Fachlich interessante Aufgaben, jedoch deutlicher Verbesserungsbedarf bei Arbeitsbelastung und Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
* Kollegiales und unterstützendes Miteinander, insbesondere unter langjährigen und erfahrenen Mitarbeitenden
* Insgesamt respektvoller Umgang innerhalb der Teams sowie gegenüber älteren Kolleginnen und Kollegen
* Vielseitige, abwechslungsreiche und fachlich interessante Aufgaben im Support- und Leitungsumfeld
* Möglichkeit, innerhalb eines begrenzten Rahmens Verantwortung zu übernehmen und sich in Führungspositionen weiterzuentwickeln
* Gute Zusammenarbeit und starker Zusammenhalt innerhalb der Teams
* Vorhandene Zusatzleistungen wie Jobrad, vermögenswirksame Leistungen und Zuschüsse zum Deutschlandticket
* Erste Ansätze im Bereich Umweltbewusstsein, beispielsweise durch Mobilitätsangebote und teilweise Nutzung von E-Fahrzeugen
* Grundsätzlich vorhandenes Bewusstsein für Gleichberechtigung und respektvollen Umgang im Unternehmen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* Hohe und dauerhaft belastende Arbeitsbelastung mit regelmäßigen Überschreitungen der Arbeitszeitregelungen
* Eingeschränkte Work-Life-Balance durch zusätzliche Bereitschaftsdienste, Wochenendarbeit und fehlende flexible Arbeitszeitmodelle
* Aus Mitarbeitersicht teilweise zu geringe Personalbesetzung, wodurch zusätzlicher Druck und Überforderung entstanden
* Stark druckorientierter Führungsstil in einzelnen Bereichen
* Teilweise fehlende Verlässlichkeit bei mündlichen Vereinbarungen und Absprachen
* Wenig offene und transparente Kommunikation innerhalb des Unternehmens
* Begrenzte Unterstützung bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
* Karriereentwicklungsmöglichkeiten nur in eingeschränktem Umfang vorhanden
* Vergütung im Verhältnis zu Verantwortung und Arbeitsaufwand ausbaufähig
* Vergleichsweise wenige zusätzliche Sozialleistungen und familienunterstützende Angebote
* Hoher Krankenstand sowie erhöhte Fluktuation innerhalb der Belegschaft
* Wahrnehmbarer Rückgang des Unternehmensimages in den vergangenen Jahren
* Teilweise fehlende zeitliche Ressourcen, um Aufgaben nachhaltig und qualitativ hochwertig bearbeiten zu können
Verbesserungsvorschläge
* Konsequente Einhaltung gesetzlicher Arbeitszeitregelungen sowie nachhaltige Reduzierung von Überstunden und dauerhafter Mehrbelastung
* Verbesserung der Personalplanung und personellen Ausstattung zur Entlastung der Mitarbeitenden und Senkung des Krankenstands
* Einführung flexiblerer Arbeitszeitmodelle, beispielsweise Gleitzeit, zur Förderung der Work-Life-Balance
* Überprüfung und Reduzierung von Bereitschafts- und Wochenenddiensten, um langfristige Mitarbeiterzufriedenheit sicherzustellen
* Förderung einer offenen, transparenten und nachvollziehbaren Kommunikationskultur innerhalb der Abteilungen und zwischen Führungsebene und Mitarbeitenden
* Verlässliche Dokumentation und Einhaltung von getroffenen Vereinbarungen und Absprachen
* Weiterentwicklung der Führungskultur hin zu einem wertschätzenderen und weniger druckorientierten Umgang mit Mitarbeitenden
* Stärkere Unterstützung bei Fort- und Weiterbildungen, einschließlich zeitlicher und finanzieller Förderung durch den Arbeitgeber
* Ausbau klarer Karriere- und Entwicklungsperspektiven innerhalb des Unternehmens
* Anpassung der Vergütungsstrukturen an Verantwortung, Arbeitsbelastung und branchenübliche Standards
* Ausbau sozialer Zusatzleistungen, beispielsweise familienunterstützende Angebote oder erweiterte Benefits
* Weiterentwicklung von Maßnahmen im Bereich Gleichberechtigung und Chancengleichheit
* Stärkung des Unternehmensimages durch nachhaltige Verbesserungen in Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur
* Erhalt und Förderung des positiven Teamzusammenhalts sowie der wertschätzenden Zusammenarbeit unter erfahrenen Mitarbeitenden
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des Teams , besonders unter langjährigen Kollegen:innen ,herrscht ein gutes und kollegiales Miteinander. Der Umgang untereinander war überwiegend respektvoll und unterstützend.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil des Abteilungsleiters war aus meiner Sicht stark druckorientiert. Dadurch entstand häufig zusätzlicher Stress im Arbeitsalltag.
