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GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Veraltetes Verständnis von Führung und Management; fehlende Wertschätzung

1,3
Nicht empfohlen
FreelancerHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einige sehr engagierte Mitarbeiter:innen halten am Empfang die Stimmung hoch und strahlen sehr gute Laune aus.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Interne Meetings werden anberaumt ohne das Thema zu nennen ("Wir wollen über ihre Kurse mit Ihnen sprechen" – ja klar, aber worüber genau?). Eine Wertschätzung für zweieinhalb Jahre Trainings-Tätigkeit und für die Bereitschaft, auch kurzfristig schwierige Situationen zu meistern, war in keinem Moment gegeben.

Verbesserungsvorschläge

Die freiberuflichen Trainer:innen sollten fair behandelt und bezahlt werden, damit sie die gewünschte Qualität liefern können. Eigene getroffene Zusagen bzw Reservierungen sollten nicht in letzter Minute zurückgenommen werden.. Wenn einem Trainer 32 Kurstage von heute auf morgen weggenommen werden dann steht der erstmal mit rund 10.000 EUR Verlust da und findet in der Regel nicht sofort kurzfristig einen anderen Auftrag um das zu kompensieren.

Arbeitsatmosphäre

Die Geschäftsführung scheint sehr von sich überzeugt („Sie können froh sein dass ich überhaupt mit Ihnen spreche; bei anderen Trainer:innen ignorieren wir einfach Emails und Anrufe wenn wir gerade nicht mit ihnen arbeiten wollen“). Zusagen werden nicht eingehalten oder kurzfristig wieder zurückgezogen. Kursteilnehmer fühlen sich teils behandelt wie unmündige Schulkinder.

Image

Die Zertifizierungen "IFM Diplom" die intern ausgestellt werden, haben auf dem Arbeitsmarkt keinen Wert. Mit meiner Trainings-Agentur haben wir auf Nachfrage einiger Teilnehmer:innen irgendwann teils eigene Zertifikate zusätzlich ausgegeben.

Work-Life-Balance

Gerade von den freiberuflichen Trainer:innen wird Selbstausbeutung erwartet. Nach Kurs-Schluss und am Wochenende wird unbezahlte Konzeptions-Zeit vorausgesetzt, das Korrigieren von Aufgaben ist unbezahlt und ein Tag je Woche wird als „Projekttag“ unbezahlt eine umfangreichere Aufgabenstellung für den Kurs erwartet.

Karriere/Weiterbildung

Teils kann man von heute auf morgen einen neuen Kurs eines anderen Trainers übernehmen, weil der hinschmeißt oder vom Institut geghostet wird. Die Gründe dafür sind völlig willkürlich; das Material muss man über Nacht selbst erstellen, es gibt keine Vorbereitung, kein Mentoring, keine Supervision.

Gehalt/Benefits

Pro Unterrichtstag gab es für unsere Trainer:innen 300 €, andere Dozenten bekommen noch viel weniger Honorar. Ein Tag dauert von 08:30 Uhr bis 15:30 Uhr, allerdings finden pro Woche nur vier Kurstage mit Trainer statt. Den fünften Tag muss man unbezahlt konzipieren, so dass die Teilnehmenden eigenständig an ihrer Aufgabe arbeiten können. Es wird gespart, wo es nur geht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich hatte den Eindruck, das Personal des Instituts hat selbst überhaupt keine Ahnung von agilen Arbeitsmethoden oder anderen Methoden der modernen Zusammenarbeit. Das ist ja ein mittelständisches Unternehmen, bei dem auch noch mindestens eine Geschäftsführerin ein sehr veraltetes Verständnis von Personalführung mitbringt. Die Fluktuation unter den Mitarbeitenden ist riesig, und die Bewertungen bei Kununu sind teils unterirdisch. Auch meine Teilnehmenden haben sich regelmäßig beklagt, dass sie vom Institut nicht richtig ernst genommen und wie Schulkinder behandelt werden. Richtig paradox war es in einem anderen Kurs, den ich konzipiert und dort durchgeführt habe: Servant Leadership. Inhaltlich ging es uns dort um neues Verständnis von Personalführung, den Umgang miteinander auf Augenhöhe, und das pragmatische Lösen von Problemen. Immer wieder haben wir das IfM im Kurs als Negativbeispiel aufgegriffen, wie man mit modernen Führungsverständnis und reflektierten Kommunikationsmethoden eigentlich nicht miteinander umgehen sollte.

