Toxisches Arbeitsumfeld mit hohem Druck
Arbeitsatmosphäre
Nach außen wird ein modernes und mitarbeiterorientiertes Bild vermittelt, die Realität habe ich jedoch völlig anders erlebt. Es herrschte ein ständiger Leistungsdruck und die Erwartung, dass Arbeit im Zweifel Vorrang vor Privatleben, Familie und Freizeit haben sollte. Wer Grenzen setzte oder nicht bereit war, dauerhaft mehr zu leisten, wurde schnell kritisch betrachtet.
Kritische Stimmen wurden nicht als Chance zur Verbesserung gesehen. Vielmehr entstand der Eindruck, dass uneingeschränkte Loyalität und Zustimmung erwartet wurden. Wer die vorherrschenden Ansichten oder Vorgehensweisen hinterfragte, machte sich nicht unbedingt beliebt.
Wertschätzung wurde häufig eingefordert, war im Umgang mit Mitarbeitenden jedoch kaum spürbar. Menschen wurden eher als austauschbare Ressourcen betrachtet als als Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen und Grenzen.
Work-Life-Balance
Die Unternehmenskultur basiert stark auf Druck, Kontrolle und der Erwartung, dass Mitarbeitende ihre privaten Interessen hinter die Arbeit stellen. Wer klare Grenzen setzt oder nicht bereit ist, dauerhaft zusätzliche Leistungen zu erbringen, wird schnell als nicht ausreichend engagiert wahrgenommen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur empfand ich als von Kontrolle, Druck und Angst geprägt. Konstruktive Kritik war nur bedingt erwünscht. Viele Mitarbeitende hielten sich mit ihrer Meinung zurück, da negative Konsequenzen befürchtet wurden. Statt Vertrauen und Unterstützung standen Leistungskennzahlen und Anpassung im Vordergrund.