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Bewertung

Managementversagen auf ganzer Linie, fehlende Struktur und Empathie, fehlende Führungskompetenz

1,4
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT in Landsberg am Lech gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen hat inhaltlich ein interessantes, gesellschaftlich relevantes Aufgabenfeld:
Die Unterstützung kommunaler Einrichtungen bei der digitalen Transformation bietet Potenzial und Sinnhaftigkeit.
Leider bleibt dieser Anspruch weitgehend unerfüllt – vor allem aufgrund gravierender Managementdefizite.
Statt das vorhandene Potenzial zu heben, wird es durch schwache Führung verschenkt. In 25 Jahren Berufserfahrung habe ich selten eine derart unprofessionelle Leitung erlebt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein Wechsel aus einem sicheren Beschäftigungsverhältnis zum IT-Verbund ist nicht zu empfehlen.
Die anfängliche Erwartung an eine innovative Tätigkeit wird häufig enttäuscht – vor allem aufgrund der internen Abläufe, mangelhaften Kommunikation und problematischen Führungskultur.
Wer sich dennoch bewirbt, sollte sich der schwierigen Rahmenbedingungen bewusst sein und den Wechsel eher als befristete Übergangslösung betrachten.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen befindet sich aus Sicht vieler Mitarbeitender in einer tiefgreifenden Schieflage.
Ohne umfassende strukturelle Veränderungen und eine Neubesetzung wesentlicher Führungspositionen erscheint eine nachhaltige Stabilisierung unwahrscheinlich.

Folgerung:
Ein grundlegender Wandel ist nur durch tiefgreifende organisatorische und personelle Reformen möglich. Sollte eine Neuausrichtung dennoch realisierbar sein, könnten folgende Maßnahmen unterstützend wirken:

-Mehr Entscheidungsfreiheit für Führungskräfte: Führungskräfte sollten eigenverantwortlich handeln können, um operative Abläufe zu beschleunigen und nicht durch zentrale Steuerung ausgebremst zu werden.
-Strukturierte Delegation von Aufgaben: Klare Aufgabenbeschreibungen, realistische Zeitpläne und schriftliche Dokumentation würden Planung und Umsetzung spürbar verbessern.
-Bessere Abstimmung und Priorisierung von Projekten: Neue Projekte sollten erst nach Rücksprache mit relevanten Teams initiiert werden, um Überlastung und chaotische Abläufe zu vermeiden.
-Konstruktive Feedback-Kultur etablieren: Eine wertschätzende Kommunikation mit klar begründeten Rückmeldungen würde Motivation und Lösungsorientierung fördern.
-Offene und vertrauensvolle Kommunikation: Mitarbeitende sollten Ideen und Bedenken angstfrei äußern dürfen. Hierzu ist eine offene Gesprächskultur aktiv zu fördern.
-Empathische Führung stärken: Respektvoller Umgang, Unterstützung und ein echtes Interesse an Mitarbeitenden sind Voraussetzung für ein gesundes Betriebsklima.
-Verbindliche Strukturen für Besprechungen und Entscheidungen schaffen: Klare Agenden, Entscheidungsprotokolle und regelmäßiger Austausch fördern Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung ist von Unsicherheit und Misstrauen geprägt.
Die hohe Personalfluktuation erschwert Teambildung und Kontinuität. Es kommt regelmäßig zu fristlosen Kündigungen und Freistellungen – ohne nachvollziehbare Kommunikation.
Das Betriebsklima leidet unter einer paradoxen Kultur aus unstrukturierter Start-up-Mentalität und lähmender Verwaltungshaltung.
Mitarbeitende erfahren kaum Wertschätzung, was sich negativ auf Motivation und Engagement auswirkt.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist unzureichend.
Informationen über wichtige Entscheidungen – insbesondere Personalveränderungen – erfolgen intransparent und verspätet.
Monatliche Meetings vermitteln nur oberflächliche Inhalte. Relevante Informationen erreichen die Mitarbeitenden oft nur zufällig über den Flurfunk.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der Teams besteht ein starker Zusammenhalt, der von gegenseitigem Respekt und Unterstützung geprägt ist.
Allerdings leidet auch dieser unter der insgesamt negativen Stimmung, die sich spürbar auf das Miteinander auswirkt.

Work-Life-Balance

Zwar existiert eine Gleitzeitregelung, jedoch werden Anwesenheitszeiten kritisch beäugt. Die Nutzung von Home-Office wird offiziell erlaubt, aber intern oft skeptisch betrachtet

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten ist von mangelnder Fach- und Führungskompetenz geprägt.
Entscheidungen erfolgen oft kurzfristig und ohne Rücksprache. Mitarbeitende werden selten einbezogen.
Feedback ist selten konstruktiv, stattdessen dominieren Druck, Kontrolle und fehlende Wertschätzung.
Prozesse sind häufig reaktiv statt strukturiert. Die Führungskultur bedarf dringender Verbesserung. Es mangelt an Kommunikation auf Augenhöhe – Entscheidungen werden einseitig vorgegeben, ohne Raum für Austausch.

Interessante Aufgaben

Aufgabenbereiche ändern sich häufig und kurzfristig.
Klare Zuständigkeiten fehlen. Fachfremde Tätigkeiten werden unkoordiniert weitergegeben. Eine strukturierte Arbeitsverteilung ist kaum erkennbar. Planbarkeit und Verantwortung bleiben auf der Strecke.

Arbeitsbedingungen

Technisch ist die Ausstattung zeitgemäß.
Höhenverstellbare Schreibtische entsprechen dem gesetzlichen Standard, individuelle Anpassungen werden jedoch regelmäßig abgelehnt – oft ohne nachvollziehbare Begründung.
Die Auswirkungen auf das Wohlbefinden werden offensichtlich ignoriert.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt über dem Branchendurchschnitt, was auf den ersten Blick positiv erscheint.
Allerdings konterkariert eine auffällige Kurzfristigkeit in der Personalpolitik diesen Vorteil. Eine spürbare "Hire-and-Fire"-Mentalität schränkt die Planungssicherheit erheblich ein.
Mitarbeitende wurden mit attraktiven Gehältern angeworben – insbesondere ehemalige Angestellte öffentlicher Träger – doch automatische Anpassungen gemäß TVöD werden nur auf aktiven Druck gewährt.
Die Personalpolitik wirkt in diesem Punkt austauschend und wenig nachhaltig.

Image

Das Unternehmen ist außerhalb des Landkreises kaum bekannt. Innerhalb der Region leidet das Image durch wiederholte negative Presseberichte. Mitgliedsgemeinden haben sich nach schlechten Erfahrungen mit dem Service bereits zurückgezogen.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden im Bewerbungsprozess zwar thematisiert, jedoch fehlt es an einer konsequenten und strategischen Umsetzung. Dies offenbart ein Defizit in der Führungsqualität – denn von einer kompetenten Führungskraft ist zu erwarten, dass sie nicht nur Weiterbildung anspricht, sondern diese auch gezielt fördert und aktiv vorantreibt.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.