Ihr Unternehmen?

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IBsolution 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Glaubt nicht den schönen Worten. Es gibt so viel Negatives, unter anderem sehr starker Realitätsverlust.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei IBSolution GmbH in Heilbronn gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gibt einen Obstkorb und Getränke. Die Feiern waren früher ganz schön.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alle gemachten Angaben sind meine persönliche Meinung oder schildern Erlebnisse, die ich selbst gemacht habe. Vermutungen oder Aussagen anderer Personen sind entsprechend gekennzeichnet.

Auf Gesamtunternehmensebene gibt es einen „harten Kern“. Das sind die Personen, die den tatsächlichen Einfluss im Unternehmen haben und sich gegenseitig in ihrem negativen Verhalten bestärken. Je näher man diesem Personenkreis ist, desto schlimmer ist deine Lage, denn hier gibt es eine ganze Reihe an toxischem Verhalten. Mehrere Verhaltensmuster sind bei mehreren Mitgliedern des „harten Kerns“ von mehreren Personen erlebt worden. Es scheint hier also eine gewisse Form des Wissensaustausch untereinander zu geben.

Es wurde viel Geld ausgegeben für mehrere Unternehmensberater, große Events und Gruppen an Mitarbeitern, die Vorschläge ausarbeiteten. Das Ganze endete aber mit kleinsten Ergebnissen, da alle wichtigen Themen von der Geschäftsleitung blockiert wurden, weil diese keinen echten Einfluss abgeben möchten.

Ein paar Personen sind ganz klare Favoriten der Höherstehenden. Bei diesen wird verständnisvoll reagiert, wenn diese Fehler machen und fehlende Fähigkeiten werden als Entwicklungspotenzial bezeichnet. Sind diese untätig, wird dies akzeptiert, während bei allen anderen Personen bemängelt wird, dass diese mehr tun könnten.

Es wird versucht Mitarbeiter:innen die gehen möchten, mit allen kostenfreien Mitteln dazubehalten. In einem Fall auch nur damit man ein paar Monate später selbst die Kündigung vorlegen kann.

Eine Kündigung wird offenbar als Trick der Mitarbeiter:innen verstanden um das zu erhalten, was diese möchten. Das würde erklären, warum eine IBsolution erst einlenkt, nachdem eine Kündigung auf dem Tisch liegt. Wird das Angebot von IB von der Person ausgeschlagen, wird alles getan um das Leben der Person so sehr zu erschweren wie nur möglich und die Person wird antagonisiert.

Mitarbeiter:innen die schon länger dabei sind berichteten von Fällen in denen absichtlich immer weiter eskaliert wurde, bis der Fall vor dem Arbeitsgericht landete. Einfach weil so sehr der Wunsch bestand sich zu streiten.

Das Unternehmen ist fast schon besessen mit Kündigungssperrfristen. Also Klauseln im Arbeitsvertrag die besagen, dass die Person erst nach einer gewissen Zeit das Recht hat zu kündigen. Offiziell sind diese nicht der Standard, aber diese werden offenbar nur aus einem Arbeitsvertragsangebot entfernt, wenn sich der/die Bewerber:in darüber beschwert.

Unter anderem wegen dieses Verhaltens werden von Mitarbeiter:innen teilweise Abfindungen und Arbeitslosigkeit in Kauf genommen. Hauptsache man kann endlich weg.

Mein persönliches Fazit zu IBsolution ist, dass es sich mehr um ein Theaterstück über ein erfolgreiches Unternehmen handelt, als um ein ernst gemeintes tatsächliches Unternehmen. In vielen Situationen wird nicht die Entscheidung getroffen, die gut für das Unternehmen wäre, sondern die Entscheidung, die am meisten mit den persönlichen Wünschen übereinstimmt. Personen die ganz offen ihre Arbeit nicht machen, werden in Ruhe gelassen, während Personen mit dem größten Zorn getroffen werden, die das Bild des erfolgreichen Unternehmens stören.

Verbesserungsvorschläge

Eine Verbesserung des Unternehmens ist meiner Meinung nach schwierig, bis fast unmöglich:

Es fehlt die Bereitschaft, die notwendige Arbeit zur Verbesserung tatsächlich zu investieren. Es wurde sehr viel über Veränderung gesprochen, aber wenig tatsächlich an den Veränderungen gearbeitet.

Das Unternehmen benötigt eine Kultur des Vertrauens, weshalb die Mitarbeitenden auf allen Ebenen ihre Zusammenarbeit umstellen müssten. Es müsste den Kolleg:innen Vertrauen entgegen gebracht werden und das eigene Verhalten so gestaltet werden, dass man selbst auch Vertrauen verdient.

