Schlecht am Arbeitgeber finde ich
s.o.
Verbesserungsvorschläge
Ihr wollt Du-Kultur leben und auf Augenhöhe miteinander sein. Dann wendet das auch auf die Leute am untersten Ende der Nahrungskette an, die oft die jüngsten sind und total unerfahren. Klar, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre", aber ich habe wirklich 3 Jahre lang unter vielen Personen und Konstrukten gelitten und mich irgendwie durchgekämpft. Die meisten eurer Führungskräfte in den Abteilungen sind eine Katastrophe. Ich weiß nicht wie es heute ist, jedoch die Personen damals waren absolut an falscher Stelle, nicht nur gegenüber von Auszubildenden, auch ihren eigenen Mitarbeitern gegenüber furchtbar. Gegen Ende der Ausbildung bin ich schwer krank geworden und bin wochenlang ausgefallen, hab irgendwie die Abschlussprüfungen schreiben können. Ich habe Gott sei Dank eine andere Stelle bei einer tollen Firma gefunden, und habe nach bestandener Prüfung nur noch meinen Laptop usw. abgeben müssen. Dort hat sich niemand von mir verabschiedet, ich wurde komisch beäugt, mehr oder weniger einfach ausgespuckt. Ich vermute das war weil ich wochenlang krank war. Finde ich wirklich schade, ich hatte immer über meinen Zustand und anstehende Operationen informiert, hatte Nachweise vom Krankenhaus, also schade, dass wohl viele dachten ich hätte "krank gemacht" oder keinen Bock mehr.. schlussendlich hat jedoch mein letzter Tag dort und das Verhalten der Kollegen die kompletten Jahre der Ausbildung nochmals widergespiegelt. Heute bin ich bei einem tollen Arbeitgeber selber Ausbilderin und ich hoffe, dass sich ein junger Mensch niemals so schrecklich fühlen wird bei mir in Ausbildung, wie ich es bei euch erlebt habe.
Arbeitsatmosphäre
Schlecht. Flurfunk über alles. Jeder lästert über jeden. Manche Kollegen lassen ihre privaten Probleme und Launen an den schwächeren Gliedern aus. Jeder tritt nach unten. In manchen Abteilungen ist es lockerer, in manchen stehen die Kollegen extrem unter Druck. Eine Kollegin ist am Telefon in Tränen ausgebrochen und hat mich angeschrien weil ich wiederholt etwas nachgefragt habe. Habe auch in einer Abteilung mitbekommen wie man eine wirklich tolle Mitarbeiterin quasi rausgemobbt hat durch die Vorgesetzte.
Karrierechancen
Nach bestandener Ausbildung wurde mir eine Stelle, knapp über Mindestlohn angeboten.
Arbeitszeiten
Theoretisch Gleitzeit, nicht in allen Bereichen und inoffiziell wohl auch nicht für Azubis. Wenn Arbeitsbeginn auf 08:00 Uhr bestimmt wurde, bekam ich Ärger wenn ich um 08:00 Uhr kam. Es wurde erwartet, dass ich jeden Tag 5-10 Minuten vor 8 da bin, meinen PC hochfahre, alle Programme usw. öffne, damit ich um 8 Uhr parat bin. Arbeitszeit zählte aber erst ab 8 Uhr, die täglichen 10 Minuten vor Beginn zählten nicht dazu. In anderen Abteilungen war Gleitzeit möglich, bin ich jedoch später gekommen oder mal früher gegangen als andere Kollegen wurde das immer kommentiert.
Ausbildungsvergütung
unteres Segment
Die Ausbilder
Er hat sich immer Zeit genommen für Gespräche, angesprochene Probleme verliefen jedoch meistens im Sand, bzw. wurden nicht ernst genommen oder relativiert.
Spaßfaktor
Ich hatte wirklich kaum Spaß
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben haben mir überhaupt keine Ausbildungsinhalte vermittelt. Als Azubi ist man hier Mädchen für Alles, vom Unkraut auf Balkonen aus den Fugen zu kratzen bis hin zur Kaffeemaschine täglich mit dem Pinsel putzen, oder dem Chef jeden Morgen das Müsli zubereiten und auf silbernem Tablett am Schreibtisch zu servieren. Und wehe die Vorgesetzte hat noch ein paar Krümel Milchpulver an der Kaffeemaschine gefunden.. eigentlich habe ich in dieser Ausbildung nur den Umgang mit Outlook gelernt.
Variation
Man wird in allen Abteilungen eingesetzt, das ist gut. In manchen Abteilungen wird man besser in Aufgaben eingebunden, in anderen wird man nur zur Deko in ein Eck gesetzt, ignoriert und stundenlang allein gelassen.
Respekt
Als Azubi 0,0 Respekt. Wenn du nicht studiert hast, bist du dort eh schon mal von Grund her weniger wert und uninteressant. Bei Fehlern oder wenn man etwas vergessen hat, wurde ich am Freitagabend über Whatsapp oder Facebook angeschrieben, sodass ich mir das ganze Wochenende Gedanken gemacht habe, und Angst hatte am Montag zur Arbeit zu gehen. Oft wurde ich dann auch 2-3 Tage ignoriert bis dann Kollegin und Vorgesetzte plötzlich überfallmäßig dastanden und es "klären" wollten, was überhaupt nicht konstruktiv war. Oft wurde ich auch ignoriert ohne zu wissen was ich falsch gemacht hab, bei Nachfrage was los ist kam nur "mach dir mal Gedanken". Schlussendlich ging es um eine Plastikbox die ich am Kelleraufgang stehen gelassen hatte. Wenn ich krank war hab ich private Nachrichten erhalten, dass ich ja öfter krank sei und die Kollegen schon darüber reden würden..