Mit Vorsicht zu betrachten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Produkte und den Teamzusammenhalt, sowie die monatlichen 50Euro Gutscheine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Produkte könnten so viel besser sein, wenn man ein ehrliches Interesse an Mitarbeiterführung und Innovation hätte und nicht nur der Meinung wäre Kontrolle sei der einzige Weg Mitarbeiter 'gefügig' zu machen.
Verbesserungsvorschläge
Ein Fortschritt wäre der Austausch der Führungsebene und dann eine zwischengeschaltete Managementebene. In dem Unternehmen arbeiten extrem engagierte und motivierte Kollegen, denen es nicht an innovativen & erfolgsträchtigen Ideen mangelt. Aber ohne eine professionelle, wertschätzende Führungsetage ist selbst der beste Mitarbeiter nicht fähig, sein volles Potential in seine Arbeit einfließen zu lassen.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb der Teams war die Stimmung weitestgehend gut. Alle waren immer daran interessiert, das Beste für die Produkte und eine gute Qualität zu geben
Image
Außen hui... innen...
Work-Life-Balance
Das Einhalten der gesetzlichen Arbeitszeiten fand bis zu meinem Weggang (Jan. 2025), selten statt. Es gab Mitarbeiter die zur pünktlichen Fertigstellung von Releases zum Jahresende, ab Oktober kontinuierlich an den Wochenenden durch arbeiten mussten. Der Führungsebene ist dies bekannt. Weder wird für einen zeitnahen Ausgleich gesorgt, noch wurden solche Missstände evaluiert oder Lösungen angestrebt
Karriere/Weiterbildung
Karriere ist möglich, wenn man bereit ist, bis zur eigenen Selbstaufgabe zu arbeiten und wenig Wert auf Respekt und Wertschätzung legt.
Gehalt/Benefits
Bezahlung war früher wohl mehr als der Durchschnitt, heute gibt es bessere Unternehmen mit gleicher Bezahlung und geregelten Arbeitszeiten
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war oft das, was die Mitarbeiter über die "Schwächen" der Führungsebene hinweg sehen lies.
Umgang mit älteren Kollegen
Selbst langjährige Mitarbeiter, welche maßgeblich für den Erfolg des Unternehmens in den 90iger Jahren stehen, sind vor Anfeindungen und unterschwelligen Drohungen nicht geschützt. Wer nicht liefert ist des Unternehmens nicht würdig und muss sich ständigem Leistungsdruck und Überstunden aussetzen.
Vorgesetztenverhalten
Die gesamte Führungsebene ist in ihrer Tätigkeit seit mehr als 25 Jahren tätig. Sie kennen nur dieses eine Unternehmen und genau das spiegeln sie auch wieder. Für sie ist Angstpolitik ein gängiges Mittel um Mitarbeiter in der Spur zu halten. Es werden subtile Drohungen ausgesprochen, Mitarbeiter in Mitarbeitergesprächen klein gehalten. Der Umgangston ist weit entfernt von respektvoll oder wertschätzend. Neue innovative Impulse in Richtung Verbesserung des Arbeitsumfeldes, werden durch Drohungen oder direkte fristlose Kündigungen 'mundtod' gemacht. Lieber trifft man sich vor Gericht, um einen Vergleich zu erzielen- Geld spielt in solchen Fällen keine Rolle. Alles dreht sich um Macht, Kontrolle und Manipulation in diesem Unternehmen
Arbeitsbedingungen
Büros sind ok, nichts besonderes. Homeoffice wird mit 50% wird geduldet. Jedoch ist man der Meinung die meisten würden im HO nicht arbeiten, sodass ein pedantischer Kontrollzwang in der Führungsetage besteht.
Kommunikation
Innerhalb der Teams, war die Kommunikation respektvoll und wertschätzend. Die Führungsebene war den Teamleitungen und auch Mitarbeitern gegenüber häufig launisch und unterschwellig drohend unterwegs. Mitarbeiter, welche mit konstruktiver Kritik / Vorschlägen zum Unternehmenserfolg beitragen wollten, wurden entweder mit subtilen Drohungen zum Schweigen gebracht oder direkt gekündigt. Kritik ist schlicht nicht erwünscht
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind vielfältig und man kann viel lernen. Muss aber den Preis der völligen Überlastung in bestimmten Rollen und des seltenen Erfolgs aufgrund wenig klarer Aufgabenverteilung und Rollendefinition in Kauf nehmen

