Der Glanz endet dort, wo der Arbeitsalltag beginnt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich schreibe diese Bewertung nicht, um „ISIHOME so richtig einen reinzudrücken“, sondern ehrlich über meine Erfahrungen mit der Firma zu berichten. Deswegen werde ich nicht nur den Großteil meiner negativen Erfahrungen, sondern auch die positiven erläutern.
1. Mein meist-gewichtetster: Das Konzept der Firma finde ich gut. Bei ISI wird der gesamte Lebenszyklus einer Immobilie abgedeckt (Plan, Build, Manage, Sales). Dadurch haben Azubis die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen zu durchlaufen, wodurch man sich einen Eindruck über die verschiedenen Bereiche der Immobilienbranche verschaffen kann. I.d.R. hat man durch die Vielfältigkeit relativ kurze Absprechwege, was den Arbeitsalltag ERHEBLICH erleichtert. Hier ruft man einfach Person xy an und von dieser kann einem (oft) auch direkt weitergeholfen werden.
2. Zu Weihnachten bekommt i.d.R. jeder Weihnachtsgeld
3. Wenn man die Edenred Karte beantragt, erhält man dort (wenn man den Monat voll arbeitet) 50€ Guthaben. Dieses kann man dann beispielsweise fürs Tanken oder den Wocheneinkauf verwenden.
4. Die Weihnachtsfeiern, bei denen ich bis jetzt war, waren immer recht schön. Gutes Essen, die Möglichkeit, die Kollegen von den anderen Standorten kennen zu lernen und generell eine schöne Zeit mit den Kollegen.
5. Hier knüpfe ich mal an: der Großteil der Kollegen ist wirklich super lieb und hilfsbereit, hierzu aber mehr im entsprechenden Reiter
6. Es gab mal alle 2 Monate Mitarbeiter-Massagen, wo man sich 10/15min ordentlich durchkneten lassen konnte. ABER nach meinem Kenntnisstand gibt es diese mittlerweile nicht mehr.
7. Jeden Freitag kommt der Bäcker und manchmal (in meiner Zeit ca. 3 Mal) kam der Eiswagen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider vieles.
Ich zitiere: „Überstunden = Freizeitvergnügen“. Es wird aber trotzdem erwartet, dass man länger bleibt. Mit dummen Kommentaren oder schlechten Worten hinter seinem Rücken kann man rechnen, wenn man pünktlich geht.
Man bekommt oft wirklich unrealistische Fristen gesetzt. Es hat sehr stark den Eindruck, als würden die Vorgesetzten denken, dass alle Handwerker nur drauf warten, dass ISIHOME einen Auftrag erteilt. Es gibt Fälle, da muss es schnell gehen, ja, selbstverständlich, jedoch ist es teilweise wirklich sehr übertrieben.
Ich habe bisher von niemanden mitbekommen, dass jemanden gedankt wird. Wenn auch nur selten…
„Danke, dass du das so schnell geschafft hast.“, „Danke, dass du länger geblieben bist“ (und hiermit meine ich jetzt nicht, um Aufgaben fertigzustellen), „Danke, dass du mir dabei geholfen hast“, sind Beispiele, die man nicht zu hören bekommt.
Aus Gesprächen MIT EHEMALIGEN MITARBEITERN der Firma hat sich rauskristallisiert, dass teilweise aus sehr falschen und unmoralischen Gründen gekündigt wird. Hierbei gab es laut Aussagen der ehem. Mitarbeiter mehrfach rechtliche Auseinandersetzungen.
Egal ob Quereinsteiger oder frischer Azubi; Man wird ins kalte Wasser geschmissen nach dem Motto: „du hast zwar noch keine Erfahrung damit, aber mach mal.“
„Du kannst ja ChatGPT fragen.“ …Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft der Spruch kam, dass man ja ChatGPT fragen könne.
Bei den Auszubildenden kann es schon gerne mal vorkommen, dass man das Auto vom Chef saugen soll, dass man das Auto vom Chef in die Waschstraße bringen muss und dass man private Einkäufe für ihn tätigen muss.
Es wird damit geworben, dass man während der Arbeitszeit sein privates Auto an der E-Ladesäule Laden kann.
