Vorgespielte Unfähigkeit und Schädigung unerwünschter Mitarbeiter - Bloß nicht!!!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Bahnhof ist in der Nähe und es gibt Parkhäuser (wenn man erst einen Parkplatz hat, ist das sehr angenehm.) Homeoffice ist auch gut :-)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sozialen Umgang, Mitarbeiter und Vorgesetzte. Mobbing-Struktur. Arbeitsklima (psychische und körperliche Erkrankungen werden billigend in Kauf genommen), Ethik, die Möglichkeiten bei Problemen zu kommunizieren.
Verbesserungsvorschläge
Einarbeitung und Welcome-Day müssen verbessert werden. Vorgesetzte müssen aktiv leiten und jede Form von Konflikt und Mobbing ansprechen und klären. Vorgesetzte dürfen sich nicht an Mobbing oder schlechten Strukturen beteiligen.
Arbeitsatmosphäre
Es wird in Großraumbüros gearbeitet, so dass im Sachbearbeiterbereich Telefonat, laut Tastaturen zu hören sind/ Es findet ein unterschwelliger Kampf um Sitzplätze und die beste Ausstattung statt. Vorsicht!
Image
Sie verkaufen dir eigentlich ein gutes Image. Unterstützung von Wirtschaftskreislauf, Banken und Kunden (Schuldnern).
In der Realität stimmt das nicht immer. Unfair: Überzahlungen einbehalten. Ständige Software-Probleme. Älteres System, so weit ich weiß. Teilweise alte Arbeitsgeräte.
Durch die Arbeitsweise des Akten schnell wegschaffens, kam es zu Datenschutzverstößen (werden gecovert oder auf unterschwellige Anweisung hin ignoriert - es galt als verpetzen), Einbehalten von Geld, Überspielen von Fehlern, Kombinierte verknüpfte Akten oder schwerere Fälle wurden nicht zeitnah bearbeitet, da Mitarbeiter mit hoher Durchschlagszahl bevorzugt werden und diese Akten anstrengend sind - es ist egal, ob der Kunde wartet.
Sonderaktionen neben der Standardbearbeitung wurden auch häufig aufgeschoben.
Ich hörte von mehreren Anrufen bei Kunden am Tag, weiß aber nicht, ob meine Informationen bzgl. des Callcenters hier valide sind. Teilweise soll die Telefonie lahm gelegt worden sein und es konnten aufgrund der Kapazitäten die vorgegebenen Leistungen für Auftraggeber nicht erbracht werden. (Habe ich nur gehört, nicht miterlebt). Ich war nicht im Callcenter tätig.
Work-Life-Balance
Theoretisch gibt es gute Arbeitszeiten, Pausen, Obst, man darf sich einen Kaffee holen (aber Vorsicht, sonst seid ihr faul oder wenn ihr länger zur Toilette müsst, seid ihr die ganze Schicht nur am Handy oder klüngelt nur), man kann sich Abmelden bei Krankheit und auch nach Wochen der Einarbeitung ins Homeoffice (erst mit Zustimmung des TLs und das hängt davon ab, wie sehr er euch mag, nicht wie weit eure Fahrt ist - er stellt höhere Anforderungen bis ihr in HO gehen dürft und er keine Gründe zur Ablehnung mehr hat.)
Tatsache ist, dass ihr kein schönes Leben außerhalb mehr haben werdet, weil ihr den Stress von der Arbeit irgendwann immer mit euch rumtragt und ihr eure ganze Kraft im Konflikt mit Kollegen und Vorgesetzen aufbraucht. Es ist furchtbar. Tut euch das nicht an! Ihr seid in dieser Firma definitiv nicht das Problem. Der Betriebsrat wird euch schnell als sinnlos erscheinen, wenn ihr dort arbeitet, nehmt euch eine Rechtsschutzversicherung und einen Anwalt oder tretet der Gewerkschaft bei und fragt, wie ihr vorgehen könnt, um rechtlich etwas zu unternehmen gegen diese Strukturen und Mobbingelemente.
Karriere/Weiterbildung
Angeblich kann man aufsteigen. Hier möchte man aber keine Karriere machen.
