Ihr Unternehmen?

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HS 
- 
Hamburger 
Software 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Potenzial vorhanden, aber wenig gelebte Diversität, zumindest im Vertrieb.

3,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei HS Hamburger Software in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich habe bei HS Hamburger Software im Vertrieb gearbeitet und sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht. Mein Ziel mit dieser Bewertung ist nicht, das Unternehmen schlechtzureden, sondern meine persönlichen Eindrücke ehrlich zu schildern und zukünftigen Bewerbern eine zusätzliche Orientierung zu geben.

Positiv hervorheben möchte ich die moderne technische Ausstattung, die digitalen Arbeitsprozesse sowie die Möglichkeit, regelmäßig im Homeoffice zu arbeiten. Auch die Gehaltszahlungen erfolgten stets pünktlich und die Sozialleistungen waren insgesamt gut. Mit vielen Kolleginnen und Kollegen außerhalb des Vertriebs habe ich zudem eine angenehme und wertschätzende Zusammenarbeit erlebt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitszeit entsprach aus meiner Sicht nicht vollständig den Erwartungen, die im Bewerbungsprozess vermittelt wurden. Dort wurde mit einer Kernarbeitszeit von 10 bis 16 Uhr geworben. Tatsächlich fanden im Vertrieb nach meiner Erfahrung an mindestens drei Tagen pro Woche verpflichtende Meetings bereits um 9 Uhr statt. Gleichzeitig wurde ich kritisiert, wenn ich meinen Arbeitstag um 16 Uhr beendet habe. Dadurch entstand für mich ein Widerspruch zwischen der kommunizierten und der tatsächlich gelebten Arbeitszeit.

Überstunden waren offiziell zwar nicht erwünscht, fielen nach meinem Eindruck jedoch regelmäßig an. Einen Ausgleich oder eine Vergütung habe ich dafür nicht erlebt.

Besonders belastend empfand ich den Umgang mit Krankheit und persönlichen Belastungssituationen. In dieser Zeit hätte ich mir deutlich mehr Unterstützung und Verständnis gewünscht. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass eher darauf hingewirkt wurde, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.

Das Ende meines Arbeitsverhältnisses während meiner krankheitsbedingten Abwesenheit habe ich persönlich als sehr enttäuschend empfunden.

Verbesserungsvorschläge

Nach außen vermittelt das Unternehmen ein modernes und offenes Bild. Im Vertrieb habe ich Diversität und Inklusion jedoch anders erlebt. Deshalb möchte ich insbesondere Bewerbern mit Migrationshintergrund empfehlen, sich im Vorstellungsgespräch auch ein Bild von der Teamkultur zu machen und gezielt Fragen zu diesem Thema zu stellen.

Die Führungskräfte sollten darin geschult werden durchsetzungsfähig zu sein und konsequent zu handeln. Die Duldung von diskriminierendem Verhalten innerhalb des Teams ist grobe Fahrlässigkeit.

Arbeitsatmosphäre

Die Geschäftsführung sowie die Personalabteilung ist bemüht eine gute Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten.

Die Vorgesetzten sind nett und in ihre Rollen "reingewachsen". Die Belegschaft wird als große Familie gesehen, dies hat Vor - und Nachteile. Auf diesen Punkt werde ich unter Vorgesetztenverhalten weiter eingehen.

Das Betriebsklima im Allgemeinen war ganz gut. Wie es aktuell ist, kann ich persönlich nicht mehr beurteilen.

Image

Das Image habe ich als gut empfunden. Die Bekanntheit war allerdings eher eingeschränkt. Mitarbeiter haben eher schlechter über HS gesprochen, als das Image.