Tut mir leid, Ihnen folgendes mitzuteilen, aber das entspricht nicht der Wahrheit. Nur Fahrzeuge die der Firma gehören, dürfen an den Ladesäulen geladen werden.
Die verschiedenen Etagen besitzen zwar eine Klimaanlage, was während der heißen Temperaturen durchaus nützlich ist…ABER leider kommt die kalte Luft trotz offener Türen nicht in den Büros an, weshalb es in den Büros unerträglich warm ist. Ventilatoren oder Ähnliches für die Büros werden hier auch leider nicht gestellt.
Verbesserungsvorschläge
Den Umgang mit den Mitarbeitern ändern. Egal ob Festangestellter, Azubi o.ä. oft wird man respektlos und wie ein kleines Kind behandelt.
Sich einfach mal fragen, WIESO die Fluktuationsrate zu hoch ist. Nicht jeder Ex-Mitarbeiter ist ab dem Moment, wo er kündigt, plötzlich zu dumm für diese Firma und hat sowieso nur schlechte Arbeit geleistet. Und sich einfach mal fragen, warum Kollegen, die bereits schon viele Jahre dort gearbeitet haben, auf einmal kündigen.
Das Verhalten und die Führungsqualitäten der Vorgesetzten sollte überprüft werden. Eine Führungsposition sollte nach Kompetenz und Eignung vergeben werden, unabhängig davon, ob es sich um Familienmitglieder oder enge Vertraute handelt.
Moderne Arbeitsprozesse wie zum Beispiel Home-Office, flexible Arbeitszeiten oder Arbeitszeiterfassung einführen. Heutzutage eigentlich selbstverständlich.
Arbeitsatmosphäre
Ist Abteilungsabhängig UND (muss ich jetzt leider so formulieren) ob man sich genug eingeschleimt hat.
In manchen Abteilungen gibt es das zwischenmenschliche Zusammen leider nicht… Das lasse ich jetzt mal so stehen. Andere Bewertungen vor mir haben es aber bereits gut beschrieben.
Image
Schlecht.
Wenn man sich die Google Rezensionen der Standorte in Halle, Leipzig, Chemnitz anschaut, dann bekommt man ein gutes Bild. Im Standort Bebra sammeln sich auch schlechte Bewertungen. Allerdings fällt gezielt hier auf, dass dort im Vergleich zu den anderen Standorten wenige ältere kritische Rezensionen sichtbar sind.
Auch auf Social Media wird ein vermeintlich gutes Bild vermittelt: junges, dynamisches, modernes Unternehmen. Das trifft in einigen Bereichen auch durchaus zu. Jedoch zeigt sich im Arbeitsalltag, dass nicht jeder dieser Punkte der Realität entspricht.
Die kürzlich, deutlich positivere Bewertung hier auf kununu wirkt im Gesamtbild ungewöhnlich. Sie vermittelt auf mich eher den Eindruck der Imagepflege, als eines tatsächlichen Erfahrungsberichts.
Work-Life-Balance
Ich zitiere erneut: „Überstunden sind Freizeitvergnügen“
Kollegenzusammenhalt
Dieser ist an sich echt gut.
Es gibt vereinzelt Kollegen, die sich schlichtweg für was Besseres halten, meinen sich aufzuspielen und bestimmte Kollegen, die es für moralisch vertretbar halten, irgendwelche Lügen über Kollegen zu erzählen, um ein gutes, vertrauliches Bild von sich selbst zu vermitteln, aber der Großteil ist wirklich super.
Vorgesetztenverhalten
Das, was in den vorigen Bewertungen geschrieben wurde, ist so korrekt, es gab jedoch kürzlich eine Umstrukturierung der Geschäftsleitung(en). Vielleicht bessert sich dies zukünftig.
Arbeitsbedingungen
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
(siehe auch frühere Bewertungen)
Gleichberechtigung
Da fängt es schon bei den Auszubildenden an. Hier wird zwischen Azubi+ und normalen Azubi unterschieden.
Ansonsten, wie bereits geschrieben, wird man nach Einschleimen deutlich besser und respektvoller behandelt.
