War mal besser...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Unternehmenswebsite vermittelt zunächst den Eindruck einer vielfältigen Führungsebene. Ein genauer Blick auf das Top-Management bzw. Executive Committee zeigt jedoch, dass dort Diversität kaum vorhanden ist. Diese homogene Führung prägt die Unternehmenskultur und das Entscheidungsverhalten maßgeblich. Die wichtigsten Entscheidungen werden von Personen mit ähnlichem Hintergrund getroffen, was zu starkem Gruppendenken führt.
Im Unternehmen gilt es als Voraussetzung für beruflichen Erfolg, die Entscheidungen des Managements nicht zu hinterfragen und stets zu unterstützen. Wer keine kritischen Fragen stellt, hat die besten Chancen auf Beförderung. Eigenständiges Denken oder alternative Perspektiven werden kaum gefördert. Eine langfristige Strategie ist nicht erkennbar; das Unternehmen agiert meist reaktiv und kurzfristig.
Das Vertrauen der Belegschaft ist stark erschüttert. Nach mehreren Entlassungswellen hatte der CEO zugesichert, dass keine weiteren Kündigungen erfolgen würden. Dennoch kam es erneut zu Entlassungen, und weitere sind wahrscheinlich. Es entsteht der Eindruck, dass die tatsächlichen Mitarbeiterzahlen bewusst nicht transparent kommuniziert werden („Salami-Taktik“).
Vor zwei Jahren wurde eine Innovationseinheit gegründet, deren Leitung häufig Offsite-Meetings abhält. Bislang sind jedoch keine vielversprechenden Innovationen entstanden; stattdessen werden Programme aus Furcht, etwas zu verpassen (FOMO), gestartet und wieder gestoppt.
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen als modern und vielfältig, doch im Top-Management fehlt es an echter Meinung Diversität. Entscheidungsfindung und Kultur sind von Konformität und Reaktivität geprägt, Innovation bleibt aus. Vertrauen und Transparenz leiden unter widersprüchlicher Kommunikation und wiederholten Entlassungen. Wer erfolgreich sein will, passt sich an – eine Kultur, die langfristig das Innovationspotenzial und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Verbesserungsvorschläge
Ehrlichkeit