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Bewertung

Wer als moderner IT-ler arbeiten möchte, sollte einen großen Bogen um diesen Bereich machen

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Werkstudent/inHat bis 2023 im Bereich IT bei ifm electronic gmbh in Essen gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Hardware-Hierarchie: Unpassende Windows-Rechner für Werkstudenten blockieren die Arbeit über Monate.

Mangelndes Vertrauen: Keine Admin-Rechte und striktes Homeoffice-Verbot.

Bürokultur: Kleinkriege um Sitzplätze trotz Free-Seating-Policy.

Veraltetes Umfeld: Raucherräume im Gebäude sind absolut nicht mehr zeitgemäß.

Verbesserungsvorschläge

Hardware-Entscheidungen an fachliche Anforderungen koppeln, nicht an den Hierarchie-Status.

Arbeitsatmosphäre

Geprägt von Misstrauen und einer starken Hierarchie von oben herab. Veraltete Strukturen, mangelndes Vertrauen in Werkstudenten und eine technische Ausstattung, die die Arbeit über Monate hinweg aus meiner Sicht kaum möglich machten.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der Teams schwierig. Trotz offizieller Free-Seating-Policy gab es regelmäßig Spannungen mit Kollegen, wenn man einen bestimmten Platz besetzte und ihn ergonomisch anpasste (Tischhöhe/Monitor). Ein „Miteinander“ habe ich hier nicht erlebt.

Work-Life-Balance

Absolutes Homeoffice-Verbot für Studenten, was in der IT absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Aber da ich ohnehin nur 2 Tage die Woche arbeiten musste als Werkstudent, konnte ich mich ansonsten nicht beschweren.

Vorgesetztenverhalten

Werkstudenten wird fachlich nichts zugetraut. Entscheidungen über Arbeitsmittel werden willkürlich und ohne fachliche Basis getroffen. Es zählt der Status, nicht die produktive Notwendigkeit.

Interessante Aufgaben

Eigentlich wäre die Mitwirkung am Onlineshop (SAP Hybris Umfeld) ein spannendes Projekt gewesen. Die Aufgabe wurde jedoch durch bürokratische Hürden im Keim erstickt: Während das restliche Team auf Macs entwickelte, wurde mir als Werkstudent ein Windows-PC zugewiesen, auf dem die Umgebung schlichtweg nicht stabil zum Laufen zu kriegen war. Wenn man als Entwickler monatlich dafür bezahlt wird, auf den Ladebalken einer unpassenden und nicht funktionierenden Umgebung zu starren, nur weil man keine adäquate Hardware erhält, verliert das Projekt jeglichen Reiz

Gleichberechtigung

Absolut nicht vorhanden im Hinblick auf den Status. Es wird eine deutliche Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen Festangestellten und Werkstudenten gelebt. Privilegien wie Homeoffice oder schlicht die passende Hardware für den Job (Mac vs. Windows) hängen rein vom Vertragsstatus ab, nicht von der fachlichen Notwendigkeit. Als Werkstudent wird man eher als Bittsteller denn als vollwertiges Teammitglied behandelt. Vertrauen muss man sich hier nicht erarbeiten, es wird einem aufgrund des Status pauschal verweigert.

Arbeitsbedingungen

Die Hardware-Ausstattung für Werkstudenten in der IT ist fachlich nicht nachvollziehbar: Während das Team auf Macs arbeitete, wurde mir ein Windows-Rechner zugewiesen, für den es keinerlei Setup-Anleitung gab.

Das Kernproblem: Die gesamte Entwicklungsumgebung (inkl. SAP Hybris) war auf Windows schlichtweg nicht lauffähig. Da ich zudem keine dauerhaften Admin-Rechte hatte (nur 5-Minuten-Freigaben), war eine eigenständige Fehlersuche unmöglich.

Es dauerte Monate, bis eingesehen wurde, dass ein Mac zwingend notwendig ist. Diese Zeit wurde durch sinnloses Warten und Status-Hierarchien verschwendet.

Gehalt/Benefits

2€ die Stunde über dem damaligen Mindestlohn.

Image

Extrem altbacken. Überall im Gebäude verteilte Raucherräume sorgen für eine unangenehme Luft und ein veraltetes Bild.

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Arbeitgeber-Kommentar

Volker BesselManager HR Marketing

Zunächst vielen Dank, dass Sie sich auch drei Jahre nach Ende Ihrer Tätigkeit als Werkstudent noch die Zeit für eine Bewertung nehmen.
Wir finden es wichtig, dass unterschiedliche Eindrücke transparent geteilt werden – gleichzeitig möchten wir das Gesagte ein wenig einordnen:
Viele angesprochene Punkte beziehen sich auf persönliche Wahrnehmungen, die wir so aus dem Arbeitsalltag nicht kennen. Werkstudierende sind bei uns grundsätzlich fest ins Team eingebunden, übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben und können eigene Ideen einbringen. In diesem Fall bspw. die Entwicklung eines mittlerweile produktiv genutzten Services. Auch Teamkultur, Gleichberechtigung und vertrauensvolle Zusammenarbeit werden in unseren Teams aktiv gelebt und regelmäßig als Stärke rückgemeldet - so werden auch Praktikanten oder Werkstudenten auf Team- oder Firmenevents natürlich mit eingeladen.
Bei der technischen Ausstattung gab es in diesem Fall tatsächlich Verzögerungen in der Beschaffung, die wir nachvollziehen können und aus denen wir gelernt haben: Wir haben umgehend ein entsprechendes Gerät bestellt und danach wurden neu startende Werkstudierende direkt mit der passenden Hardware ausgestattet.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.