Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt kam immer pünktlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mein größtes Problem während der „Ausbildung“ war, dass mein Ausbildungsberuf laut Vertrag „ „Kaufmann für IT-Systemmanagement“ war, der tatsächlich ausgeübte Beruf jedoch eher dem des Fachinformatikers ähnelte. Zwar war ursprünglich geplant, mich neben der IT auch durch die kaufmännischen Abteilungen zu schicken, dennoch machte das die Ausbildung nicht zu einem IT-kaufmännischen Beruf.
Einen richtigen Ausbildungsplan (der eigentlich vorgeschrieben ist) gab es nicht – lediglich den allgemeinen Ausbildungsrahmenplan der IHK, der aber weder auf das Unternehmen angepasst war, noch wirklich abgearbeitet wurde. Er war einfach nur vorhanden.
Dieses Problem habe ich auch in den hohen Kreisen der Personalabteilung angesprochen. Das Gespräch verlief jedoch alles andere als professionell – eher nach dem Motto: „Was will ein Azubi jetzt hier von einer Managerin und wie kann er es nur wagen, sich zu beschweren?“ Ich habe das Gespräch geführt, weil ich die Hoffnung hatte, dass sich etwas ändert. Leider folgten auf die leeren Versprechen keine Taten. Deshalb habe ich mich letztendlich dazu entschieden, die Ausbildung nicht fortzuführen. Die Probleme waren auch bekannt da bei dem Azubi vor mir in der IT ähnliche Probleme auftraten, allerdings wurde nicht wirklich was geändert.
Verbesserungsvorschläge
Man sollte auf die Beschwerden von Mitarbeitern und Azubis eingehen und diese auch ernst nehmen – und nicht einfach sagen oder denken: „Wenn dir etwas nicht passt, kannst du ja kündigen.“
Arbeitsatmosphäre
Ich habe mich unter den Arbeitskollegen in der Abteilung sehr wohl gefühlt. Es gab auch andere Azubis im Unternehmen, allerdings in anderen Ausbildungsberufen. Zudem wurden regelmäßig Azubi-Meetings abgehalten
Karrierechancen
Ich wäre nach der Ausbildung wahrscheinlich übernommen worden, allerdings wäre damit auch Schluss gewesen – weder ein Aufstieg noch eine Weiterbildung wären in Aussicht gestanden. ( Dies varriert aber stark nach Abteilung)
Arbeitszeiten
Gleitzeit, 39 Stunden Woche
Ausbildungsvergütung
Es wird sich an den IG-Metall-Tarifen orientiert (wie bei allen Mitarbeitern), allerdings eben nur orientiert – was dazu geführt hat, dass meine Berufsschulkameraden, die in einem tarifgebundenen IG-Metall-Betrieb gearbeitet haben, deutlich mehr verdient haben
Die Ausbilder
Der Ausbilder war meistens bemüht, jedoch war der Ausbildungsberuf im Vertrag und der, der tatsächlich „ausgebildet“ wurde ein anderer
Spaßfaktor
Die Arbeitskollegen waren sehr korrekt und haben stets versucht, mir etwas beizubringen. Allerdings wurden sie immer wieder darauf hingewiesen, dass das nicht ihre Aufgabe sei. (Ich fragte mich jedoch immer, wenn mein Ausbilder keine Zeit hatte, mich auszubilden und meine Arbeitskollegen nicht dafür zuständig waren – wessen Aufgabe es dann letztendlich war.)
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben haben mir Spaß gemacht (auch die eher wenigen kaufmännischen Aufgaben). Allerdings gab es hierfür meistens keine Struktur oder Ähnliches – meistens hieß es einfach: ‚Hier, mach mal‘ und finde selbst heraus, wie es funktioniert. (Das ist zwar nicht immer schlecht, aber unter einer Ausbildung stelle ich mir etwas anderes vor).
Variation
Gab viele gleichbleibende Tägliche Aufgaben, aber auch immer wieder Sidequests (die einen mal mehr und mal weniger zum verzweifeln gebracht haben)
Respekt
Man kann sich eigentlich nicht beklagen, allerdings wird Gerüchten zufolge hinter dem Rücken über manche Mitarbeiter gelästert und Unwahrheiten verbreitet