Viel Fassade, wenig Substanz, technisch interessante Projekte – kulturell & strukturell deutlicher Verbesserungsbedarf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Team auf operativer Ebene ist hilfsbereit und hält gut zusammen. Viele Kolleg:innen unterstützen sich gegenseitig und machen das Beste aus den oft schwierigen Rahmenbedingungen.
Moderne Branche mit einem grundsätzlich spannenden Geschäftsfeld (erneuerbare Energien, Solarprojekte).
Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen – allerdings meist aus der Not heraus, weniger als gezielte Förderung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mangelnde Struktur, fehlende Prozesse, operative Überforderung auf vielen Ebenen.
Führung ist häufig unprofessionell – Entscheidungen wirken willkürlich, Kritik wird persönlich genommen, Konflikte nicht sachlich gelöst.
Kommunikation ist oft von spontanen Meinungswechseln und Micromanagement geprägt.
Mitarbeitende werden selten strategisch eingebunden – viel Potential bleibt dadurch ungenutzt.
Die Arbeitsatmosphäre ist stark abhängig von der vorherrschenden Atmosphäre. Es fehlt an einer klar gelebten Unternehmenskultur, die professionellen und respektvollen Umgang verbindlich macht.
Verbesserungsvorschläge
Klare Strukturen und definierte Prozesse aufbauen, damit Projekte nicht permanent im Krisenmodus laufen.
Führungskräfte sollten Führung ernst nehmen: Verantwortung übernehmen, klare Entscheidungen treffen und diese auch vertreten.
Feedbackkultur etablieren – Kritik sollte professionell angenommen und bearbeitet werden, nicht persönlich genommen oder ignoriert werden.
Mitarbeitende mehr einbinden – vor allem Menschen mit Fachwissen und Eigeninitiative nicht bremsen, sondern fördern.
Rollenklarheit schaffen – wer macht was und warum?
Professioneller Umgangston – gerade von Seiten der Geschäftsführung sollte der Respekt gegenüber Mitarbeitenden jederzeit gewahrt bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Hängt stark vom Team ab. Stimmung wird eher „produziert“ als gelebt. Die Führungsriege versteht Atmosphäre als Imagefrage, nicht als Ergebnis von Klarheit, Respekt und Kultur.
Image
Außenwirkung wird aktiv gepflegt. Nach innen stimmt vieles nicht mit dem Bild nach außen überein. Viel Fassade.
Work-Life-Balance
Im Prinzip okay, aber stark abhängig von der jeweiligen Projektsituation. Keine saubere Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit, oft Ad-hoc-Termine.
Karriere/Weiterbildung
Keine systematische Förderung. Weiterbildung passiert nur auf Eigeninitiative. Karrierepfade existieren nicht.
Gehalt/Benefits
Gehalt im Branchenvergleich okay. Keine nennenswerten Sozialleistungen oder Benefits.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird Nachhaltigkeit kommuniziert – intern wenig erkennbar. CEO fährt E-Porsche, FDP > grüne Politik. Kein echtes Umwelt- oder Sozialkonzept sichtbar.
Kollegenzusammenhalt
Im Team sehr gut. Kolleg:innen halten zusammen, helfen sich gegenseitig und gleichen vieles aus, was von oben fehlt.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine vorhanden, daher nicht bewertbar.
Vorgesetztenverhalten
Sehr schwach. Konflikten wird ausgewichen, Verantwortung wird selten übernommen. Kritik wird persönlich genommen, Verhalten gegenüber Mitarbeitenden oft respektlos und unprofessionell. Führung findet wenig bis gar nicht statt.
Arbeitsbedingungen
Technische Ausstattung für Mitarbeitende in Ordnung, aber nicht einheitlich. Ergonomie oder Arbeitsumfeld sind kein Thema. Geschäftsführung arbeitet sichtbar unter besseren Bedingungen (z.B. bessere Bildschirme).
Kommunikation
Wenig planvoll, oft spontan und unstrukturiert. Entscheidungen werden teilweise kurzfristig geändert oder nicht klar kommuniziert.
Gleichberechtigung
In der Theorie vorhanden.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich ja – das Geschäftsfeld ist spannend. In der Praxis aber viel operative Feuerwehrarbeit und Improvisation statt gezielter Weiterentwicklung.