IB müsste Mitarbeiter:innen die gehen möchten, einfach gehen lassen. Immer wieder aufkommende Kündigungswellen bedeuten nicht, dass man sich auf niemanden mehr verlassen kann, sondern dass sehr große Fehler im Umgang mit dem Personal gemacht wurden und immer noch gemacht werden.

Die Kündigungssperren müssen abgeschafft werden. Diese sind eher ein Grund nach Ablauf dieser den Arbeitsvertrag zu kündigen, da man nicht weiß was die nächsten 2 Jahre bringen und ob sich nicht direkt nach der erneuten Unterzeichnung der Sperrfrist eine andere bessere berufliche Möglichkeit bieten. Abseits davon ist es ein wirklich seltsames Gespräch wenn die Führungskraft von dir eine Begründung erwartet, warum du nicht bereit bist dich für die nächsten 2 Jahre zu "verpflichten".

Bei neuen Mitarbeiter:innen fällt das Unternehmen immer wieder in einen sinnlosen Kreislauf:
-IB macht Versprechen und erwartet dafür X
-IB bricht Versprechen
-Der / die Mitarbeiter:in ist verärgert und liefert nicht mehr X
-IB ist verärgert und eskaliert
-Mitarbeiter:in ist verärgert und will gehen
-IB sagt: Mitarbeiter:in liefert nicht X wie versprochen und will jetzt auch noch gehen
-Ersatz wird gesucht
-IB macht Versprechen und erwartet dafür X

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist meiner Meinung nach sehr schlecht. Es hat bereits ein nicht zu vernachlässigender Teil der Mitarbeiter:innen gekündigt und die Folgen wurden natürlich auf die Verbleibenden umgelegt. Mehrere Teams sind komplett verschwunden. In persönlichen Gesprächen mit Kolleg:innen wurde häufig gesagt, dass wenig Vertrauen darin besteht, dass tatsächlich etwas passiert und nicht nur schöne Worte in großen Runden gesprochen werden.

Es gab Mitarbeiter:innen die keine Lust auf ihre Arbeit hatten und sich anstrengten, möglichst wenig zu arbeiten. Das wurde aber nachweislich von der Geschäftsleitung wahrgenommen und ignoriert, was die Motivation stark runterzog.

Personen und Führungskräfte die sich gegenüber anderen schlecht verhielten, wurden in Schutz genommen mit der Begründung Er / Sie ist halt einfach so.

Kommunikation

Die Kommunikation ist nicht nur schlecht, sondern in vielen Situationen aktiv schädlich für die Motivation oder die Arbeitsatmosphäre:

Es wurde gerne negativ über Mitarbeiter:innen gesprochen. Hierbei fielen auch teilweise herabwürdigende Aussagen der Vorgesetzten, anstatt objektiv über die Sache zu sprechen.

Während einer Veranstaltung thematisierte einer der Geschäftsführer den Wechsel eines Mitarbeiters zu SAP und lachte über die Entscheidung des Mitarbeiters, da er persönlich dies für eine schlechte Idee hielt. Dies scheint generell häufiger hinter den Kulissen thematisiert zu werden. Mehrere Personen sagten, dass die Personalleiterin nach dem Austritt auf ihrem LinkedIn Profil war. Vermutlich um herauszufinden wohin diese wechselten.

Trotz monatlichem Townhall und Quartalsmeeting werden die meisten unangenehmen Themen nicht offen kommuniziert. Zum Beispiel: Nachdem eine ganze Abteilung gleichzeitig gekündigt hatte, wurde von einem Mitarbeiter diesbezüglich eine Frage gestellt. Anstatt die Frage zu beantworten, wurde einfach darüber gesprochen was für Pläne der Geschäftsführer für den Bereich hat.

Kollegenzusammenhalt

Ist in den meisten Fällen sehr gut. Allerdings gibt es eine gewisse Gruppe von Personen die prinzipiell nichts Negatives am Unternehmen sehen möchten und auch gegenüber anderen Kollegen ihren Übereifer verbreiten. Nach dem Motto: „Bist du für uns oder gegen uns?“

Work-Life-Balance

Die Arbeit wird wohl ungerecht verteilt. Mitarbeiter:innen bei denen ich mitbekam, dass diese ihre Aufgaben zuverlässig erledigen, bekamen alle irgendwann mehr Arbeit auf den Tisch gelegt (Performance Punishment).

