kein roter Faden aber viele red Flags
Gut am Arbeitgeber finde ich
die Kollegen waren super.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Aus eigener Erfahrung und anhand zahlreicher Rückmeldungen ehemaliger sowie aktueller Mitarbeitender lässt sich erkennen: Verbesserungsvorschläge verpuffen meist wirkungslos. Strukturen und Probleme bleiben bestehen – offenbar seit Jahren.
Ein Denkanstoß: Ich war bereits die vierte Person in kurzer Zeit, die für diese Position eingestellt wurde. Vielleicht wäre es an der Zeit, die internen Prozesse und Führungsstrukturen kritisch zu hinterfragen – denn bekanntlich beginnt Veränderung nicht bei den Mitarbeitenden, sondern an der Spitze.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsklima ist grundsätzlich angenehm, solange man sich unauffällig verhält und keine kritischen Themen anspricht. Wer hinterfragt oder Missstände offen anspricht, läuft Gefahr, negativ aufzufallen.
Image
Die Firma hatte offenbar einmal einen guten Ruf als Arbeitgeber, doch dieser scheint der Vergangenheit anzugehören. Viele Strukturen und Denkweisen wirken veraltet, und es fehlt an einem modernen, mitarbeiterorientierten Mindset. Teilweise hat man den Eindruck, dass die Haltung vorherrscht: „Sei froh, dass du hier arbeiten darfst.“ Ein Blick in die Bewertungen früherer Mitarbeitender bestätigt diesen Eindruck.
Work-Life-Balance
Viele Kolleg:innen arbeiten regelmäßig bis zur Sperrzeit, stempeln sich aus und arbeiten trotzdem weiter. Als ich dieses Thema zweimal angesprochen habe, wurde mir wortwörtlich unterstellt, ich würde lügen.
Die offizielle 40-Stunden-Woche ist Augenwischerei: Neben der 30-minütigen Mittagspause werden täglich 15 Minuten Frühstückspause abgezogen – auch wenn man keine macht. Zusätzlich werden jeden Tag 5 Minuten abgezogen, um Feiertagsbrücken „auszugleichen“. Unterm Strich kommt man so auf rund 45 Stunden Anwesenheit – ohne Überstunden.
Überstunden werden erwartet. Wer pünktlich geht, wird schief angesehen – ganz nach dem Motto: „Wie kannst du es dir erlauben, pünktlich zu gehen?“
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wirkt anfangs fair, relativiert sich jedoch mit zunehmender Betriebszugehörigkeit. Angesichts der tatsächlichen Arbeitsbelastung und Rahmenbedingungen fühlt es sich eher wie eine Art Schmerzensgeld an – dafür ist es jedoch deutlich zu gering.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Müll wird getrennt.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen – sowohl in der eigenen Abteilung als auch bereichsübergreifend – ist sehr angenehm. Man trifft stets auf ein offenes Ohr, und Fragen werden jederzeit freundlich und hilfsbereit beantwortet. Das Team ist menschlich wie fachlich wirklich top.
Vorgesetztenverhalten
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die Teamleitung nicht als Teil des Teams versteht und wenig bis keine Verantwortung für die Belange der Mitarbeitenden übernimmt. Eine Teamleitung sollte eine vermittelnde Rolle zwischen Team und Abteilungsleitung einnehmen, stattdessen wird hier vor allem die Arbeitgeberseite vertreten – auch wenn das zu Lasten des Teams geht.
Ein konkretes Beispiel: In einem Team-Call äußerte eine Kollegin unter Tränen, dass sie mit der Arbeitsbelastung überfordert ist und die Aufgaben nicht mehr bewältigen kann. Die Reaktion der Leitung? Keine. Das Thema wurde schlicht ignoriert und im Raum stehen gelassen. Ein solches Verhalten ist enttäuschend und für eine Führungskraft nicht akzeptabel.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsausstattung lässt leider stark zu wünschen übrig. Es gibt keine höhenverstellbaren Tische und auch für das Homeoffice wird kein entsprechendes Zubehör zur Verfügung gestellt. Im Sommer wird das Büro aufgrund fehlender Klimatisierung extrem warm – trotzdem sind kurze Hosen im Büro nicht erlaubt. Insgesamt entsprechen die Rahmenbedingungen nicht dem, was man heute von einem modernen Arbeitsplatz erwarten würde.
Kommunikation
hab ich als dürftig empfunden, vieles wurde einem über dem Flurfunk mitgeteilt.
Interessante Aufgaben
die üblichen buchhalterischen Aufgaben, absolut ok.

