Nicht empfehlenswert!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die Tätigkeit selbst sowie das fachliche Umfeld. Einzelne Themenbereiche des Unternehmens bieten interessante Herausforderungen und motivierende Aufgaben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ fällt vor allem die Führung durch die Vorstände auf, die als problematisch und nicht empfehlenswert eingeschätzt wird. Der Umgang zwischen Mitarbeitenden sowie unter Kollegen ist von Misstrauen und Konkurrenz geprägt. Ein echtes Teamgefühl existiert nicht und ist derzeit auch nicht absehbar.
Verbesserungsvorschläge
Wesentliche Verbesserungen erfordern eine gezielte Schulung der Vorstände in Personalführung. Der zuständige Vorstand im Bereich Betrieb beeinträchtigt die Mitarbeitendenzufriedenheit und wirkt sich langfristig negativ auf das Unternehmen aus. Solange sich an dieser Führungsstruktur nichts ändert, sind positive Veränderungen für das Team nicht zu erwarten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist seit längerer Zeit deutlich beeinträchtigt. Das Verhältnis unter den Mitarbeitenden ist von Misstrauen und negativer Kommunikation geprägt; abwertende Äußerungen übereinander sind keine Ausnahme. Der Umgang wirkt überwiegend oberflächlich und wenig authentisch. Die angespannte Stimmung ist im Büroalltag klar wahrnehmbar, wird jedoch nicht offen angesprochen oder aufgearbeitet.
Image
Das externe Image des Unternehmens als Arbeitgeber entspricht nicht der internen Realität. Nach außen wird eine positive, offene Unternehmenskultur vermittelt, die im Arbeitsalltag nicht spürbar ist. Hinsichtlich des Unternehmensservices für Kunden ist das Unternehmen als solide Versicherung einzuschätzen, als Arbeitgeber jedoch spiegeln die gelebten Strukturen und die Stimmung unter den Mitarbeitenden dieses Bild nicht wider. Zwar gibt es positive Aspekte wie Work-Life-Balance oder Zusatzleistungen, diese reichen jedoch nicht aus, um ein insgesamt positives Arbeitsgefühl zu erzeugen. Ein erheblicher Teil der Belegschaft ist unzufrieden und orientiert sich langfristig nach alternativen Arbeitgebern. Die hier veröffentlichten Bewertungen spiegeln nach Einschätzung der Mitarbeitenden nicht die tatsächliche Situation wider.
Work-Life-Balance
Es besteht die Möglichkeit, bis zu 40 % im Homeoffice zu arbeiten, was grundsätzlich positiv zu bewerten ist. Im Vergleich zu anderen Unternehmen stellt dies jedoch keinen überdurchschnittlichen Vorteil dar. Der bestehende Homeoffice-Anteil wird regelmäßig betont und als besondere Leistung kommuniziert, verbunden mit dem impliziten Hinweis auf Dankbarkeit. Dadurch entsteht der Eindruck, dass diese Regelung weniger als selbstverständlicher Bestandteil moderner Arbeitsmodelle verstanden wird, sondern mit einem spürbaren Vorbehalt vermittelt wird.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten werden offiziell stark betont, spiegeln sich in der Praxis jedoch kaum wider. Das Unternehmen verfügt über keine Personalabteilung, und eine solche ist auch nicht geplant. Zwar soll die Mitarbeiterzahl wachsen, intern erfolgt jedoch keine systematische Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Einzelne Führungspositionen, wie ein Teamleiter, existieren, Titel werden gelegentlich vergeben, dienen jedoch überwiegend der kurzfristigen Motivation einzelner Mitarbeitender und haben keinen Einfluss auf echte Aufstiegsmöglichkeiten. Insgesamt sind strukturierte Karrierepfade und gezielte Weiterbildungsangebote praktisch nicht vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Ein echter Kollegenzusammenhalt ist nicht erkennbar. Zwar bestehen vereinzelt engere Beziehungen, ein gemeinschaftliches Teamgefühl fehlt jedoch. Stattdessen wird Vertrauen primär nach oben eingefordert, nicht jedoch unter den Mitarbeitenden gefördert. Dieses Umfeld begünstigt Konkurrenzdenken und opportunistisches Verhalten, bei dem Mitarbeitende versuchen, sich individuell besser zu positionieren. Der Umgang miteinander ist dadurch von Misstrauen geprägt, was eine offene und kollegiale Zusammenarbeit nachhaltig beeinträchtigt
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der beiden Vorstände wirkt uneinheitlich, folgt jedoch einem klar erkennbaren Muster. Ein Vorstand tritt operativ stark in Erscheinung und kommuniziert überwiegend von oben herab. Mitarbeitende spüren deutlich, wenn sie nicht gemocht werden, und erhalten das Gefühl, dass ihre Position im Unternehmen nicht gewünscht ist.
Der zweite Vorstand tritt nach außen zurückhaltender auf und vermittelt den Eindruck, von diesen Vorgängen keine Kenntnis zu haben. Insgesamt ergibt sich kein konsistentes, wertschätzendes oder transparentes Führungsverhalten.
Dieses Verhalten ist unter den Mitarbeitenden bekannt, dennoch traut sich kaum jemand, es offen anzusprechen. Dies spiegelt sich auch in den internen Diskussionen über Bewertungen wider: Viele Mitarbeitende fragen sich, wie bestimmte Bewertungen zustande kommen, da diese keinesfalls die tatsächliche Situation im Unternehmen widerspiegeln.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt gut. Das Unternehmen ist vor einigen Monaten in ein großes, modernes Büro gezogen, in dem alle Mitarbeitenden auf einer Etage arbeiten. Trotz der räumlichen Verbesserung hat dies die grundsätzliche Arbeitsatmosphäre nicht verändert.
Kommunikation
Trotz wiederholter Initiativen zur Verbesserung von Kommunikation und Respekt sind keine nachhaltigen Veränderungen erkennbar. Die Kommunikation ist überwiegend hierarchisch und von oben herab geprägt. Entscheidungen werden vorgegeben, Mitspracherechte bestehen überwiegend nur formal und haben keinen tatsächlichen Einfluss auf die Entscheidungsfindung.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist im Unternehmen nur eingeschränkt spürbar. Neben deutlichen Unterschieden in der Behandlung von Mitarbeitenden nach Sympathie zeigt sich auch ein geschlechtsspezifisches Muster: Die Führung ist stark männerlastig, und bei der Aufgabenverteilung ist erkennbar, dass Frauen vergleichsweise weniger zentrale Rollen erhalten. Die Haltung des Vorstands trägt dazu bei, dass diese Strukturen fortbestehen und sichtbar bleiben.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im Unternehmen sind fachlich anspruchsvoll und bieten interessante Herausforderungen. Die Tätigkeit selbst ist motivierend und erfüllend und stellt einen wesentlichen positiven Aspekt der Arbeit dar.


