Schöne Fassade, schwierige Realität im Arbeitsalltag
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist das insgesamt professionelle Auftreten nach außen sowie das hochwertige Umfeld eines gehobenen Hotels. Der Gästekontakt war vielseitig und bot die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im Umgang mit internationalen Gästen zu sammeln.
Zudem konnte man in stressigen Situationen lernen, eigenverantwortlich zu arbeiten und schnell Lösungen zu finden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt angespannt und teilweise von respektlosem Umgang geprägt. Kommunikation erfolgte häufig in einem unangemessenen Ton, was das Arbeitsklima deutlich belastet hat.
Der Führungsstil wirkte autoritär und wenig transparent. Entscheidungen wurden oft ohne Einbindung der Mitarbeiter getroffen, wodurch ein Gefühl von fehlender Wertschätzung entstand.
Zudem bestanden erhebliche Defizite in der Organisation und Struktur, insbesondere im Bereich Arbeitszeiten und Dokumentation.
Kritisch hervorzuheben ist auch das Thema Arbeitssicherheit: Es fehlten grundlegende Maßnahmen wie ein klarer Flucht- bzw. Lageplan, definierte Sammelpunkte oder konkrete Anweisungen für den Ernstfall. Bei der Größe des Hauses wäre dies aus meiner Sicht zwingend erforderlich gewesen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr transparente Kommunikation, klare Strukturen und eine wertschätzendere Führungskultur wären dringend notwendig. Zudem sollte auf eine faire Behandlung aller Mitarbeiter sowie eine bessere Planbarkeit der Arbeitszeiten geachtet werden. Zeiterfassung wäre sehr zeitgemäß und wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt schwierig und teilweise toxisch. Es fehlte an klarer Kommunikation, Struktur und Fairness im Umgang mit Mitarbeitern. Entscheidungen wirkten oft willkürlich und wenig transparent. Gerade in stressigen Situationen wurde wenig Unterstützung geboten. Insgesamt hinterlässt das Unternehmen keinen professionellen Eindruck im Umgang mit Mitarbeitern.
Image
Das äußere Image wirkt hochwertig, entspricht jedoch nicht vollständig den tatsächlichen Arbeitsbedingungen im Inneren.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war unzureichend. Arbeitszeiten waren teilweise unplanbar und Belastungsspitzen wurden nicht ausreichend ausgeglichen.
Zusätzlich bekommt man vom Chef gesagt da man nichts arbeitet und nichts leistet.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten waren begrenzt und wurden nicht aktiv gefördert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt leicht über dem Durchschnitt, was grundsätzlich positiv ist. Allerdings fehlt es an transparenter und nachvollziehbarer Zeiterfassung.
Überstunden wurden nicht systematisch erfasst oder dokumentiert, sondern teilweise pauschal abgegolten. Eine klare und faire Nachvollziehbarkeit der geleisteten Arbeitszeit war dadurch nicht gegeben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dieses Thema spielte im Arbeitsalltag kaum eine erkennbare Rolle.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war teilweise gut, allerdings wurde dies durch die allgemeine Arbeitsatmosphäre und Führung negativ beeinflusst. Ein echtes Teamgefühl konnte sich dadurch nur eingeschränkt entwickeln.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang war grundsätzlich respektvoll, jedoch nicht besonders hervorzuheben im positiven Sinne.
Vorgesetztenverhalten
Der Umgang durch Vorgesetzte war häufig respektlos und unangemessen. Es kam wiederholt zu einem lauten, teilweise anbrüllenden Ton, der ein angespanntes und unangenehmes Arbeitsklima geschaffen hat.
Der Führungsstil wirkte insgesamt sehr autoritär und wenig wertschätzend. Eine offene, sachliche Kommunikation auf Augenhöhe hat aus meiner Sicht gefehlt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren teilweise belastend und organisatorisch nicht optimal. Strukturen fehlten oder wurden nicht konsequent umgesetzt.
In einem potenziellen Brandfall wäre ich als schichtführende Person völlig unvorbereitet gewesen: Es gab keinen Lageplan, keinen Sammelpunkt, keine Weste zur Kennzeichnung für die Feuerwehr und keinerlei klare Anweisungen zur Evakuierung. Bei über ca 250 Menschen im Haus und 105 Zimmern wäre man im Ernstfall schlicht handlungsunfähig gewesen. Auch die Haustechnik bestätigte, dass es keine Fluchtstruktur für solche Fälle gab.
Kommunikation
Kommunikation war unstrukturiert und oft widersprüchlich. Wichtige Informationen wurden teilweise nicht weitergegeben oder kurzfristig geändert. Dadurch entstanden unnötiger Stress und Unsicherheiten im Arbeitsalltag.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wurde nicht aktiv gefördert. Unterschiede im Umgang mit Mitarbeitern waren teilweise spürbar.
Vor allem Nicht-Deutsche bzw. Menschen die absolut keine Rechte kennen sind für diesen Betrieb sehr gerne gesehen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren abwechslungsreich, jedoch wurde das Potenzial durch die organisatorischen Mängel und die Arbeitsbedingungen stark eingeschränkt.