Vom soliden DE-Mittelstand zum US-Großkonzern mit ungewisser Zukunft
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es war einmal ein Unternehmen mit gutem Sozialverhalten.
Seit ein Investor aus den USA beteiligt ist und die den Börsengang planen,
ist das Arbeitsklima sehr schlecht.
Es geht nur noch um Gewinnmaximierung und darum die aus den USA geforderten Zahlen zu liefern.
Es gibt kein unternehmerisches Denken und Handel mehr.
Entscheidungen werden aus Angst vor schlechten Zahlen getroffen,
kurzfristige Gewinne sind wichtiger als solides Wachstum.
Diensthandy und Laptop werden mit Remote-Software ausgestattet - da wird alles mitprotokolliert.
Firmen-Events werden aus Kostengründen gestrichen.
Verbesserungsvorschläge
Da die Geschäftsleitung keinen Rat annehmen wird, braucht es hier keine Vorschläge. Andere Meinungen, Hinweise auf Probleme oder kritische Fragen sind nicht erwünscht.
Arbeitsatmosphäre
Immer mehr Aufgaben - keine Planung - Hektik und Stress
Kommunikation
Es gibt Video-Meetings auf Englisch, wo der CEO aus den USA seine Sicht der Welt erklärt.
Dabei gibt's dann immer das Gleiche "BS-Bingo":
"Wir sind die Tollsten, die Besten und haben so viel erreicht.
Nur noch ein bisschen weiter, dann sind wir die aller Größten und Weltmarktführer..."
Alle anderen Informationen werden über einen Sharepoint (Schwarzes Brett) verbreitet.
Dabei hagelt es dann wieder "Durchhalteparolen und Selbst-Beweihräucherung". (natürlich auf Englisch)
Kollegenzusammenhalt
Auf der Arbeits-Ebene ist der Zusammenhalt sehr gut.
Weiter Oben macht jeder sein Ding und die Bereiche versuchen über Personal-Ausleihe ihre Zahlen zu verbessern und den anderen Bereich zu Übervorteilen.
Work-Life-Balance
Ein länger Urlaub über mehr als 2 Wochen ist nicht drin!
Dann erwartet einen nach der Rückkehr das absolute Chaos.
Vorgesetztenverhalten
je weiter nach oben, desto egozentrischer.
Es gibt kein unternehmerisches Handeln
Alle Entscheidungen werden in den USA getroffen. Die deutschen "Manager" sind auch nur Befehltsemfpänger.
Arbeitsbedingungen
Gewinnmaximierung ist das oberste Credo.
Egal ob Wochenende, Feiertage, Nachtschichten - es gib keine Zulagen.
Da ein starker Erfolgtsdruck besteht, werden die Projekte im Vertrieb agressiv vertrieben. Dabei gibt's kaum Risikobewertung mit dem Ergebnis, dass viele große Projekte in schieflage geraten und kein Geld verdient wird.
Also muss man ganz dringend neue Projekte ran bringen, usw...
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Da der geplante EBT nicht erreicht werden, gibt es nun Kündigungen und es wird an kleinen Dingen gespart.
Wie überall:
Das Management macht krasse Fehler und die Angestellten verlieren ihren Jobs.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist Durchschnitt, ganz OK aber auch nicht besonders.
Für einen Konzern sollte da mehr drin sein.
Wer einen guten Job macht, aber nicht auf den Tisch haut, bekommt nur Minimum.
Image
Körber ist jetzt INFIOS
War bisher aus den Vorgänger-Firmen recht gut am Markt.
Mittlerweile ist es ein US IT-Konzern wie viele andere.
Karriere/Weiterbildung
Hier gibt es nur ein umfangreiches Online-System (Udemy).
Leider kommen echte Tranings intern wie extern zu kurz.

