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Bewertung

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Gute Ansätze, aber viele strukturelle Schwächen – Potenzial bleibt häufig ungenutzt, wenig Wertschätzung guter Arbeiter

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion in Ahaus gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Urlaubsanträge teils kurzfristig möglich
- Je nach Schicht gute & hilfsbereite Kollegen
- Regelmäßige Feten & kleine Geschenke zu Feiertagen
- Wasserspender
- Betriebliche Krankenkasse
- Guter Betriebsarzt
- Kompetenter Arbeitssicherheitsbeauftragter
- Jährlich neue Sicherheitsschuhe
- Jährliches Bonusheft für Gesundheit
- Eigenständige Arbeitsweise teils möglich

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Langjährige, fähige Mitarbeiter werden bei Lohnverhandlungen teils mit Cent Beträgen abgespeist
- Verbesserungsvorschläge werden meist nicht umgesetzt
- Schichtleiter sind teilweise mehr eine Last anstatt Hilfe
- Die Arbeitslast ist m.E nach oft ungleich verteilt – einige Kollegen arbeiten sehr effizient, während andere sich eher zurückhalten.
- Es gibt kaum Teambesprechungen mit den anderen Schichten, dafür gibt es wöchentliche Besprechungen von den Vorgesetzten untereinander..
- Die körperliche Belastung ist an manchen Anlagen anstrengender als an anderen, dies wäre vermeidbar wenn die Planung der Aufträge auf die verschiedenen Anlagen besser wäre
- Ich sehe Potenzial für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den beiden Werken, insbesondere bei Abstimmung und Kommunikation

Verbesserungsvorschläge

- Langjährige, kompetente Mitarbeiter besser fördern und >>individuell<< nach Leistung belohnen!
- Mitarbeiter die nie "krank feiern" für Ihren Einsatz am Ende des Jahres belohnen, wie es früher mal der Fall war
- Verbesserungsvorschläge annehmen und auch in die Tat umsetzen, manche wurden auch schon teils an Mitarbeiter, welche nicht mehr im Betrieb sind ausgezahlt aber nie umgesetzt
- Häufiger Teambesprechungen mit den Gegenschichten führen um Probleme untereinander zu besprechen und die Teamfähigkeit zu stärken

Arbeitsatmosphäre

- Die Arbeitsatmosphäre ist von Schicht zu Schicht anders, in meiner Schicht ist diese Top.
- Ab und an gibt es tatsächlich ein Lob vom Vorgesetzten, dies spiegelt sich in anderen Aspekten aber kaum wieder.

Kommunikation

Die Kommunikation ist hier ein sehr schwieriger Faktor, es wird zwar mit "schnellen Entscheidungswegen" geworben, dies ist in der Realität jedoch nur selten der Fall und man muss teils tagelang auf Werkzeuge, Schlosser sowie auf Antworten warten.

In den Pausenräumen wurden vor kurzem Bildschirme mit aktuellen Infos installiert.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt Schichten die Verstehen sich ohne Worte untereinander und dann gibt es Schichten, die "einfach nur anwesend" sind und ihre Arbeit stets bemüht verrichten, mit der Mentalität, dass die andere (teils bessere) Schicht die Aufträge schon fertig bekommt.

Work-Life-Balance

Standardmäßig gibt es die Früh/Spätschicht im wöchentlichen Wechsel, (05-13:15Uhr & 13-21:15Uhr) & die separaten Schichten sind folgende > Nachtschicht (21-05:15Uhr), Tagschicht (07-15:30Uhr).

Dann gibt es noch teils eine spezielle Schicht für so manch Mitarbeiter, diese geht von (06-14:15Uhr).

Einzelpersonen können sich je nach persönlicher Situation und Absprache auch im Ein-Schicht-Betrieb befinden, hier wird jedoch nicht Jedermann Wunsch berücksichtigt.

Vorgesetztenverhalten

Es wird mit "flachen Hierarchien" geworben.
Leider stimmt dies nicht, denn es gibt teils "geschönte" Positionen für Einzelpersonen, welche überhaupt nicht nötig wären.

Manche Schichtleiter untereinander stimmen sich nicht wirklich ab und es herrscht teils Chaos wenn es mal Probleme und oder Fragen seitens der Mitarbeiter gibt. In einer bestimmten Schicht habe ich den Eindruck, dass der Schichtleiter wenig auf Mitarbeiterfragen eingeht. Manche Kollegen empfinden seinen Führungsstil als unangenehm, doch es scheint keine Konsequenzen zu geben.

