Hohe Erwartungen bei unzureichender Einarbeitung
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht gäbe es mehrere Ansatzpunkte zur Verbesserung der internen Abläufe und der Mitarbeiterführung.
Ein zentraler Punkt wäre eine strukturiertere und klar definierte Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Ein
transparenter Einarbeitungsplan sowie eine kontinuierliche Begleitung würden helfen, Erwartungen realistischer zu gestalten und neue Teammitglieder besser einzuarbeiten.
Darüber hinaus wäre eine offenere und frühzeitigere Feedbackkultur wichtig. Schwierigkeiten oder Zweifel sollten zeitnah und direkt angesprochen werden, damit Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich entsprechend weiterzuentwickeln und auf Erwartungen reagieren zu können.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als wenig wertschätzend empfunden. Offene und ehrliche Kommunikation fand aus meiner Sicht nur eingeschränkt statt. Obwohl offenbar über einen längeren
Zeitraum Zweifel an meiner Eignung für die Position bestanden, wurde dies nie klar angesprochen. Stattdessen erhielt ich bis kurz vor der Kündigung keine konkreten Hinweise darauf, dass meine Leistungen nicht den Erwartungen entsprachen.
Kommunikation
Die Kommunikation war aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte. Über mehrere Monate hinweg erhielt ich kein klares Feedback dazu, dass Zweifel an meiner Leistung oder meiner Eignung für
die Position bestehen. Umso überraschender kam die Kündigung, da zuvor keine konkreten Gespräche über Defizite, Erwartungen oder notwendige Verbesserungen stattgefunden hatten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt innerhalb des Teams war in Ordnung. Die Kollegen waren im täglichen Umgang freundlich. Gleichzeitig hatte ich jedoch den Eindruck, dass aufgrund der hohen Arbeitsbelastung oft
wenig Zeit für eine ausführliche Einarbeitung oder Unterstützung vorhanden war.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war grundsätzlich akzeptabel. Kritisch sehe ich jedoch die fehlende Transparenz hinsichtlich der Erwartungen an die Anwesenheit im Büro. Während des Bewerbungsprozesses und
meiner Beschäftigung hatte ich den Eindruck, dass die besprochenen Homeoffice-Regelungen eingehalten werden können. Erst im Kündigungsgespräch wurde deutlich, dass intern offenbar andere Vorstellungen bestanden.
Aus meiner Sicht sollten Erwartungen bezüglich Homeoffice und Präsenzpflicht von Anfang an klar und eindeutig kommuniziert werden. Nur so können Mitarbeiter ihre Arbeit entsprechend planen und Missverständnisse vermeiden.
Die eigentliche Belastung entstand für mich weniger durch die Arbeitszeit, sondern vielmehr durch die Unsicherheit, die durch fehlende Kommunikation und unklare Erwartungen verursacht wurde.
Vorgesetztenverhalten
Die Kündigung kam völlig überraschend. Zudem wurde das Gespräch überwiegend durch die Geschäftsführung geführt, während mein direkter Vorgesetzter sich kaum äußerte. Gerade in einer
solchen Situation hätte ich mir mehr Offenheit, Verantwortung und eine persönliche Rückmeldung von der Führungskraft gewünscht, mit der ich täglich zusammengearbeitet habe.
Darüber hinaus hatte ich den Eindruck, dass die Erwartungen an die Position nicht realistisch an meinen Erfahrungsstand angepasst waren. Meine bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen waren bereits im Bewerbungsprozess bekannt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren interessant. Es wurde nach kurzer Zeit erwartet, dass ich Aufgaben übernehme, die ohne eine ausführliche Einarbeitung einfach selbstständig von mir erledigt werden sollten. Aus
meiner Sicht fehlte hier eine strukturierte und ausreichende Einarbeitung, um diese Anforderungen realistisch erfüllen zu können.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren aus meiner Sicht durch eine geringe Struktur in der Einarbeitung und unklare Erwartungen geprägt. Zu Beginn gab es keinen klar aufgebauten Einarbeitungsplan, sodass
vieles eigenständig erarbeitet oder aktiv nachgefragt werden musste. Eine kontinuierliche Begleitung oder systematische Einführung in die Aufgabenbereiche habe ich nur eingeschränkt erlebt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmaßnahmen oder gezielte Unterstützung zur fachlichen Weiterentwicklung wurden mir nicht aktiv angeboten. Stattdessen lag der Fokus eher darauf, Aufgaben kurzfristig selbstständig zu
übernehmen, ohne dass eine begleitende Einarbeitung oder langfristige Entwicklungsperspektive erkennbar war.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass individuelle Weiterentwicklung weniger aktiv gefördert wird, sondern eher vorausgesetzt wird, dass man sich die benötigten Kenntnisse eigenständig aneignet.