Image
Das Image der Firma war aus meiner Sicht noch vor etwa drei Jahren deutlich besser. Besonders im letzten Jahr hat sich der Eindruck intern wie extern massiv verschlechtert – gefühlt „from hero to zero“.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war aus meiner Sicht kaum vorhanden. Gründe dafür waren unter anderem regelmäßige Bereitschaftsdienste von bis zu fünf Stunden zusätzlich zum normalen Acht-Stunden-Arbeitstag, Wochenenddienste, fehlende Gleitzeitmodelle sowie eine aus meiner Sicht zu geringe Personalbesetzung. Was dazu führt das einzelne Mitarbeiter teilweise 2-3 Wochen am Stück durch gearbeitet haben.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklungsmöglichkeiten waren in einem begrenzten Rahmen vorhanden, beispielsweise mit Perspektiven auf Führungspositionen innerhalb einzelner Abteilungen. Weiterbildungsmaßnahmen mussten jedoch überwiegend eigeninitiativ und häufig außerhalb der regulären Arbeitszeit organisiert werden. Seitens des Arbeitgebers gab es hierfür nur eingeschränkte Unterstützung.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt sollte aus meiner Sicht für die Anforderungen und die Branche deutlich höher ausfallen. Positiv hervorzuheben sind Sozialleistungen wie Jobrad, vermögenswirksame Leistungen sowie Zuschüsse zum Deutschlandticket.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zum Umweltbewusstsein lässt sich aus meiner Sicht nur begrenzt etwas sagen. Positiv sind Angebote wie ein Jobrad, Zuschüsse zum Deutschlandticket sowie teilweise die Bereitstellung von E-Fahrzeugen für Mitarbeiter hervorzuheben.
Im sozialen Bereich gab es vermögenswirksame Leistungen, allerdings beispielsweise keine Zuschüsse zu Kita-Kosten oder vergleichbare familienunterstützende Leistungen. Insgesamt waren aus meiner Sicht nur wenige zusätzliche soziale Angebote vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den erfahrenen Kollegen war sehr gut. Man konnte sich gegenseitig unterstützen und austauschen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeiter wurden insgesamt respektvoll behandelt und wertgeschätzt zumindestens von jüngeren Kollegen. Von Vorgesetzten kann das Verhalten nur bedingt beurteilt werden.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil des Abteilungsleiters war aus meiner Sicht stark druckorientiert. Dadurch entstand häufig zusätzlicher Stress im Arbeitsalltag. Zudem hatte ich den Eindruck, dass mündliche Vereinbarungen, sofern sie nicht schriftlich festgehalten wurden, häufig nicht eingehalten wurden. Absprachen wurden aus meiner Sicht teilweise später nicht mehr berücksichtigt oder vergessen, was die Zusammenarbeit zusätzlich erschwerte.
Auch das defensive Verhalten des Geschäftsführers führte immer wieder zu dem Gefühl nicht gesehen oder wertgeschätzt zu werden.
Arbeitsbedingungen
Arbeitszeitgesetze wurden meiner Erfahrung nach regelmäßig überschritten beziehungsweise nicht konsequent eingehalten. Das führte langfristig zu einer hohen Belastung. Aus meiner Sicht haben die dauerhaft hohen Anforderungen und die Arbeitsbelastung auch dazu beigetragen, dass viele Kollegen das Unternehmen verlassen beziehungsweise gekündigt haben. Zudem war der Krankenstand im Team entsprechend hoch.
Kommunikation
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen empfand ich als schwierig sowie wenig offen und transparent. Informationen wurden teilweise unklar oder verspätet weitergegeben, was die Zusammenarbeit zusätzlich erschwerte.
Gleichberechtigung
Die Gleichstellung im Unternehmen ist grundsätzlich vorhanden, bietet jedoch noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Interessante Aufgaben
Die Support- und Leitungsaufgaben waren vielseitig und fachlich interessant. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens und des ständigen Zeitdrucks blieb jedoch oft zu wenig Zeit, um die Aufgaben in Ruhe und mit der nötigen Qualität zu bearbeiten, wodurch teilweise Überforderung entstand.


