Mehr Schein als sein,
Arbeitsatmosphäre
Gegen Ende habe ich die Arbeitsatmosphäre als weniger angenehm empfunden. Die geplanten Clusterevents wirkten häufig eintönig, auch wenn Unterstützung bei der Organisation angeboten wurde. Zudem schien Alkoholkonsum bei manchen Veranstaltungen stark im Fokus zu stehen.
Work-Life-Balance
Wie in der Unternehmensberatung üblich, gab es oft Phasen mit hoher Arbeitsbelastung. Teilweise wurde auch am Wochenende oder nach 22 Uhr gearbeitet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Sommerfest 2023 auf Mallorca wurde angeregt, die Teilnahme nicht öffentlich zu teilen. Es war geplant, einen CO2-Ausgleich für die Flüge der Mitarbeitenden zu leisten, ob dieser umgesetzt wurde, wurde jedoch nicht kommuniziert. Insgesamt wirkt das Engagement für Umwelt- und Sozialthemen teilweise oberflächlich und eher symbolisch, wodurch ein Eindruck von Greenwashing entstehen kann.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war insgesamt sehr gut, fast schon freundschaftlich. Zu Beginn wurde dies aktiv gefördert, beispielsweise mit dem Hinweis, eigene Veranstaltungen für das Büro zu planen, um das Miteinander zu stärken. Gegen Ende hatte ich jedoch nicht mehr das Gefühl, dass außerhalb der regulären Arbeitszeiten gemeinsame Aktivitäten geplant werden sollten.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten einiger Vorgesetzter empfand ich teilweise als problematisch. Es wirkte überraschend, dass in kleinen Kreisen offen über Kolleg*innen hergezogen wurde, was die Arbeitsatmosphäre belastend erscheinen ließ. Wertschätzung und Dankbarkeit habe ich nur selten erfahren.
Arbeitsbedingungen
Die Bestellung neuer Hardware kann teilweise mehrere Wochen bis Monate dauern, was den Arbeitsablauf gelegentlich verzögert. Jedoch gibt es ein persönliches IT-Budget.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich als verbesserungswürdig. Beispielsweise wurde ein Cluster geschlossen, jedoch wurden die Gründe, Hintergründe und daraus gezogene Lehren nur sehr dürftig vermittelt. Es wäre hilfreich gewesen, mehr Aufklärung darüber zu erhalten, wie ähnliche Situationen bei neuen Entwicklungen vermieden werden können, damit Produkte nicht vernachlässigt werden. Offizielle und inoffizielle Gründe erschienen teilweise widersprüchlich.
Auch das Onboarding lässt zu wünschen übrig. Die Unterlagen waren teilweise veraltet und enthielten alte Logos. Die Einführung wirkte wenig motivierend, möglicherweise weil zuständige Kolleg*innen überlastet waren.
Gehalt/Benefits
Unterdurchschnittliches Gehalt.
Gleichberechtigung
Bei Veranstaltungen gab es gelegentlich Kommentare, die auf bestimmte Paar- oder Lebensmodelle Bezug nahmen, zum Beispiel „Kann man jetzt seine Freunde zu den Events mitbringen?“. Solche Äußerungen wirken befremdlich und lassen den Eindruck entstehen, dass nicht alle Lebensmodelle gleichermaßen selbstverständlich betrachtet werden.

