Die „schöne“ Fassade beginnt sichtbar zu bröckeln
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt viele kleine Benefits wie mobiles Arbeiten, Gleitzeit, Jobrad, Zuschuss zum Deutschlandticket. All das gleicht aber die schlechte Bezahlung und die Arbeitsatmosphäre nicht mehr aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Geschäftsführung und der Teil der Verwaltung mit Personalaufgaben muss seinen Aufgaben endlich gerecht werden. Wir können es uns nicht mehr erlauben Führungslos umherzuirren und auf dem Weg alle guten und motivierten Mitarbeitenden (inkl. Führungskräfte) zu verlieren.
Der zwanghafte Versuch aus dem Institut ein Forschungsinstitut zu machen. Wir waren immer Dienstleister und hier liegen auch unsere Kompetenzen und damit verdienen wir auch unser Geld. Wer forschen möchte sollte lieber an eine Uni gehen.
Verbesserungsvorschläge
Die Geschäftsführung und der Teil der Verwaltung mit Personalaufgaben, sollte anfangen auch so zu arbeiten oder aber die Stellen müssen kompetent neu besetzt werden. Gefühlt sind wir führungslos. Auch sollte davon Abstand genommen werden zwanghaft aus dem Institut ein Forschungsinstitut zu machen. Wir sind nun mal ein Dienstleistungsunternehmen und damit verdienen wir auch unser Geld. Die Kommunikation muss deutlich transparenter gehalten werden, gleichzeitig dürfen vertrauliche Themen aber nicht aus einem bestimmten Personenkreis nach außen in den Flurfunk geraten. Man sollte sich realistische Ziele setzen und die großen Probleme angehen und sich auch einmal trauen etwas zu investieren. Ein Quartalskuchen, auch wenn das ein angenehmeres Thema ist, hilft da leider nicht und dahinter kann man sich auch nicht verstecken.
Arbeitsatmosphäre
Sie wird zunehmend schlechter. Die Geschäftsführung versucht die Mitarbeiter mit Quchen (ja, das heißt wirklich so…), Plätzchen, die einmal im Quartal im Büro des Geschäftsführers an die Mitarbeitenden ausgegeben werden (sogar in der Arbeitszeit!), bei Laune zu halten. Die eigentlichen Probleme, zum Beispiel, dass innerhalb eines halben Jahres drei junge und motivierte Abteilungsleiter aus einem Fachbereich gekündigt haben, scheint ignoriert zu werden.
Image
Nach außen hin vermutlich noch gut, da das Institut über Jahrzehnte einen guten Ruf aufgebaut hat. Aber gefühlt wird es immer chaotischer und die Qualität der Dienstleistungen nimmt ab, sodass das Bild auch nach außen hin nicht mehr ewig aufrecht gehalten werden kann. Die Kündigungen in auf der Abteilungsleiterebene werden sicherlich noch dazu beigetragen haben.
Work-Life-Balance
Das kommt auf den eigenen Anspruch an. Man kann ein sehr entspanntes Leben haben, da es selten Konsequenzen gibt. Wer etwas erreichen möchte kann sich aber auch bis ins Burnout (diese Fälle gab und gibt es leider) arbeiten, da zwar von der Geschäftsführung immer Unterstützung versprochen wird, diese aber nie eintritt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind gewünscht und werden gefördert. Wer aber Ambitionen hat und etwas erreichen möchte, kündigt früher oder später, da die Uhren am Institut noch immer sehr sehr langsam laufen und jegliche Motivation etwas zu ändern langsam aber sicher erstickt wird.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist insgesamt sehr niedrig (ca. 20% unter dem TVÖD). Es wurde zwar angepeilt bis 2029 sich an den TVÖD anzugleichen, aber jeder weiß, dass dieses öffentlich ausgesprochene Ziel, utopisch, da wir niemals so eine so starke Gewinnsteigerung erreichen werden. Dies ist schlichtweg Träumerei der Geschäftsführung. Jene, die im oberen Teil der Hausinternen Tariftabelle sind, kommen gut über die Runden, auch wenn sie woanders deutlich mehr verdienen würden. Diejenigen, die sich aber im unteren Teil der Tabelle wiederfinden, sind im wahrsten Sinne des Wortes arm dran. Wer womöglich alleine wohnt und alle Kosten alleine Tragen muss, kann sich oft trotz Vollzeitjob keinen kleinen Urlaub im Jahr erlauben, was ich schon oft mitbekommen habe und sehr traurig finde.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen hin bemüht man sich aber hier wird auch zum Teil Green-washing betrieben. Beispiel: Es wird mit Hybriedfahrzeugen in der Flotte „geworben“. Es gibt 2-3 Hybridautos von vllt. 20-25 Autos. Es gibt eine sehr langsame Ladesäule, die auch defekt ist. Diese Säule reicht aber nicht dafür aus, dass die Außendienstmitarbeiter ihr Auto in der Zeit, in der sie im Institut sind, zu laden. Ansonsten fahren die meisten mit zum Teil sehr alten und ineffizient Verbrennern.
Kollegenzusammenhalt
Ist in den meisten Abteilungen und auch zwischen den Abteilungen, so wie ich es mitbekomme, meist sehr gut und oft der einzige Grund, warum nicht gekündigt wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Innerhalb der Kollegen einwandfrei. Allerdings zeigt die Geschäftsführung und der für Personal zuständige Teil der Verwaltung gerade bei z.B. Kündigungen langjähriger Mitarbeiter oder bei denen, die in den Ruhestand gehen, viel zu wenig Wertschätzung.
Vorgesetztenverhalten
Die meisten versuchen menschlich und fair zu sein.
Arbeitsbedingungen
Momentan eher schlecht. Die Motivation ist aufgrund der vielen kleinen und großen Probleme und Baustellen, die neu aufgemacht werden, am Tiefpunkt. Auch hapert es noch an gescheiter Hardware, woran aber nun zum Glück endlich konsequent gearbeitet wird. Man muss nur Geduld mitbringen, da am Hygiene-Institut alles drei Mal so lange dauert wie normal.
Kommunikation
Das einzige, was halbwegs gut funktioniert, ist der Flurfunk. Hier werden aber auch schon mal vertrauliche Sachen weiter getragen, wo man nicht weiß, wie sie es in den Flurfunk geschafft haben. Es gibt zwar nun „regelmäßige“ Betriebsversammlungen aber hier wird sich teilweise widersprochen oder zurückgerudert, was die Mitarbeitenden nur verunsichert, frustriert und auf Dauer demoralisiert.
Gleichberechtigung
Es werden keine Unterschiede genacht
Interessante Aufgaben
Das kommt auf den Aufgabenbereich an. Es gibt neue und spannende Methoden aber auch langweilige Routine, was aber normal ist und überall vorzufinden ist.