Gemachte Versprechen wurden gegenüber mehreren Personen nicht eingehalten, es wurde aber trotzdem erwartet, dass die Mitarbeiter:innen immer 110% dem Unternehmen geben, weil IB hier das ständige Bedürfnis hatte noch mehr rauszuholen.

Für ein IT Unternehmen ist IB sehr konservativ was Home-Office, Sabbattical und Teilzeit betrifft.

Das Unternehmen ist gelähmt durch ständige Diskussionen. Sogar bei einer Aktualisierung eines bestehenden Prozesses wird diese verzögert durch Diskussionen und Genehmigungsverfahren.

In der nahen Familie eines Mitarbeiters gab es einen überraschenden Todesfall. In einem Call mit dem Team wurde thematisiert, dass der MA deshalb aktuell ausfällt. Das Einzige was der Geschäftsführer dazu zu sagen hatte, war dass er nicht möchte, dass der Arbeitsfortschritt der letzten Zeit dadurch wieder verloren geht.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten direkter Vorgesetzter ist sehr unterschiedlich. Meine Erfahrungen waren sehr schlecht:

Es wurden Versprechen gemacht um zu bekommen was man möchte (auch die Unterschrift unter den Arbeitsvertrag). Hier wurde aber darauf geachtet, dass die eigenen Versprechen mündlich blieben, während man sich selbst vertraglich absicherte. Andere Personen berichteten von ähnlichen Erfahrungen. Nachdem IB hatte was IB wollte, wurde in Folgegesprächen relativiert, verzögert, verdreht, nachverhandelt etc.

Betriebliche Termine wurden ohne Vorwarnung zu Personalgesprächen oder Personalgespräche wurden kurzfristig angesetzt. Also zweieinhalb Stunden vorher und ohne Agenda, sodass man keine Möglichkeit hatte sich vorzubereiten oder eine Vertrauensperson hinzuzuziehen.

Es herrschte ein starker Drang besser als Andere zu sein. Andere Personen im Unternehmen galten entweder als eingebildet oder inkompetent und mehrere Personen erlebten immer wieder kleine Sticheleien / Abwertungen durch Höhergestellte, welche im Nachgang relativiert oder verdreht wurden.

Mein persöniches Empfinden ist, dass der Wunsch besteht, Mitarbeiter:innen nicht zu selbstbewusst werden zu lassen.

Interessante Aufgaben

Offenbar möchte die Geschäftsleitung hochqualifizierte Mitarbeiter:innen, weil man diese will, nicht weil man diese wirklich braucht. Es haben sich mehrere Personen mir gegenüber geäußert, dass sie ausgebremst werden, keine Entscheidungen treffen dürfen, nichts verändern dürfen und nicht so anspruchsvolle Arbeit machen wie im Vorstellungsgespräch versprochen wurde.

Gleichberechtigung

Von ein paar Personen wird während der Arbeitszeit Equality gefeiert und in den Gesprächen am Mittagstisch populistische Framing-Argumente gegenüber Zuwanderung von Ausländern nachgesprochen.

Umgang mit älteren Kollegen

Es wurde eine ältere Dame von ihrem alten Arbeitgeber abgeworben, indem ihr versprochen wurde, dass sie im Office ihrer Heimatstadt arbeiten darf. Nachdem sie den Arbeitsvertrag unterschrieben hatte, erwartete man aber von ihr, dass sie jeden Tag ins Office ihrer vorgesetzten Person fährt. Daraufhin musste sich die Dame kurzfristig eine Ein-Zimmer-Wohnung suchen und unter der Woche alleine auf einer Matratze auf dem Boden schlafen, weil sie nicht jeden Tag zwei Stunden pendeln wollte.

Arbeitsbedingungen

Die Regelungen im Arbeitsvertrag werden meiner Meinung nach bewusst immer etwas mehr zu Gunsten des Arbeitgebers formuliert als es eigentlich erlaubt ist, da man sich bewusst ist, dass für die Mitarbeiter:innen die Kosten für ein Gerichtsverfahren den Nutzen einer Klausel Änderung übersteigen.

Gerade durch die Kündigungssperrklausel sind die Arbeitsbedingungen schlechter als bei Konkurrenzunternehmen, da die Möglichkeit zu kündigen massiv erschwert wurde. Im Vorstellungsgespräch wurde lt. mehreren Personen gesagt "Wenn es nicht passt, dann kann man immer noch einen Aufhebungsvertrag machen." Aber auch das ist keine Garantie, dass eine IB auch einer Aufhebungsvereinbarung zustimmt. Mir persönlich sind mehrere Fälle bekannt, bei denen dies nicht ohne weitere Forderungen der IBsolution geschah.

