Endlich raus!!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war stark angespannt und von hohem Arbeitsdruck geprägt. In der Kundenberatung bestand eine sehr hohe telefonische Belastung, ohne spürbare Entlastung durch die zentrale Kundenberatung, während Entscheidungsbefugnisse weitgehend bei den Fachteams lagen.
Der deutliche Personalmangel führte zu dauerhafter Überlastung und sinkender Motivation. Die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen war zusätzlich erschwert.
Die Führung bot kaum Rückmeldung oder Wertschätzung; Anerkennung erfolgte überwiegend nur bei guten Kennzahlen. Insgesamt überwog ein Arbeitsumfeld aus Druck und Kontrolle statt Unterstützung und nachhaltiger Führung.
Image
Einfach nur schlecht. Nicht nur die Beschädigten kündigen, sondern auch viele Versicherte.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war stark eingeschränkt. Dienstpläne wurden nicht wie vorgesehen im Voraus abgestimmt, sondern kurzfristig und ohne Rücksprache geändert, sodass private Termine oft verschoben oder offengelegt werden mussten.
Zu Beginn mussten mit einer 38,5-Stunden-Stelle 40 Stunden Öffnungszeit abgedeckt werden. Spätdienste wurden überwiegend von Vollzeitkräften getragen, während eine faire Verteilung kaum stattfand.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wurde nur eingeschränkt gefördert und spielte insgesamt kaum eine Rolle. Teilnahme war meist an ein aufwendiges Assessment Center gebunden. Aufgaben wurden häufig direkt übernommen, ohne vorherige Fortbildung oder Schulung.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war anfangs überdurchschnittlich, wurde später aber nur noch minimal erhöht. Ein Jobrad-Angebot gab es nicht. Wasser durfte nur wenn es warm war, getrunken werden; abgelaufenes Wasser wurde entsorgt, statt es den Beschäftigten weiterhin zur Verfügung zu stellen. Die Sozialleistungen umfassen 30 Urlaubstage, ein geringes Urlaubsgeld sowie Leistungsprämie und Weihnachtsgeld.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltbewusstsein war nur eingeschränkt umgesetzt. Die vorhandene App funktionierte teilweise nicht, erlaubte keine Kommunikation mit Versicherten und konnte keine Briefe verarbeiten. Dadurch stieg der Papierverbrauch deutlich, da viele Kollegen weiterhin alle Anträge vor Ort ausdruckten.
Kollegenzusammenhalt
Ein wirklicher Kollegenzusammenhalt war kaum vorhanden. Vertretungen wurden häufig durch Auszubildende übernommen, da der damalige Vorgesetzte Auseinandersetzungen mit anderen Mitarbeitenden offenbar vermied.
Die Führungskraft griff diese Situation insgesamt nicht auf, was sich auch in der hohen Fluktuation zeigte – vier Kündigungen innerhalb von sechs Monaten.
Umgang mit älteren Kollegen
S.o
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten war unterschiedlich: Der erste Vorgesetzte zeigte wenig Verständnis für persönliche Notfälle und beschränkte Urlaub auch in dringenden familiären Situationen stark. Der zweite Vorgesetzte war menschlich freundlich, verfügte jedoch über wenig fachliche Erfahrung und gab dies auch offen zu.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren stark verbesserungsbedürftig. Die Technik war veraltet: Alte Schreibtische, teils defekte Stühle, unzureichende Headsets für den täglichen Telefonbetrieb, während hochwertige Geräte nur für seltene Teammeetings zur Verfügung standen.
Die Ausstattung des Arbeitsplatzes war insgesamt unpraktisch: minimal Tageslicht, eingeschränkte Lüftungsmöglichkeiten, veraltete Lüftungstechnik und nur unregelmäßig gereinigte Teppiche. Dienstlaptops standen lange nicht zur Verfügung, sodass private Geräte genutzt werden mussten.
Kommunikation
Die Kommunikation war insgesamt unzureichend. Oft war der informelle „Flurfunk“ verlässlicher als offizielle Informationen durch die Führungskraft.
Zwar wurden nach mehrfacher Aufforderung Teammeetings eingeführt, diese fanden mehr oder weniger regelmäßig statt. Die letzte KUMBA verfügte aufgrund geringer Erfahrung nur eingeschränkt über die nötige Unterstützungskompetenz.
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung der Mitarbeitenden war eingeschränkt. Arbeitnehmer ohne Kinder hatten deutlich weniger Freiheiten, während Beschäftigte mit Kindern bevorzugt behandelt wurden. Ältere Kollegen wirkten teilweise demotiviert und warteten gefühlt auf den Renteneintritt.
Interessante Aufgaben
Die Kundenberatung war grundsätzlich abwechslungsreich. In letzter Zeit beschränkten sich die Aufgaben jedoch fast ausschließlich auf Telefonate, wenn keine direkten Kundenkontakte stattfanden.


