Grundsolider Arbeitgeber mit Verbesserungspotenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sichere Branche, gute Arbeitsbedingungen, mehrere Betriebsparkplätze, eine Betriebskantine (mit kostenlosem Softeis), pünktliches Gehalt, ab und zu kostenlose Backwaren/Konditoreiprodukte uvm.
Verbesserungsvorschläge
Das Thema Work-Life-Balance ist ein kritischer Faktor für viele (potenziell neue) Mitarbeiter; hier muss (wo möglich) mehr Freiraum in der Gestaltung möglich gemacht werden (Stichwort Mobiles Arbeiten!), ansonsten wird die Firma auf lange Sicht weniger attraktiv für bestehende Mitarbeiter und neue Fachkräfte.
Hinsichtlich der Kommunikation herrscht ebenfalls Verbesserungspotenzial; hier sind meines Erachtens nach verpflichtende Mitarbeitergespräche einzuführen, um in einem tiefgehenden Gespräch auf Augenhöhe herausfinden zu können, wo ggf. der Schuh drückt oder was einem besonders gut gefällt.
Arbeitsatmosphäre
Im kaufmännischen Bereich herrscht allgemein eine überwiegend angenehme Arbeitsatmosphäre. Abteilungsintern kommt es natürlich auf die Dynamik unter den Kollegen an (Stichwort Konkurrenzkampf u. Ä.); in meinem Fall bisher selten und meist nur oberflächliche Auseinandersetzungen von kurzer Dauer - nichts, was ein klärendes Gespräch auf Augenhöhe nicht wieder beheben konnte.
Image
Einer der größten Arbeitgeber der Region, Global Player, Weltmarktführer.
In den letzten Jahren hat das Image leider einbüßen müssen, jedoch könnte man mit den hier genannten Vorschlägen (insbesondere hinsichtlich Work-Life-Balance) wieder Boden gut machen und an das Standing vergangener Tage anknüpfen.
Work-Life-Balance
Die Thematik Work-Life-Balance bei IREKS ist schwierig zu pauschalisieren; zwei große Themen sind hier ausschlaggebend: flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Mobilen Arbeiten.
Flexible Arbeitszeiten: positiv zu bewerten
Regelarbeitszeit 38 Stunden/Woche; flexibler Arbeitsbeginn zwischen 6 und 9 Uhr; Mittagspause 30 min (ausdehnbar auf 1:30h); Feierabend ab 15.00 Uhr, Freitag ab 11.30 Uhr -> sehr AN-freundlich
Mobiles Arbeiten: ausbaufähig
Natürlich gibt es Abteilungen, in denen Mobiles Arbeiten nur schwer möglich ist (technischer/gewerblicher Bereich). Die Machbarkeit muss vom Tätigkeitsfeld abhängig gemacht werden.
Allgemein herrscht aktuell eine Obergrenze von maximal 20 % der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit, was bei 38h/Woche nicht mal einen ganzen Arbeitstag (Mo-Do) ergibt.
Hier gibt es nicht nur Verbesserungspotenzial, sondern definitiv Handlungsbedarf!
Die Work-Life-Balance ist ein immer wichtiger werdendes Kriterium bei der Attraktivität des Arbeitsgebers - hier gilt es, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein, da man ansonsten ohne die gewünschten Fachkräfte auskommen muss, was langfristig definitiv nicht im Sinne des Arbeitgebers sein kann.
Karriere/Weiterbildung
Karriere: aufstiegstechnisch sind in der Firma mit viel Fleiß und guter Arbeit Chancen da. U. a. kommt es hier aber natürlich auch auf die Hierarchieebene der jeweiligen Abteilung an.
Weiterbildungen: selbst habe ich noch keine Erfahrungen machen können, jedoch weiß ich, dass Weiterbildungen/Seminare/Schulungen durchaus gefördert/unterstützt werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist leistungsgerecht und die tarifliche Bindung sichert ein solides Einkommen. Des Weiteren kommt es pünktlich und es gibt (normalerweise) Weihnachts- sowie Urlaubsgeld.