Die Betriebsleitung zeigt manchmal Präsenz in der Fertigung, doch ich habe den Eindruck, dass Verbesserungsvorschläge oft nicht umgesetzt werden

Interessante Aufgaben

Die Arbeitsverteilung ist nach einer internen Liste pro Anlage vorgegeben, dennoch bleiben meist die etwas anspruchsvolleren Aufträge an denen mit langjähriger Erfahrung hängen.

Wenn die Liste für eine Anlage bereits abgearbeitet wurde, soll eigentlich den anderen geholfen werden, dies wird aber nicht von allen Mitarbeitern umgesetzt oder wird teilweise sogar von anderen ausgenutzt, indem weniger Effizient gearbeitet wird.

Manche Mitarbeiter bedienen zeitgleich auch mehrere Anlagen, während andere nur an einer einzigen arbeiten.

Umgang mit älteren Kollegen

In der Fertigung werden die Wünsche älterer, langjähriger Mitarbeiter, wie etwa die 4-Tage-Woche, oft nicht berücksichtigt. Nachwuchs fehlt.

Arbeitsbedingungen

- Der Maschinenpark ist ziemlich modern ausgestattet, es wurde kontinuierlich investiert und alte Anlagen werden bei Gelegenheit gegen neue ersetzt, diese jedoch meist ohne teils wichtige Zusatzoptionen welche die Produktivität erhöhen würden, hier heißt es dann wiederum "Kostensache".

- Im Sommer kann es in der Fertigung schon mal über 30°C werden, eine Klimaanlage gibt es dort nicht.

- Der Lärmpegel hält sich in Grenzen, auf Wunsch kann vom AG jedoch kostenfreier personalisierter Gehörschutz angefordert werden, welcher die Geräusche nochmals besser mindert als Standard Hörschutz.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird viel mit Nachhaltigkeit geworben, die Trinkwasserspender sind Top und haben bereits in ca. 2 Jahren Flaschen im 6-Stelligen Bereich gespart,.

Wenn man sich jedoch die internen Abfälle und die eigentliche Recyclingquote anschaut sind die Bemühungen m.E nach jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt hier ist so eine Sache für sich und ich habe das Gefühl, dass vor allem neue Mitarbeiter trotz geringer Erfahrung und hoher Fehlzeiten teils besser bezahlt werden als manch langjährige Kollegen. Das sorgt für sehr viel Unmut.

Einzelne Aspekte wie die eigene Produktivität oder Effizienz werden vom Personalleiter bei Lohnverhandlungen ggf. mit Cent Beträgen "belohnt".
Kurz gesagt: Wer viel leistet, verdient am Ende oft genauso viel – wenn nicht sogar weniger – als jemand, der weniger Aufträge bearbeitet oder nur "Schrott" produziert..

Zu Lohnverhandlungen kommt es 1x jährlich (wenn auch nicht), meist ist dies eine % Erhöhung für alle und individuelle Zuschüsse für Einzelpersonen nach Absprache, welche jedoch marginal ausfallen.

Das Gehalt wird pünktlich ausbezahlt, die Lohnabrechnung jedoch kommt meist 2 Wochen später.

Es gibt außerdem eine betriebliche Altersvorsorge, wo sich der AG mit bis zu 36€/Monat beteiligt) und zusätzlich eine betriebliche Krankenversicherung mit 300€ "Guthaben" pro Jahr.
Jobrad ist auch eine Option.

Weihnachtsgeld ist je nach Betriebszugehörigkeit 50-100% vom Bruttolohn.
Urlaubsgeld ist ein standardmäßig fester - geringerer - Betrag für alle.

Image

Die internen Kollegen reden eher abwegig über die Firma, da das Image eben nicht so ganz mit der Realität übereinstimmt und es an so manchen Stellen hakt.

Karriere/Weiterbildung

Es werden hauptsächlich nur ausgewählten Mitarbeitern die auch Einsatz zeigen Weiterbildungen angeboten (wenn auch erst nach mehrfacher Nachfrage), dies beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf "einfache Grundkurse".
Dies kann in anderen Abteilungen anders sein.

Bei Lohnverhandlungen werden Weiterbildungen meist auch als ein Punkt vom Personalleiter eingebracht, "man hätte doch schon eine Fortbildung gehabt", mehr Lohn gibt es dann meist nicht.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.