Ihr Unternehmen?

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GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehr Schein als Sein. Der GF bzw. Arbeitgeber erstellt eigene positive Bewertung - Wie peinlich ist das denn ? ><((((*>

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Hasselroth gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen an sich war von der Produktseite her bislang nicht schlecht positioniert und hat wahrscheinlich auch Potential, wird nach meiner Meinung aber offenbar schlecht geführt und/oder beraten. Der Verlust an erfahrenem Personal macht es auch nicht gerade einfacher. Die angestrebte Globalisierung birgt Chancen, ist gleichzeitig aber auch riskant, wie eine bereits gescheiterte Auslandsniederlassung zeigt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wie peinlich bitte schön ist es, wenn ein Geschäftsführer in seiner Arbeitgeberfunktion hier eine eigene positive Bewertung postet und anscheinend weitere Mitarbeiter, die zum Teil zu seinem engsten Kreis zählen, offenbar animiert, es ihm gleichzutun. Und dann macht man es auch noch in einer für jeden offensichtlichen Art und Weise. Das wirkt auf mich schon ziemlich verzweifelt. Anscheinend gehört es beim jetzigen Management auch zum guten Ton, alle vorherigen Führungskräfte als "hinterhältig" abzuqualifizieren oder in sonstiger Weise zu diffamieren. Dem fraglichen Geschäftsführer kann man dabei höchstens zu Gute halten, dass er kein Deutsch spricht und die offensichtlich von ihm stammende Bewertung daher sehr wahrscheinlich aus einem Übersetzungsprogramm resultiert. Dies würde zumindest erklären, warum sich seine Bewertung so liest, als sei sie von einer sprachgestörten KI erstellt. Hingegen wirkt die in Englisch verfasste 5-er Bewertung so, als sei sie 1:1 einer Imagebroschüre des Unternehmens entnommen, was es für mich aber auch nicht gerade authentischer macht.
Das passt allerdings gut ins Gesamtbild, denn das Unternehmen betreibt aus meiner Sicht seit Jahren eine Art "Management by Illusion", mehr Schein als Sein eben, dabei hätte es dies nicht wirklich nötig. Leider wurden in der Vergangenheit eigene Ideen bzw. Vorschläge oder gar vernünftige Einwände gegen die Alleingänge es Eigentümers aus meiner Erfahrung regelmäßig nur als fehlende Unterstützung ausgelegt, was u.a. auch die vielen Geschäftsführungswechsel in den letzten Jahren erklärt. Es ist naturgemäß einfacher, Führungskräfte zu beschäftigen, die einem einfach blind folgen oder dies zumindest vorgeben, als sich mit Argumenten auseinanderzusetzen. Die (eher rein rhetorische) Frage ist, ob Unternehmen durch so eine Führung auch nachhaltig erfolgreich sind ?

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, man hätte auf die sogenannte Restrukturierung in dieser Form einfach verzichtet oder zumindest Leute beauftragt, die sich damit etwas besser auskennen. So wird es schwer werden, an die früheren sehr erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen. Das einzig Gute daran: Beim derzeitigen Niveau kann aus meiner Sicht eigentlich vieles nur wieder besser werden. Dafür sollte das Unternehmen aber damit aufhören, nach dem Motto zu agieren: "Schönreden ist einfacher als Schönmachen", denn dann würde man wirklich besser werden, anstatt sich nur besser darzustellen.

Arbeitsatmosphäre

War einer der Hauptgründe für mich (und viele andere), dass Unternehmen zu verlassen. Das Betriebsklima wurde vor allem ab 2024 mit Einsatz sogenannter Berater immer schlimmer. Wer Dinge, wie angenehme Zusammenarbeit, Mitarbeiterbeteiligung, Transparenz, Empathie oder ähnliches bevorzugt, war aus meiner Sicht in der Vergangenheit hier nicht so gut aufgehoben.

Kommunikation

War für mich innerhalb der Abteilung und zwischen den Führungskräften sehr gut, zu anderen Abteilungen unterschiedlich. Kommunikation mit dem Eigentümer war aus meiner Sicht zu einseitig, da keine wirkliche Diskussionskultur. Zitat: "Ich allein gebe den Weg vor und wer diesen nicht mitgeht, von dem werden wir uns trennen". Welcher Mitarbeiter möchte sich da nicht gerne begeistert ins Unternehmen einbringen ? Abgesehen natürlich von denen, die Wert auf Mitdenken und Eigenständigkeit legen.