Wie oben erwähnt würden sich regelmäßige Feedbackgespräche bestens dafür eignen, auch den Punkt Gehalt anzusprechen und neu zu verhandeln, wenn sich der Tätigkeits- und Verantwortungsbereich erweitert hat. Leider finden solche Mitarbeitergespräche (in meiner Abteilung) so gut wie nie statt und demnach liegt es in der Verantwortung des AN, das Thema Gehalt anzusprechen. Hier herrscht definitiv auch Verbesserungspotenzial, um die Mitarbeiter aus entgeltlicher Sichtweise stetig weiter motivieren zu können.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Seitens des Arbeitsgebers herrschen hervorragende Einkaufsstrukturen, regelmäßige Audits in allen Unternehmensbereichen und eine verantwortungsbewusste Aufklärung der Mitarbeiter hinsichtlich Maßnahmen zur Senkung des ökologischen Fußabdrucks. Natürlich muss man hier den Staffelstab irgendwann an die Mitarbeiter weitergeben und darauf vertrauen, dass sich diese eben jene Schulungen und Tipps zu Herzen nehmen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist in vielen Abteilungen/Dienststellen super, insbesondere innerhalb derselben Hierarchieebene. Bei abteilungsübergreifender Zusammenarbeit gibt es hin und wieder Mitarbeiter, die eher auf ihr eigenes Wohl bedacht sind als auf das der Kollegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Mitarbeiter werden überwiegend geschätzt und respektiert.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann mich nicht beschweren; manche Vorgesetzte (u. a. meiner) setzen sich für ihre Mitarbeiter ein und entlasten diese spürbar, manche wiederum schieben die Schuldfrage auf ihre eigenen Mitarbeiter, nur um sich selbst besser vor der nächsthöheren Führungsebene dastehen zu lassen. Auch zum Thema "Lorbeeren ernten" gibt es solche und solche Vorgesetzte.
Arbeitsbedingungen
In den Büros herrschen gute Arbeitsbedingungen, die Hardware sowie die IT-Infrastruktur verbessert sich stetig.
Für die Teeküchen ist jedes Stockwerk in gewisser Weise selbst verantwortlich, es sind keine Mikrowellen im Bürogebäude gestattet; hier darf nur die Mikrowelle in der Betriebskantine verwendet werden.
Kommunikation
Hier herrscht definitiv Verbesserungspotenzial, insbesondere die Hierarchiepyramide abwärts. Meines Empfindens nach sollten regelmäßige Feedbackgespräche mit den Vorgesetzten verpflichtend eingeführt werden, um beiden Parteien die Möglichkeit zu bieten, bspw. Missstände anzusprechen, die Motivation zu fördern oder auch um schlichtweg Prozesse optimieren zu können. Auch, wenn es einigen Vorgesetzten und Kollegen mit Sicherheit unangenehm ist, über solche Dinge zu sprechen, ist es für die Firma von essentieller Bedeutung, genau an diesen Stellschrauben zu drehen, um den Fortbestand sowie die Weiterentwicklung der gesamten Firmengruppe zu sichern bzw. voranzutreiben. Die Mitarbeiter, egal auf welcher Hierarchieebene, sind und bleiben langfristig das Rückgrat der Firma und sollten entsprechend behandelt werden - das Fordern und die Förderung ebendieser hätte nur positive Folgen für alle.
Gleichberechtigung
Im kaufmännischen Bereich ist die Gleichberechtigung/Chancengleichheit inzwischen definitiv gegeben.
Interessante Aufgaben
Abteilungsabhängig.
In meinem konkreten Fall sind die Aufgaben meistens interessant und die Arbeitsbelastung ist weitestgehend gerecht verteilt, Einflussnahme auf das eigene Tätigkeitsfeld kann in Absprache mit den Kollegen und dem Vorgesetzten unter Umständen genommen werden.