Gute fachlich Alternativ, ein schwieriges Arbeitsklima, manchmal wenig Kompentenz bei einige Punke
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt fachlich gute, freundliche und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Die Work-Life-Balance kann je nach Bereich gut sein. Außerdem wird teilweise Zeit für die persönliche Entwicklung eingeräumt, und externe Weiterbildungen können grundsätzlich beantragt werden.
Wer viel Eigeninitiative zeigt, selbst nach Möglichkeiten sucht und sich nicht schnell entmutigen lässt, kann fachliche Erfahrungen sammeln und sich weiterentwickeln.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ waren für mich die unterschiedliche Behandlung von Mitarbeitenden, das Reden über abwesende Kolleginnen und Kollegen und der fehlende offene Umgang mit problematischem Verhalten.
Ich habe mehrere Situationen als rassistisch beziehungsweise diskriminierend erlebt. Belastend war nicht nur das Verhalten einzelner Personen, sondern auch, dass andere es mitbekamen und trotzdem kaum reagierten. Recht Partei gehören hier.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hing sehr stark davon ab, mit welchen Personen man gerade zusammenarbeitete. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen konnte man offen, professionell und angenehm arbeiten. Gleichzeitig gab es Situationen, in denen man sich unwohl fühlte, weil einzelne Personen andere unterschiedlich behandelten, abwertend über sie sprachen oder eine unangenehme Stimmung verbreiteten.
Image
Das Bild, das nach außen vermittelt wird, stimmt aus meiner Sicht nur teilweise mit dem internen Arbeitsalltag überein. Begriffe wie Vielfalt, Wertschätzung und Zusammenarbeit wirken positiv, müssen aber auch im täglichen Umgang tatsächlich gelebt werden.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war insgesamt einer der besseren Punkte. Es gab grundsätzlich Möglichkeiten, Arbeitszeit und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Auch für die persönliche Weiterentwicklung wurde teilweise Zeit eingeräumt.
Karriere/Weiterbildung
Die internen Schulungen waren aus meiner Sicht nicht ausreichend. Einige Schulungen waren schlecht strukturiert, zu allgemein oder für die eigentliche Tätigkeit kaum relevant. Teilweise wurden Inhalte vermittelt, die wenig mit den konkreten Aufgaben zu tun hatten, während wichtige fachliche Grundlagen nur kurz oder gar nicht erklärt wurden.
Die Qualität hing stark davon ab, welche Kollegin oder welcher Kollege die Schulung durchführte. Es gab keine einheitliche Qualität und häufig auch keinen klaren Aufbau. Man hatte danach nicht unbedingt das Gefühl, wirklich sicherer arbeiten zu können.
Positiv ist, dass man teilweise Zeit für die eigene Entwicklung bekommt und auch externe Weiterbildungsmöglichkeiten beantragen kann.
Gehalt/Benefits
Das Verhältnis zwischen Anforderungen, Verantwortung und Vergütung war für mich nicht vollständig überzeugend. Die Möglichkeiten zur Weiterbildung sind grundsätzlich positiv, setzen aber sehr viel Eigeninitiative voraus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Sozialbewusstsein gibt es aus meiner Sicht deutlichen Verbesserungsbedarf. Das herablassende und teilweise diskriminierende Verhalten eines Zeichners wurde zu oft toleriert, statt klar angesprochen zu werden. Zum Umweltbewusstsein kann ich keine besondere Bewertung abgeben.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt im Unternehmen gute und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen. Einige haben mich fachlich unterstützt verhalten. Der Zusammenhalt war jedoch nicht durchgehend vorhanden.
Es bildeten sich teilweise feste Gruppen, und bestimmte Personen wurden bevorzugt. Über andere wurde hinter ihrem Rücken gesprochen. Viele Kolleginnen und Kollegen hielten sich aus solchen Situationen heraus, wahrscheinlich um selbst keinen Konflikt zu bekommen. Das ist menschlich nachvollziehbar, führt aber dazu, dass problematisches Verhalten bestehen bleibt und von allen anderen toleriert werden muss.
Umgang mit älteren Kollegen
keine Probleme gesehen.
Vorgesetztenverhalten
Von den Führungskräften hätte ich mir mehr Aufmerksamkeit und ein klareres Eingreifen gewünscht. Unterschiedliche Behandlung, abwertende Kommunikation und diskriminierendes Verhalten sollten nicht erst dann ernst genommen werden, wenn ein Konflikt bereits eskaliert ist.
Es entstand teilweise der Eindruck, dass Verantwortung stark bei den Mitarbeitenden gesucht wurde, während Führungskräfte unangenehmen Themen eher auswichen. Gerade bei rassistischen oder diskriminierenden Situationen braucht es eine eindeutige Haltung und nicht nur allgemeine Aussagen über Respekt und Vielfalt.
Auch das Verhalten einzelner Personen war schwer nachvollziehbar. An einem Tag wurde man ausgesprochen freundlich und beinahe freundschaftlich behandelt, an einem anderen Tag von oben herab angesprochen, als könnte man selbst nichts verstehen. Eine solche Kommunikation ist weder professionell noch für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit geeignet.
Arbeitsbedingungen
Die grundlegenden Arbeitsbedingungen und Arbeitsmittel waren insgesamt in Ordnung. Die größeren Probleme lagen für mich weniger bei der technischen Ausstattung als bei der Organisation, der Kommunikation und dem Verhalten einzelner Personen.
Kommunikation
Die Kommunikation war teilweise widersprüchlich. Manche Personen waren im direkten Gespräch ausgesprochen freundlich, verhielten sich später jedoch komplett anders. Dadurch wusste man häufig nicht, woran man wirklich war. z.B Ein Zeichner verhielt sich sehr wechselhaft: Manchmal war er übertrieben freundlich, als wären wir enge Freunde, und kurz danach sprach er herablassend, als wären alle anderen unfähig. Dieses Verhalten war für mich respektlos und machte eine normale Zusammenarbeit schwierig.
Kritik wurde nicht immer offen und direkt mit der betroffenen Person besprochen. Stattdessen wurde teilweise hinter dem Rücken anderer geredet. Besonders während der Mittagspause wurden Kolleginnen und Kollegen zum Thema gemacht, obwohl sie nicht anwesend waren. Das führt langfristig dazu, dass Vertrauen verloren geht und sich auch die Mitarbeitenden, die sich eigentlich korrekt verhalten, mit dieser unangenehmen Kultur arrangieren müssen.
Gleichberechtigung
Nach außen wird Vielfalt positiv dargestellt. Meine persönliche Erfahrung im Arbeitsalltag war jedoch nicht immer damit vereinbar.
Ich habe mehrmals Situationen erlebt, die ich als rassistisch oder diskriminierend wahrgenommen habe. Außerdem wurden Kolleginnen und Kollegen teilweise unterschiedlich behandelt. Manche erhielten mehr Geduld, Aufmerksamkeit und Unterstützung, während bei anderen schneller kritisch oder herablassend reagiert wurde.
Mir ist wichtig zu sagen, dass nicht die gesamte Belegschaft so ist. Es gab auch Menschen, die sich fair und respektvoll verhalten haben. Trotzdem ist ein Unternehmen nicht automatisch diskriminierungsfrei, nur weil einige gute Menschen dort arbeiten. Entscheidend ist auch, wie mit problematischem Verhalten umgegangen wird. In diesem Punkt fehlte mir eine klare und konsequente Haltung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben konnten interessant sein, und ich hatte grundsätzlich die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Wer sich selbst engagiert, nachfragt und eigenständig Informationen sucht, kann fachlich einiges lernen.


