Schade, wie schnell eine einmalige Kultur zerstört werden kann
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Kollegen
- Teamzusammenhalt
- Teamevents
- Beitrag zur Energiewende
- sehr viele Benefits (Urban Sports, Essenszuschuss, bAV, Mitarbeiterrabatte, Deutschlandticket, Sachbezugskarte)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- schlechter werdende, misstrauische, pessimistische Stimmung
- extreme, strategische Richtungswechsel
- Weitblick fehlt
- keine Sicherheit durch die Geschäftsführung
- ein Wort der Geschäftsführung hält im besten Fall einen Monat
Verbesserungsvorschläge
Veränderungen in der Geschäftsführung, um die Kultur und den Drive zu retten.
Arbeitsatmosphäre
Leider hat sich die Arbeitsatmosphäre mit dem Wechsel der Geschäftsführung deutlich verschlechtert. Früher merkte man den optimistischen Spirit und die Einsatzfreude aller. Heute herrscht lediglich eine angespannte und misstrauische Stimmung gegenüber der Geschäftsführung. Alle warten täglich auf die nächste böse Überraschung. Die Geschäftsführung versteht nicht wie es den Mitarbeitenden geht und zeigt dahingehend keine Empathie.
Kommunikation
Innerhalb der Teams läuft die Kommunikation unkompliziert, direkt und meist ehrlich auf Augenhöhe. Kommunikation von der Geschäftsführung in Richtung der Mitarbeitenden ist leider fast nicht vorhanden. Auftritte der Geschäftsführung sind häufig nicht authentisch und helfen den Mitarbeitenden nicht gerade dabei, Vertrauen zu fassen.
Kollegenzusammenhalt
Einmalige Kollegen. Viele, tolle, junge, motivierte, smarte Köpfe, die für die Energiewende stehen und Bock haben etwas zu bewegen. Man fühlt sich direkt willkommen, es gibt immer etwas zu lachen, immer einen Schnack im Flur und der Zusammenhalt ist einmalig. Leider werden viele Mitarbeitende von Entscheidungen der neuen Geschäftsführung vergrault. Darunter leidet die ursprüngliche Kultur.
Work-Life-Balance
Man hat relativ viele Freiheiten. Homeoffice ist jederzeit nach Absprache mit der Führungskraft möglich. Grundsätzlich geben die Führungskräfte allen Mitarbeitenden einen großen Vertrauensvorsprung, sodass man sehr flexibel ist, wenn die Arbeitsergebnisse stimmen.
Allerdings war der Workload in den meisten Phasen sehr hoch.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte mit meiner direkten Führungskraft großes Glück! Man war ein echtes Team, hat zusammengehalten, gemeinsame Pläne geschmiedet, realistische Ziele gesetzt und gemeinsam auch die kleinen Erfolge gefeiert. Grundsätzlich wird eher kooperativ geführt.
Interessante Aufgaben
Da ich von Anfang an viel Verantwortung übernehmen durfte, hatte ich jederzeit herausfordernde und interessante Aufgaben. Es wurde nie langweilig und es kamen immer wieder neue Nuancen dazu.
Gleichberechtigung
Jeder ist herzlich willkommen und ich hatte nie das Gefühl, dass jemand benachteiligt wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab tatsächlich wenig ältere Kollegen. Ich bin mir aber sicher, dass sie genauso herzlich integriert wären wie alle anderen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren immer in Ordnung, aber mit Luft nach oben. Es gab jedoch Ende 2024 einen katastrophal organisierten Umzug in ein überkandideltes Office. Auf den ersten Blick macht das Eindruck, doch über fehlende Garderoben, über nicht laufende Technik, über fehlende Möbel, Geschirr, Besteck bis hin zu einem leeren Pausenraum. Vielen Dank an die HR, die hier noch ihr bestes versucht hat.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind in Ordnung. Aber auch hier wäre Luft nach oben. Wenn alles andere stimmen würde, schaut man ggf. nicht auf den einzelnen Euro. Schade ist jedoch, dass es keine Gehaltstransparenz gibt und man als Mitarbeiter nicht nachvollziehen kann, nach welchen Kriterien man sich finanziell weiterentwickeln kann.
Image
Nimmt zunehmend ab.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen fanden nicht statt in meinem Bereich. Einzelne Mitarbeiter bekommen allerdings die Möglichkeit und manche Teams werden regelmäßig geschult. Karrierepfade und -aussichten sind oft nicht klar oder erkennbar.