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Bewertung

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Engagierte Mannschaft vor Ort, zu viel Unruhe durch wechselnde Vorgaben der Geschäftsführung

2,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion in Heitersheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Am Standort gibt es erfahrene Kollegen und eine Mannschaft, die trotz schwieriger Bedingungen versucht, den Betrieb am Laufen zu halten. Die Abstimmung vor Ort hilft dabei, die täglichen Aufgaben zu bewältigen. Die Arbeit mit den unterschiedlichen Anlagen und Produkten ist interessant.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mein Hauptkritikpunkt sind die häufigen Eingriffe der Geschäftsführung in die laufende Planung. Vor Ort wird sich abgestimmt, dann kommen wieder Änderungen und andere Prioritäten. Teilweise wirkt es auf mich, als würden die zuständigen Verantwortlichen dabei übergangen.

Gleichzeitig bleibt die Personalbesetzung begrenzt, während zusätzliche Aufgaben dazukommen. Die Folgen müssen die Leute am Standort auffangen. Wenn dann etwas nicht klappt, entsteht Rechtfertigungsdruck. Mir fehlt, dass die Geschäftsführung ihren eigenen Anteil an dieser Unruhe erkennt und den Verantwortlichen vor Ort mehr Rückhalt und Handlungsspielraum gibt.

Verbesserungsvorschläge

Die Geschäftsführung sollte die Planung mit den Verantwortlichen am Standort abstimmen und getroffene Absprachen länger gelten lassen. Vor Ort gibt es Erfahrung und funktionierende Abstimmungen. Darauf sollte aufgebaut werden.

Wenn zusätzliche Produkte, Versuche oder Aufgaben vorgegeben werden, müssen auch Personal und Zeit dafür bereitstehen. Dazu gehören Reinigung, Einarbeitung und Wartung. Rückmeldungen aus dem Betrieb sollten bei Entscheidungen berücksichtigt werden. Wer nach den Ursachen für Probleme fragt, sollte auch prüfen, welchen Anteil die eigenen kurzfristigen Änderungen daran haben.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung leidet unter knapper Besetzung und ständig wechselnden Plänen. Immer mehr Aufgaben sollen gleichzeitig erledigt werden. Das führt zu Hektik, Stress und Fehlern. Hinterher muss man sich erklären, obwohl vorher schon Zeit und Leute gefehlt haben. Es wird viel nach den Gründen für die schlechte Stimmung gefragt. An den Ursachen ändert sich aus meiner Sicht zu wenig.

Kommunikation

Heute gilt der eine Produktionsplan, morgen wieder ein anderer. Änderungen kommen teilweise an den zuständigen Leuten vorbei, und nicht alle bekommen rechtzeitig dieselben Informationen. Die Abstimmung vor Ort wird dadurch immer wieder über den Haufen geworfen. Mir fehlt eine klare Richtung: Was hat Vorrang, was kann warten und wie soll das mit der vorhandenen Mannschaft geschafft werden? Bei Rückmeldungen habe ich oft das Gefühl, dass zwar gefragt, aber nicht richtig zugehört wird.

Kollegenzusammenhalt

Die Zusammenarbeit funktioniert, wird aber durch den ständigen Druck belastet. Wenn überall gleichzeitig Leute gebraucht werden und Aufgaben liegen bleiben, gibt es auch untereinander Ärger. Aus meiner Sicht wird dann zu viel darüber gestritten, wer etwas nicht geschafft hat, statt gemeinsam zu klären, was mit der vorhandenen Besetzung überhaupt machbar ist. Klare Absprachen und mehr Unterstützung würden helfen.

Vorgesetztenverhalten

Seit dem Wechsel der Standortleitung fehlt mir weiterhin eine klare Linie. Jetzt ist zusätzlich ein Berater vor Ort, aber wer was entscheidet, wird dadurch für mich nicht klarer. Auch die Geschäftsführung greift immer wieder in laufende Abläufe ein. Teilweise wirkt es, als würden die zuständigen Leute dabei übergangen.

Die Mannschaft soll kurzfristige Änderungen auffangen, obwohl die Besetzung schon knapp ist. Wenn dann etwas nicht klappt, muss man sich rechtfertigen. Mir fehlen Unterstützung und die Bereitschaft, auch die Folgen der eigenen Vorgaben zu hinterfragen. Nach der schlechten Stimmung zu fragen reicht nicht, wenn die angesprochenen Ursachen bestehen bleiben.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit an den Anlagen und die verschiedenen Produkte sind durchaus interessant. Es laufen aber zu viele Dinge gleichzeitig. Neue Versuche und kurzfristige Produktwechsel kommen dazu, obwohl die vorherigen Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Reinigung und Nachbereitung brauchen ebenfalls Zeit. Mehr Beständigkeit im Ablauf würde helfen, die Arbeit gründlich zu erledigen und neue Kollegen vernünftig einzuarbeiten.

Gleichberechtigung

Ich nehme ein deutliches Ost-West-Gefälle zwischen den Standorten wahr, sowohl bei der Bezahlung als auch bei der Wertschätzung. Auch der Umgang der Geschäftsführung trägt für mich zu diesem Eindruck bei. Ich wünsche mir gleiche Maßstäbe für vergleichbare Arbeit und mehr Anerkennung für das, was die Mannschaft in Genthin unter den vorhandenen Bedingungen leistet.

Arbeitsbedingungen

Die Besetzung ist aus meiner Sicht zu knapp für die laufenden Anlagen und die zusätzlichen Aufgaben. Trotzdem kommen weitere Versuche, Produktwechsel und Projekte dazu. Bei Umstellungen fehlt häufig die Zeit für gründliche Reinigung und Vorbereitung. Die Nachbereitung eines Versuchs läuft dann noch, während schon die nächste Aufgabe drängt.

Auch neue Kollegen brauchen Zeit zum Lernen und erfahrene Leute, die sie einarbeiten. Beides kommt unter dem Arbeitsdruck zu kurz. Gleichzeitig muss die Technik neue Projekte umsetzen und Wartung und Instandhaltung schaffen. Mir fehlt eine Planung, die diese Arbeiten vollständig berücksichtigt, bevor noch mehr dazukommt.

Karriere/Weiterbildung

Im laufenden Betrieb bleibt aus meiner Sicht zu wenig Zeit für gründliche Einarbeitung und Weiterbildung. Erfahrene Kollegen sollen neue Mitarbeiter anlernen und gleichzeitig die Anlagen und zusätzliche Aufgaben betreuen. Neue Produkte und Abläufe kommen dazu, aber die nötige Lernzeit wird nicht ausreichend eingeplant. Mehr Aufgaben zu bekommen ist für mich noch keine Weiterentwicklung. Dafür braucht es Zeit, Unterstützung und einen klaren Plan.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.