Spannende Produkte, aber Optimierungsbedarf bei Prozessen und Transparenz
Image
Das Image der Firma hat sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren intern verschlechtert. Die Produkte der IPG werden weiterhin als interessant und technisch spannend wahrgenommen, jedoch werden gleichzeitig Defizite in den Bereichen Struktur, Abstimmung und Kommunikation deutlich.
Interne Mitarbeiterumfragen fallen insgesamt eher positiv aus. Im informellen Austausch im Arbeitsalltag entsteht jedoch teilweise ein anderes Stimmungsbild, in dem Unzufriedenheit geäußert wird, die in offiziellen Formaten nicht vollständig zum Ausdruck kommt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance empfinde ich insgesamt als gut. Urlaub wurde bei mir bisher immer problemlos genehmigt. Auch private Termine lassen sich in der Regel gut mit der Arbeitszeit vereinbaren, sodass eine gewisse Flexibilität im Arbeitsalltag gegeben ist.
Karriere/Weiterbildung
Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind insgesamt eher begrenzt. In der Praxis hängt es stark vom jeweiligen Vorgesetzten ab, ob Weiterbildungsmaßnahmen aktiv gefördert und gegenüber HR eingefordert werden. Wenn dieser Einsatz erfolgt, können durchaus Möglichkeiten entstehen. Ohne diese Unterstützung sind Weiterbildungen jedoch eher selten und nicht systematisch verankert.
Kollegenzusammenhalt
Generell unterstützt man sich innerhalb der Abteilung, und auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit funktioniert überwiegend gut. Verbesserungsbedarf sehe ich jedoch bei der Abgrenzung der Verantwortlichkeiten. Häufig ist nicht eindeutig geregelt, welche Abteilung für welche Themen zuständig ist. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass Anliegen mit dem Hinweis auf eine andere Abteilung weitergegeben werden, anstatt dass klare Zuständigkeiten bestehen.
Vorgesetztenverhalten
Mit meinem direkten Vorgesetzten arbeite ich sehr gerne zusammen. Die Zusammenarbeit ist vertrauensvoll, wertschätzend und von gegenseitigem Respekt geprägt.
Die Entscheidungen und das Handeln auf C-Level sind für mich hingegen häufig schwer nachvollziehbar. Die Hintergründe strategischer Entscheidungen werden aus meiner Sicht nicht ausreichend transparent kommuniziert.
Arbeitsbedingungen
Vor etwa einem Jahr ist das Unternehmen in neue Büroräumlichkeiten umgezogen. Die neuen Büros sind insgesamt modern und zweckmäßig ausgestattet, außerdem verfügen sie über eine Klimatisierung.
Die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Standort. Da die Mitarbeitenden in Karlsruhe inzwischen auf drei verschiedene Standorte verteilt sind, werden die Büros unterschiedlich wahrgenommen. Entsprechend gehen die Meinungen innerhalb der Belegschaft zu den Arbeitsbedingungen teilweise deutlich auseinander.
Kommunikation
Die Kommunikation erfolgt unter anderem über regelmäßige Quarterly-Videos, in denen über das Unternehmensgeschehen informiert wird. Die Inhalte bleiben dabei häufig sehr allgemein und bieten nur selten neue Erkenntnisse, da viele der angesprochenen Themen bereits im Vorfeld bekannt sind.
Wichtige strategische Themen kommen aus meiner Sicht hingegen zu kurz. Dazu zählen beispielsweise die konkrete Ausrichtung für das laufende Geschäftsjahr, die Unternehmensstrategie oder eine transparente Roadmap für die IT.
Zudem wird viel über OKRs gesprochen. Nach meinem persönlichen Eindruck wurden diese zwar eingeführt und thematisiert, ein konkreter Mehrwert oder spürbarer Nutzen im Arbeitsalltag ist für mich jedoch nicht erkennbar.
Positiv anzumerken ist, dass seit Anfang 2026 häufiger Town-Hall-Meetings stattfinden.
Interessante Aufgaben
Obwohl das Unternehmen dem Mittelstand angehört und man daher ein gewisses Maß an Gestaltungsspielraum erwarten könnte, empfinde ich viele Prozesse als vergleichsweise träge. Entscheidungen dauern teilweise lange und es entsteht gelegentlich der Eindruck, dass unnötige Hürden die eigenverantwortliche Arbeit erschweren, ähnlich wie man es eher von großen Konzernen kennt.
Aus meiner Sicht könnten Mitarbeitende mehr Entscheidungsfreiheit und Verantwortung erhalten. Das würde nicht nur die Motivation steigern, sondern auch die Identifikation mit den eigenen Aufgaben fördern. So entsteht teilweise der Eindruck, dass Aufgaben eher nach Vorgabe abgearbeitet werden, anstatt aktiv gestaltet werden zu können.

