zahlt (mittlerweile auch nicht mehr marktüblich), spricht sehr für die Firma.
Doch es bröckelt und man fragt sich, wie viel noch kommen muss, um das weiter mitzumachen. Es gibt Abteilungen, die sind seit der Pandemie stark unterbesetzt, aber es interessiert keinen.
- Urlaub mit 27 Tagen plus Geburtstagsfrei ist solide, aber nicht weltbewegend
- Toll ist, dass du ab 5 Jahren Zugehörigkeit Sonderurlaub erhältst
- Jedes Jahr bis zu 2 Wochen Workation
- Die Sprachen-Lern-App Babbel, was ich super finde
- Es gibt kein Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld
- Jede Woche ein freier Döner
- Eine solide Krankenzusatzversicherung
- Großzügige bAV Zuschüsse
- Yoga, Obst/Gemüse, verschiedene Milchsorten, Kaffee/Tee-Bar und immer mal Aufmerksamkeiten
- Wöchentlich eine Happy Time mit Bier/Spezi
- ein Laufband für etwas Bewegung, was sehr rege genutzt wird
Leider erhalten wir keinen Bonus zum zweiten Mal in Folge, was ebenfalls demotivierend ist. Ich würde sagen, zu viel negative Veränderung auf einmal.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für eine Firma, die darauf angewiesen ist, dass Menschen das Flugzeug/Kreuzfahrtschiff nutzen und dazu noch ein Auto haben, tun wir auf der anderen Seite viel zu wenig für die Umwelt. Es gab Pläne, aus Zeit- und Kostengründen passiert da seit Januar 2024 nichts mehr.
Und wenn jetzt alle Autofahr-Kollegen täglich ins Büro sollen, weiß jeder, was das heißt.
Kollegenzusammenhalt
Der ist wirklich sehr gut, es gibt keine Ellbogen Mentalität, sondern Unterstützung untereinander. Sicher hat man nicht zu jedem das engste Verhältnis, die Kollegen sind aber alle hilfsbereit, offen und freundlich. Und das ist gerade momentan die einzige Stütze, auf die man sich verlassen kann.
Umgang mit älteren Kollegen
Wir haben wenig ältere Kollegen, was meiner Einschätzung nach aber keine Absicht ist.
Was wir haben, sind sehr viele Kollegen, die zwischen 5-15 Jahren in der Firma beschäftigt sind, obwohl sie erst ca. 35-45 Jahre alt sind, was mir zeigt, dass die Firma sehr viel richtig gemacht hat die letzten Jahre.
Vorgesetztenverhalten
An einem wirtschaftlichen Standort wie München wird diese Art der Entwicklung (eher Rückschritt) nicht funktionieren.
Kein Vertrauen zu den Mitarbeitern, die zum größten Teil auch während Covid zur Firma gehalten haben und viele seit über mind. 5-15 Jahren hier arbeiten, ist meiner Ansicht nach eine komplette Fehlentscheidung. Es ist wie eine Klatsche nach der nächsten, die zur Zeit kommt und absolut inakzeptabel.
Arbeitsbedingungen
Das Büro in München ist sehr zentral an die U-Bahn angebunden, Parkplätze sind viel zu wenig, es gibt an frequentierten Tagen manchmal keine Chance mehr auf einen Parkplatz.
Das Großraumbüro ist modern eingerichtet, es gibt für alle MacBooks und große neue Bildschirme. Tische sind nicht höhenverstellbar, die teils sehr kaputten Stühle werden gerade repariert. Es gibt kaum Rückzugsorte, zu wenig Meetingräume und zu wenig Tische, um bei voller Auslastung allem gerecht zu werden, auch aus Sicht der Arbeitssicherheit und dem Ambiente.
Die Büroverkleinerung, um Kosten einzusparen. Und wir hatten alle Verständnis dafür, so wie wir alle anderen Entscheidungen gerne mitgetragen haben, um die Firma am Leben zu halten und weiter voranzugehen.
Seit Jahren gibt es bekannte Probleme mit den Fenstern, im Winter hat es teilweise nur 19 Grad im Büro, die Hausverwaltung es aber nicht hinbekommt. Auch die Heizung wärmt nur selektiv, im Winter schlimm. Es wurden einige Heizlüfter angeschafft.
Im Sommer gibt es eine Klimaanlage, die uns bei hohen Temperaturen schon oft dankbar Abkühlung bereitet hat.
Und genau das habe ich hier so geschätzt, es gab ein Problem, es wurde eine Lösung gefunden.
Kommunikation
Generell ist die Kommunikation gut. Eine gravierende Info, wie das Streichen von Home Office lapidar in einen Chat zu schreiben, finde ich sehr fragwürdig und auch ohne offene Kommunikation im deutschen Büro, nicht gut gelöst.
Interessante Aufgaben
Absolut. Es sind interessante Projekte und die Arbeit macht Spaß. Das ist sicherlich von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich und es gibt (wie überall) auch Aufgaben, die erledigt werden müssen, auch wenn sie einen nicht glücklich machen. Völlig normal und auch in Ordnung.
AI, also künstliche Intelligenz ist DAS Thema in der Firma und nichts wird so gefördert wie darin fit zu werden. Das ist super spannend, doch AI kann nicht alles ersetzen, schon gar nicht in unseren veralteten Systemen. Daher erstmal die Basis aufräumen und dann bahnbrechende Innovationen angehen.
In neue Themen kann man sich immer einbinden, es gibt meist ein offenes Ohr, vor allem, wenn man direkt den richtigen Ansprechpartner kennt. Das macht Mut und hat schon so manche, neue und tolle Projekte ins Leben gerufen.

