"Von Ideen reden, vom Alltag reden wir später"
Gut am Arbeitgeber finde ich
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Arbeitsatmosphäre
Offiziell gilt der Leitsatz „new ideas force changes“. Klingt modern, funktioniert aber nur bedingt, wenn die Führungsebene gedanklich lieber bei alten Strukturen bleibt. Neue Ideen sind grundsätzlich willkommen...solange sie keine echten Veränderungen mit sich bringen.
Die Arbeitsatmosphäre hängt stark von der jeweiligen Abteilung ab. teilweise hat man das Gefühl, man betritt beim Abteilungswechsel gleich ein anderes Unternehmen...mit komplett anderer Stimmung und eigenen Regeln.
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Ich habe bisher niemanden getroffen, der die Firma tatsächlich gelobt hätte. Wirklich niemand. Offensichtlich ist Lob hier so selten wie Homeoffice in der „falschen“ Bubble... scheinbar eine exklusive Rarität. Wie traurig.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance? Kommt darauf an, in welcher „Bubble“ man gelandet ist. Homeoffice ist möglich, solange es gerade passt. Sobald das Projekt wechselt oder die Gruppe nicht mehr ins neue Vorhaben passt, ist es auch schon wieder passé.
Kommuniziert wird das mit dem üblichen Politsprech à la „Es geht darum, gemeinsam zu arbeiten“. Übersetzt heißt das meistens: mehr Präsenz, weniger Flexibilität sonst adié. An dieser Stelle passt das Firmenmotto fast besser: „new ideas force changes“
Karriere/Weiterbildung
Karriere und Weiterbildung sind im Prinzip reine Luftnummern. Große Versprechen werden gemacht, schöne Pläne präsentiert. Am Ende kommt meistens keine Antwort und man bleibt, wo man ist.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hängt stark davon ab, in welcher Gruppe man landet. Es gibt einige langjährige Mitarbeiter, die lieber unter sich bleiben und neue Kollegen nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Feste Grüppchen und eigene „Bubbles“ gehören hier durchaus zum Alltag.
Gleichzeitig muss man fairerweise sagen, dass viele Kollegen menschlich wirklich in Ordnung sind und sich gegenseitig unterstützen. Ohne diesen Zusammenhalt untereinander würde im Arbeitsalltag vermutlich deutlich mehr auseinanderfallen.
Vorgesetztenverhalten
Die Konstellation der Geschäftsführung (Vater und Sohn) macht das Ganze nicht einfacher. Bei grundlegenden Fragen zur zukünftigen Ausrichtung wirkt es teilweise so, als gäbe es unterschiedliche Vorstellungen. Das merkt man dann auch im Arbeitsalltag.
Kommunikation
Kommunikation ist eher Glückssache. Erwartungen werden selten klar formuliert und Transparenz ist begrenzt. Dafür funktioniert der Flurfunk erstaunlich zuverlässig... oft schneller und informativer als offizielle Meetings. Meetings gibt es genug. Inhaltlich bleibt jedoch häufig das Gefühl: viel geredet, wenig gesagt und am ende kaum schlauer als vorher :D
Gleichberechtigung
Eher eine alte Kultur, die nach dem Motto funktioniert: Wer uns am besten überzeugt, bekommt Anerkennung und vielleicht sogar eine Beförderung. Wer nicht laut genug glänzt, bleibt unsichtbar. Überraschung oder vielleicht die Kündigung?