Gehalt/Benefits
Für meinen Lebensstil hat das gepasst und ich hatte die Tätigkeiten einer Bürokauffrau und dafür war mein Einstiegsgehalt in Ordnung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Pflanzen im Büro. Alle tun sehr sozial, sind aber nicht wirklich fähig sich sozial und ehrlich freundlich zu verhalten.
Kollegenzusammenhalt
Gegen unerwünschte Mitarbeiter halten die Kollegen eisern zusammen. Bist du der Falsche für die Firma werden einige nett sein und deine Schwachstellen suchen, dich gegen jemanden aufhetzen oder andere Angriffspunkte finden. Andere werden dich (natürlich ohne Namen) beleidigen, Stories erfinden oder dich nachäffen. Mir ging es unter anderem dadurch körperlich immer schlechter. Magen-, Muskel- und Kopfschmerzen. Verdauungsprobleme und Verspannungen. Später immer häufiger Schlafstörungen. Auch Panikattacken und ständige Wachsamkeit und emotionales Ungleichgewicht, Phasen von Hyperkommunikation, Wut und Hilflosigkeit kamen dazu.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich kann hierzu keine Aussagen treffen, da ich mir nicht sicher bin, ob die Situation echt war.
Vorgesetztenverhalten
Katastrophal!!! Unfähigkeit wird teilweise vorgespielt / Teilweise besteht sie.
Man kann mit keinem Vorgesetzen kritisch oder scherzhaft sprechen, Probleme werden ignoriert oder noch gefördert, Klärung bei Konflikten gibt es nicht oder wird nur vorgetäuscht, es gibt keine Führung, keine gleichen Maßstäbe, es werden Fallen gestellt (mir wurden verschiedene problematische Plätze im Büro angeboten und jeweils auf einen Konflikt gehofft. Lustig !!! Kritik und E-Mails können zum Streit oder Ablehnung führen.
Arbeitsbedingungen
An manchen Schreibtischen ist es besser, aber tatsächlich erlebte ich oft das die Maus alt war, die Tastatur anders aufgebaut war, es unbequeme Stühle gab und das Telefon so gestellt war, dass man den Hörer kaum erreichen konnte. Auch gibt es Plätze, wo immer jemand hinter dir läuft. Es war im Raum teilweise sehr warm oder manchen zu kalt.
Die Kollegen quatschen dich zu, wenn du zu schnell bist. Oder tuscheln. Inszenieren Telefonat etc.
Kommunikation
Nichts sagen ist falsch. Reden ist falsch. Selbst E-Mail mit Kritik führen zu einem Kleinkrieg mit Teammitgliedern und Vorgesetzen. Es werden Gespräche inszeniert, Streits vorgetäuscht, Konflikte geschürt. Nach außen immer ein offenes Ohr - Vorsicht!
Ich habe fast eine Schicht lang durchgeweint und mein Teamleiter sagte er hätte es nicht gemerkt, obwohl er durch die hintere Tür an meinem Arbeitsplatz vorbei nach Hause ging. Auch sonst gingen Informationen immer sehr schnell hinten rum an ihn - das ist mir heute klar.
Die Gerüchteküche tut ihr übriges, selbst Teamleiter sprachen darüber, dass ich Alkoholikerin wäre, wo ich wohnen würde, ich könnte kein Englisch etc. Der Teamleiter in meinem neuen Team hatte mit mir in einem Abstellraum das Vorstellungsgespräch und wollte eigentlich nur wissen was mit dem alten Team wäre und machte mir unterschwellig Vorwürfe "ich müsste ja auch mit meinem TL reden und ihm eine Chance geben" - Es lag also mal wieder an mir (Diese Du-Bist-Zu-Schlecht / Du-Machst-Das-Falsch Spielchen laufen da ständig auch unter Mitarbeitern.)
Gleichberechtigung
Kann ich nicht wirklich etwas zu sagen. Der Chef in Essen ist männlich. Es gibt aber auch Frauen in Abteilungsleitung und Teamleitung. Ich denke, wenn du mit dem Strom schwimmst und passt hast du dort eine Chance auf Gleichberechtigung.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich ist anfangs nicht sehr anspruchsvoll, aber es wird interessanter. Dann wirst du, wenn du ok bist, möglichst schnell mit allen Bereichen zugeschüttet und es gibt Kritik ... Eine Einarbeitung wird kaum gegeben oder als Waffe benutzt - Verunsicherung und Runterbringen der Zahlen