Kollegenzusammenhalt

*Jeder gegen jeden* oder *Jeder ist sich selbst der Nächste* beschreibt es
aus meiner Erfahrung ganz gut. War früher zumindest innerhalb der eigenen Abteilung besser, der Zusammenhalt wurde aus meiner Sicht zum Schluss, auch forciert durch einige Berater, leider immer schlechter.

Work-Life-Balance

28 Tage Urlaub und regelmäßig (unbezahlte) Überstunden in einigen Abteilungen. Auf persönliche Belange wurde insgesamt wenig Rücksicht genommen.

Vorgesetztenverhalten

Fast alle erfahrenen und langjährigen Führungskräfte haben das Unternehmen verlassen, die Folgen eines solchen Kompetenzverlusts kann sich sicherlich jeder vorstellen. Vielleicht gelingt es, in Zukunft neue gute Führungskräfte zu gewinnen bzw. aufzubauen, denn einige der aktuellen leiden offenbar unter dem bekannten "Peter-Prinzip".

Interessante Aufgaben

Oft hatte ich das Gefühl, nicht wirklich etwas bewirken oder erreichen zu können. Positives Feedback bzw. Anerkennung für seine Leistungen sollte man nach meiner Erfahrung auch lieber nicht erwarten. Unter Berücksichtigung dieser und einiger anderen Einschränkungen konnte die Arbeit manchmal aber auch durchaus befriedigend sein.

Arbeitsbedingungen

Entsprachen weitgehend dem üblichen Standard der letzten Jahre, aber noch ausbaufähig

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ja, es gibt Hochglanzbroschüren und eine Webseite mit tollen Aussagen, welche aus eigener Erfahrung aber allein zum Zweck erstellt wurden, das Unternehmen nach Außen gut darzustellen. Praktische interne Bedeutung bzw. Auswirkungen, z.B. auf Strategie, Unternehmenskultur oder den Arbeitsalltag, hatten die Inhalte erfahrungsgemäß zumeist nicht. Von den üblichen Kriterien spielt in der Praxis für Eigentümer sowieso meist nur die Wirtschaftlichkeit (man will halt Geld verdienen) eine wirklich relevante Rolle, in den anderen Bereichen (z.B. Umwelt oder Soziales) wurde halt gemacht, was sowieso vorgeschrieben ist oder vom Markt erwartet wird. Der Wettbewerb ist meines Erachtens hier wesentlich weiter.

Gehalt/Benefits

Ziemlich das einzige, was einigermaßen gut war, zumindest in meinem Bereich. Kann natürlich eine arbeitsbedingte Unzufriedenheit dauerhaft auch nicht ausgleichen.

Image

Wie ich mitbekommen habe, hat sich das Image des Unternehmens ab Ende 2024 deutlich verschlechtert, unabhängig davon, das einige Fanboys das Gegenteil behaupten. Man verkauft laut Marktteilnehmern wohl vermehrt über Niedrigpreis statt Qualität. Das ist zwar eine in der Branche von einigen durchaus praktizierte Vorgehensweise, ob sie aufgeht, wird sich noch zeigen müssen.Das gleiche trifft auf die als heilsbringend angesehene Globalisierung zu.
Es ist bedauerlich, aber durchaus verständlich, dass selbst viele eigene Mitarbeiter, nicht nur ausgeschiedene, in der Vergangenheit ständig über das Unternehmen gelästert haben. Ich persönlich habe meine Zweifel, ob sich dies bei den aktuellen Gegebenheiten in Zukunft positiv ändern wird.

Karriere/Weiterbildung

Karrieremöglichkeiten sind durch die Unternehmensgröße beschränkt. Statt Leistung oder Einsatz zählten aus meiner Erfahrung in der jüngeren Vergangenheit für eine Beförderung zumeist andere Kriterien, die allerdings nicht unbedingt positiv zum Arbeitsklima beigetragen haben. Wer diesbezüglich wenig Skrupel hat, kann es aus meiner Sicht eventuell weit bringen. Weiterbildungen erfolgten in der Regel im Rahmen der Aufgabenstellung, in vielen Bereichen war das ein Anlernen durch Kollegen. Mir persönlich hat vor allem das Beraterteam innerhalb kurzer Zeit einige tiefgehenden Erfahrungen ermöglicht bzw. Kenntnisse vermittelt. So zum Beispiel, dass aktuell gebräuchliche Managementmethoden und Modelle wahrscheinlich überbewertet werden, Kalendersprüche hingegen offenbar eine hinreichende Quelle für gute Unternehmensführung sind oder auch, wie man mit schwierigen Menschen umgeht. Das hat mich, beruflich wie persönlich, wirklich weitergebracht und dafür bin ich den involvierten Beratern aufrichtig dankbar.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.