Work-Life-Balance

Mit der Work-Life-Balance wurde ich damals überzeugt und habe mich daraufhin bei HS beworben. Urlaub auch relativ spontan zu nehmen, war nach Absprache mit Kollegen möglich. Es wurde mit einer Kernarbeitszeit von 10-16Uhr geworben. In der Realität war dies nicht wirklich möglich, da es an mindestens drei Tagen bereits Meetings um 09:00Uhr gab. Des Weiteren gab es keine Arbeitszeiterfassung, sondern Vertrauensarbeitszeit. Grundsätzlich etwas sehr positives, vor allem im Vertrieb. Leider kam es dadurch dazu, dass man bei Mehrarbeit, die im Vertrieb schnell anfallen kann, keine Möglichkeit hat, diese Stunden ausbezahlt oder angerechnet zu bekommen.
Als ich frisch mit meiner Tätigkeit begonnen habe, wurde ich von einigen Kolleg:innen schief angeschaut wenn ich um 16Uhr Feierabend gemacht habe, obwohl Überstunden unerwünscht sind und die Führungskraft dies erlaubt hat. Es gab einige Veranstaltungen die außerhalb der Arbeitszeit stattgefunden haben. Teilweise gingen diese bis in die Nacht und waren bis zu einer bestimmten Uhrzeit freiwillig. Dennoch bekam man den Unmut von einigen Kollegen ab, wenn man zu früh nach Hause ging.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt einige Beispiele dafür, dass langjährige Mitarbeiter Abteilungen wechseln konnten und neue Tätigkeiten ausüben durften. Eine vernünftige Weiterbildungs-Academy und ein Budget für die Weiterentwicklung von Mitarbeitern hat mir gefehlt. Allerdings war ich auch nicht lange im Unternehmen. Eine Persönlichkeitsentwicklung, sowie ein offenes Mindset habe ich bei den meisten langjährigen Mitarbeitern nicht wahrnehmen können.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist Verhandlungssache. In meinem Fall solide. Die Gehälter wurden pünktlich bezahlt. Im Vertrieb wurde eine jährliche Provision ausgezahlt, die Höhe war Abhängig von der Leistung des gesamten Vertriebsteams.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird versucht weitestgehend auf Papier zu verzichten, was ich sehr gut finde. Statt einem Dieselfahrzeug wurde das erste Mal ein Plug-In Hybrid als Firmenfahrzeug angeschafft.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt Kollegen die ehrlich und fair miteinander umgehen. Leider gibt es auch Kollegen auf die das Gegenteil zutrifft.

Umgang mit älteren Kollegen

Da viele ältere Arbeitskollegen schon seit mehreren Jahrzehnten angestellt sind und die meisten Kollegen im Vertrieb ebenfalls schon älter sind, gehe ich davon aus, dass diese gut behandelt werden.

Vorgesetztenverhalten

Zum einen sind Führungskräfte nett und nahbar. Man hat den Eindruck, dass man sich anvertrauen kann.
Zum anderen fehlt es allerdings an Durchsetzungsvermögen und Zurechtweisung von Mitarbeitern die sich nicht korrekt verhalten. Es wird zu viel Nachsicht gezeigt, sodass Unmut im Team entsteht.

Arbeitsbedingungen

Die Räume waren gut ausgestattet, die Technik solide. Zwei Bildschirme pro Arbeitsplatz. Leider keine höhenverstellbaren Tische. Leider keine Klimaanlage, sodass es im Sommer vor allem für Allergiker relativ ungemütlich werden kann. Vor den Fenstern sind viele Bäume, sodass die Räume sich mit Pollen füllen.

Kommunikation

An einigen Stellen wird ausreichend kommuniziert, (regelmäßige Mitarbeitergespräche) an anderen Stellen wird zu oft und ineffizient kommuniziert. Es gibt zu viele unproduktive Meetings, die sehr viel Zeit kosten.

Gleichberechtigung

Aus meiner Sicht war der Vertrieb sehr homogen besetzt und ich habe dort kaum kulturelle Vielfalt erlebt. Als Mitarbeiter mit Migrationshintergrund hatte ich häufig das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Ich habe Situationen erlebt, die ich als Vorurteile oder subtile Ausgrenzung empfunden habe. Das ist meine persönliche Wahrnehmung, sie hat mein Arbeitsklima jedoch deutlich beeinflusst.

Interessante Aufgaben

Ich kann mich nur auf den Vertrieb beziehen: Der Verkauf von Software und die Begleitung von Projekten kann spannend und erfüllend sein.

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Arbeitgeber-Kommentar

Julia Kurz

Liebe/r Ex-Kollege/in,

vielen Dank für dein offenes Feedback.
Die angesprochenen Punkte zu Arbeitszeiten und Teamkultur nehmen wir ernst. Durch den Zusammenschluss zur Infoniqa Gruppe wird HS in diesen Bereichen enorm profitieren: echte Flexibilität, klare Strukturen und eine inklusive Kultur sind dort fest verankert.
Wir wünschen dir alles Gute!

Viele Grüße
Julia Kurz
Head of Group Recruiting

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.