Kollegenzusammenhalt

Jeder gegen jeden. Insbesonders die Freiberufler haben Angst jederzeit durch neue Trainer:innen ersetzt zu werden, teils durch die eigenen ehemaligen Kurs-Teilnehmenden. So wird eine Kultur der Angst und des Misstrauens geschaffen.

Umgang mit älteren Kollegen

Es wird dauernd betont, dass man auf der Suche nach jüngeren Trainer:innen ist. Die älteren Trainer:innen leben also in ständiger Angst, ersetzt zu werden – teils von eigenen ehemaligen Kursteilnehmer:innen. Das schürt ein Klima des Misstrauens.

Vorgesetztenverhalten

Legendär war ein Meeting in einem Café, bei dem mir im Vorfeld das Thema nicht einmal mitgeteilt wurde. Unangekündigt saß dann zusätzlich zu meiner eigentlichen Ansprechperson auch die Geschäftsführung mit am Tisch und hat zwei komplette Kurse, für die ich bereits reserviert gewesen bin und die in zwei Wochen starten sollten, wieder zurückgezogen mit dem Kommentar „Sie können froh sein dass ich mich überhaupt mit ihnen treffe, bei anderen Freiberuflern ignorieren wir einfach die Emails wenn wir nicht weiter mit ihnen arbeiten wollen“. Das ist kein Vorgesetzten-Verhalten auf Augenhöhe.

Arbeitsbedingungen

Den Teilnehmenden war es in eigentlich allen Kursen immer zu teuer, in den Kaffeepausen dauernd Cappuccino aus dem Café oder vom Bäcker zu kaufen. Immer wieder haben Teilnehmer:innen angeregt, dass wir uns in den Kursraum einen Wasserkocher oder eine Kaffeemaschine stellen könnten. Wir haben sogar mal als rotierende Rolle festgelegt, dafür zu sorgen, dass immer Kaffeepulver da ist und auch jemand Milch kauft. Das Institut hat uns das Kaffeekochen dann ziemlich schnell wieder verboten, angeblich aus Brandschutzgründen. Jeder Coworkingspace ist da besser organisiert.

Kommunikation

Keine offene Kommunikation. Informationen kursieren hinter dem Rücken und Entscheidungen bekommt man über Dritte mit. Fragt man zwei Mitarbeiter:innen nach der gleichen Sache bekommt man zwei unterschiedliche Antworten.

Gleichberechtigung

Die freiberuflichen Trainer:innen werden behandelt wie Bittsteller, die sich geehrt fühlen sollen dass sie Kurse geben dürfen. Unter diesen Voraussetzungen ist kaum gute Kurs-Qualität möglich. Das merken auch die Teilnehmenden.

Interessante Aufgaben

Solange die Vorgesetzten sich nicht eingemischt haben und ich meine Kurse selbst designen durfte, waren die Aufgaben interessant, nicht wegen sondern trotz des Instituts.

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Arbeitgeber-Kommentar

Nina GronichGeschäftsführung

Ihr Feedback nehmen wir ernst – insbesondere, da uns die Zusammenarbeit mit unseren freiberuflichen Trainer:innen sehr wichtig ist. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass die in Ihrer Bewertung geschilderte Darstellung in wesentlichen Punkten nicht mit unseren internen Abläufen und unserem Selbstverständnis übereinstimmt.

Wir legen großen Wert auf offene, respektvolle Kommunikation und arbeiten kontinuierlich daran, unsere Prozesse weiterzuentwickeln.

Da Sie auch auf anderen Plattformen wiederholt und teilweise in persönlich gefärbtem Ton Kritik äußern, bitten wir um Verständnis, dass wir im öffentlichen Raum nicht auf jede einzelne Aussage eingehen werden. Für eine konstruktive Klärung stehen wir Ihnen jedoch jederzeit im direkten Austausch zur Verfügung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.