Das Arbeitsumfeld (Prozesse, Strukturen etc.) ist schlecht, da öfters Dinge nur halbherzig erledigt wurden. Wenig ist wirklich fertig und Vieles nur in einem Zustand der Notlösung. Oft kommt dies daher, dass Wachstum hoch priorisiert wurde, ohne die Infrastruktur dafür zu haben, weil Prozesse oder Systeme aus unterschiedlichen Gründen im Vakuum festhängen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

IB versucht mehr auf die Umwelt zu achten. Wenn man aber keine unternehmensweite Regelung hat, dass die Mitarbeiter:innen aus dem Home-Office arbeiten dürfen und man gleichzeitig versucht die ganze Belegschaft aus dem Home-Office wieder regelmäßig ins Büro zu bringen, dann bringt es nichts darüber zu reden dass die wenigen Geschäftswagen in einigen Jahren vollelektrisch sein sollen.

Gehalt/Benefits

Kommt drauf an wie man verhandelt und wann man das Unternehmen wieder verlässt. Man kann aber davon ausgehen, dass das Einstiegsgehalt lange Zeit das Gehalt sein wird, dass man bei IB haben wird.

Bei anderen Unternehmen muss man sich eine Gehaltserhöhung verdienen. Bei IB muss man sich eine Gehaltserhöhung verdienen und danach mit den Höhergestellten in die Verhandlung gehen. In dieser Verhandlung muss man dann etwas bieten, was IB im Gegenzug für die Gehaltserhöhung erhält. Hierbei wird offenbar gerne eine erneute Kündigungssperrfrist als Mindestmaß verwendet.

Eine Person hatte sich mir gegenüber geäußert, dass Ihre Gehaltserhöhung abgelehnt wurde mit der Begründung, dass diese Person doch genug Geld hat.

Einmal wurde das Gehalt verspätet gezahlt, schlicht weil dieses am letzten Arbeitstag erst freigegeben wurde.

Image

Nach außen hin wird ein Image von flexiblem Arbeiten im Home-Office, Offenheit, Vertrauen, Professionalität und Transparenz gepflegt. Wie aus den anderen Kategorien entnommen werden kann, ist die Realität ganz anders. Dementsprechend groß ist die Fluktuation und da die ehemaligen Mitarbeiter:innen zu Kunden oder Konkurrenten gehen wird die öffentliche Meinung über das Unternehmen fast jeden Monat schlechter.

Austritte sind bei einer IBsolution immer wieder eine schmutzige Angelegenheit. Personen die früher gehen wollten, wurden versucht da zu behalten. Personen die bleiben wollten, wurden gezwungen früher zu gehen.

Der Versuch Werte in der Unternehmenkultur zu verankern scheitert schon sehr früh. Die kommunizierte Unternehmenskultur weicht von der gelebten Kultur ab, was wieder ein schlechtes Bild auf das Unternehmen wirft.

Aussagen wie "Homeoffice ist möglich" bedeuten nur, dass andere Home-Office machen können. Nicht, dass das für Alle gilt. Es sagt schon viel aus, wenn bei derart "einfachen" Dingen, Sternchenwerbung betrieben wird.

Karriere/Weiterbildung

Es wird gerne mit Weiterbildungen geworben, aber dies wird nicht in der Realität so gelebt. Mir wurden Weiterbildungen verwehrt, mit der Begründung, dass diese nur Auszubildenden gezahlt werden und bei vollwertigen Mitarbeiter:innen erwarte man, dass diese ihre Weiterbildungen selbst zahlen.

Es ist meines Erachtens fast unmöglich, bei IBsolution Karriere zu machen. Mitarbeiter:innen werden konstant dazu aufgefordert mehr Überstunden zu machen, nochmals einer Sperrfrist zuzustimmen oder zusätzliche Arbeit aufzunehmen und es gibt keine Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Eine IBsolution versucht bei jeder „Verhandlung“, für das Unternehmen noch mal mehr rauszuholen. Unter Anderem wird versucht, gemachte Versprechungen mehrmals zu verkaufen, mit der Logik: Wenn du uns jetzt weitere Zugeständnisse machst, dann erhältst du das, was du dir wünschst.

Bei Konfrontation wird argumentiert, dass es okay ist, wenn IB seine Versprechen nicht einlöst. Dann müssen Mitarbeiter:innen einfach mehr Geduld haben.

Zusätzlich ist das zwischenmenschliche Verhalten oft kompliziert. Dinge werden schnell als große Kränkung verstanden, was Gespräche über Aufstiegsmöglichkeiten wertlos macht.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.