Bleibt leider hinter den Möglichkeiten zurück
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Räumlichkeiten, die interne Fortbildung "Rail Safety Campus", regelmäßiges Abendessen im Team, Meetings sind grundsätzlich online sodass es keine Rolle spielt ob jemand im Home Office oder im Büro ist
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Knebelverträge nach Fortbildungen, Einschränkung der Gleitzeit durch lange Kernzeit und Pflichtmeetings außerhalb der Kernzeit, zu wenig Home Office
Verbesserungsvorschläge
Cloud-basiert arbeiten, um gleichzeitige Arbeit von mehreren Personen an einem Dokument zu ermöglichen. Häufiger zum Kunden fahren, um einen Bezug zum Produkt herzustellen, das würde die Motivation vergrößern. Home Office häufiger, Urlaubsanträge vereinfachen, Elternzeit und Teilzeit unkompliziert ermöglichen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Büro ist meistens gut. Oft isst das Team mittags zusammen oder es wird mittags ein Spaziergang zum Strand gemacht. Durch das Großraumbüro kommt leicht ein Kontroll-Gefühl auf, jedes Gespräch/Telefonat wird von allen mitgehört, auch der Besprechungsraum ist nicht schallisoliert
Work-Life-Balance
Nur ein Tag/Woche Home Office obwohl die Arbeit zu 100% digital ist und alle Meetings online stattfinden. Will der Arbeitgeber kontrollieren? Fehlt das Vertrauen? Mit einer entspannteren Home-Office Regelung könnte man auch Mitarbeiter gewinnen die weiter weg wohnen.
Urlaubsanträge sind übertrieben kompliziert, es müssen diverse Unterschriften gesammelt werden, das dauert lange. Fühlt sich wie in einem bürokratischen Konzern an.
6 Stunden Kernarbeitszeit, das tägliche Pflichtmeeting "Frühsport" liegt außerhalb davon, sodass die tägl. Anwesenheitspflicht de facto 6,5 Stunden beträgt. Nicht besonders flexibel.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dienstwagen sind elektrisch, Büro autark über Solar versorgt. Viele Dienstreisen werden per Flugzeug erledigt, die Bahn könnte häufiger verwendet werden, zumal wir uns in der Bahn-Branche befinden.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung: Die extern angebotene Fortbildung "Rail Safety Campus" wird Mitarbeitern nach 1-2 Jahren angeboten, im Gegenzug verpflichtet man sich, 1 Jahr bei der Firma zu bleiben. Für individuelle Weiterbildungen werden zusätzliche Jahre vertraglich festgelegt. Offensichtlich ist der Arbeitgeber auf diese Verträge angewiesen um Mitarbeiter zu halten.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen machen zusammen Mittagspause, die Firma lädt einmal im Monat zum gemeinsamen Abendessen ein.
Arbeitsbedingungen
Die Gebäude sind sehr schön, die Lage in Kollmar in Strandnähe ist urlaubstauglich, die Villa mit Garten in Wolfenbüttel ist ebenfalls beeindruckend. Alle Kollegen haben Laptops und höhenverstellbare Schreibtische. Die Laptops sind leicht veraltet, aber da sich die Arbeit hauptsächlich auf MS Office beschränkt, ausreichend.
Die Dateiablage/Ordnerstruktur auf ist veraltet, es können nicht mehrere Personen an einer Datei arbeiten
Kommunikation
Durch tägliche "Frühsport" Meetings und wöchentliche Gruppenbesprechungen ist man auf dem Stand was den Status der unterschiedlichen Projekte angeht. Organisatorische Änderungen werden von oben herab spontan angekündigt, Vorschläge der Mitarbeiter dazu werden zur Kenntnis genommen, dabei bleibt es dann aber auch.
Projekte werden mit MS Excel organisiert. Diverse To-Do-Listen, Offene-Punkte-Listen usw. Professionelle Projektmanagement-Tools werden als unnötig belächelt.
Gehalt/Benefits
Durchschnittliches Gehalt, keine Erhöhungen, wenig Benefits (betr. Altersvorsorge, betriebliche Krankenkasse, regelmäßig gemeinsam Abendessen)
Elternzeit und Teilzeit werden ermöglicht, erfordern aber langwierige Diskussionen
Interessante Aufgaben
Es wird die technische (Safety-)Dokumentation angefertigt, die beim Kunden oft Jahre lang vernachlässigt wurde. Natürlich relevant für die Sicherheit im Bahnverkehr, aber relativ theoretisch und trocken, muss man mögen.
Als Projektmitarbeiter hat man oft keinen Überblick über anstehende Aufgaben, nur der Projektleiter ist in den offiziellen Meetings mit den Kunden. Man fühlt sich als Zuarbeiter und kann nach mehreren Jahren immernoch nicht eigenständig arbeiten. Liegt sicherlich an der unübersichtlichen Thematik, es wird aber auch nicht aktiv daran gearbeitet.