Für mich ein sehr demotivierendes Arbeitsumfeld
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich, dass man seine Aufgaben größtenteils eigenständig bearbeiten konnte und dabei vergleichsweise viel Eigenverantwortung hatte. Außerdem wurden Urlaubsanträge in meinem Fall unkompliziert und ohne größere Diskussionen genehmigt, was ich als angenehm empfunden habe.
Insgesamt war die Unternehmenskultur für mich nicht förderlich für Motivation, offene Kommunikation oder langfristige Zusammenarbeit. Die genannten positiven Aspekte konnten meine negativen Erfahrungen leider nicht aufwiegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe das Unternehmen als ein Arbeitsumfeld erlebt, in dem konstruktive Zusammenarbeit nur eingeschränkt möglich war.
Meetings dauerten aus meiner Erfahrung teilweise mehrere Stunden und bestanden häufig überwiegend aus einseitigen Monologen. Dabei hatte ich oft das Gefühl, dass Kritik eher persönlich formuliert wurde und die eigenen Fähigkeiten infrage gestellt wurden, anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Gute Leistungen wurden für mein Empfinden als selbstverständlich angesehen. Anerkennung oder Wertschätzung habe ich kaum erlebt. Stattdessen wurden die Erwartungen nach erfolgreichen Ergebnissen regelmäßig weiter erhöht.
Die Projektplanung wirkte auf mich häufig unrealistisch. Es wurden aus meiner Sicht sehr ambitionierte Ziele mit sehr kurzen Deadlines gesetzt. Wenn diese Termine aufgrund des Umfangs nicht eingehalten werden konnten, hatte ich den Eindruck, dass dafür wenig Verständnis vorhanden war.
Außerdem wurden Entscheidungen teilweise trotz nachvollziehbarer Einwände mehrerer Mitarbeitender unverändert umgesetzt. Ich hatte häufig das Gefühl, dass fachliche Argumente nur wenig Einfluss auf Entscheidungen hatten.
Der Führungsstil war für mich insgesamt wenig wertschätzend und stark von der Meinung der Geschäftsleitung geprägt. Persönlich war dies die negativste Führungserfahrung meiner bisherigen Laufbahn.
Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war der Umgang mit jüngeren Mitarbeitenden. Ich hatte die Impression, dass die Generation Z regelmäßig pauschal kritisiert und mit gängigen Klischees in Verbindung gebracht wurde. Solche Verallgemeinerungen empfand ich als unnötig und wenig wertschätzend. Meiner Meinung nach sollten Mitarbeitende unabhängig von ihrem Alter oder ihrer Generation anhand ihrer individuellen Leistung beurteilt werden.
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich insgesamt als sehr demotivierend. Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende zeitweise deutlich bevorzugt wurden, während sich diese Rolle im Laufe der Zeit veränderte. Es schien immer einen aktuellen „Lieblingsmitarbeiter“ zu geben. Das führte aus meiner Sicht zu Spannungen im Team und teilweise auch dazu, dass Mitarbeitende gegeneinander ausgespielt wurden.
Kollegenzusammenhalt
Unter Kollegen hatte ich den Eindruck, dass man sich mit allen gut verstehen konnte.
Work-Life-Balance
Man war nach meinem Empfinden ziemlich frei in der Einteilung seiner Arneitszeiten.