Aktuell leider nicht empfehlenswert
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Seitdem der langjährige Geschäftsführer durch eine Führungskraft der Muttergesellschaft ersetzt und in diesem Zuge eine Hierarchieebene abgebaut wurde, ist kaum noch etwas mit der früheren ITENOS GmbH vergleichbar. Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern – eigentlich nicht wegzudenken – sowie die Jahresauftaktveranstaltung wurden erstmals seit Jahrzehnten abgesagt, obwohl ITENOS weiterhin schwarze Zahlen schreibt.
Nach Übernahme der Geschäftsführung fand wochenlang keinerlei Kommunikation statt. Das sorgte für erhebliche Unruhe, auch unter langjährig Beschäftigten.
Eine klare Strategie für die kommenden Jahre ist nicht mehr erkennbar. Große Teile des Produktportfolios der Business Unit Networks wurden bereits an andere Konzerngesellschaften der Deutschen Telekom AG abgegeben. Das Zukunftsthema SD-WAN ist für die ITENOS GmbH damit faktisch beendet. Ohne diese Lösungen wird es künftig kaum möglich sein, in diesem Bereich nennenswerten Umsatz zu generieren. Mit den verbliebenen Lösungen ist man weder konzernintern noch extern wettbewerbsfähig.
Alles deutet darauf hin, dass von den bisher drei Business Units nur noch zwei übrig bleiben werden. Unklar ist jedoch, wie es mit den betroffenen Mitarbeitern weitergeht: drohen betriebsbedingte Kündigungen oder bleibt es bei Beschwichtigungen („Bei der Telekom wurde noch nie jemand allein gelassen“ – was so nicht stimmt, da es seit Jahren etablierte Personalabbauinstrumente gibt)?
Erschwerend kommt hinzu, dass es bei ITENOS keine nennenswerte gewerkschaftliche Organisation gibt – etwas, das der Geschäftsführung in den vergangenen Jahren offenbar sehr gelegen kam.
Der Betriebsrat, der mindestens zur Hälfte aus arbeitgebernahen Personen besteht, lässt sich vom Arbeitgeber einlullen. Eigeninitiative oder klare Positionierungen sind nicht erkennbar.
Beförderungen sind seit Monaten faktisch ausgesetzt.
Verbesserungsvorschläge
Zurück zu alten Werten. Redet offen mit euren Mitarbeitern, sie sind keine kleinen Kinder denen man etwas vormachen kann!
Arbeitsatmosphäre
Die Kollegen sind überwiegend kollegial und man freut sich, sie zu sehen.
Kommunikation
Aktuell absolut ungenügend. Die Mitarbeiter erwarten eine klare Strategie und keine Beschwichtigungen.
Kollegenzusammenhalt
Überwiegend vorhanden.
Work-Life-Balance
Stark abhängig von Position, Projekten und Kunden. Hohe Ziele könnten einige dazu verleiten nicht alle tatsächlich erbrachten Stunden zu verbuchen, wenngleich ich nicht behaupte, dass dies erwartet wird.
Vorgesetztenverhalten
Durchlauferhitzer.
Interessante Aufgaben
Der eine sagt so, der andere sagt so.
Gleichberechtigung
Sehe keine wesentlichen Unterschiede.
Umgang mit älteren Kollegen
Konzernbedingt werden ältere Kollegen, besonders die verbeamteten, sehr gerne in die Personalabbauinstrumente gedrängt.
Arbeitsbedingungen
Seit diesem Jahr im Großraumbüro, da Flächen laut Vorgabe des Konzerns abgemietet wurden. Die meisten Kollegen sind damit nicht wirklich glücklich. Kantine wurde gleich mit abgeschafft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Besonderheiten zu anderen vergleichbaren Konzernen.
Gehalt/Benefits
Sehr stark verhandlungsabhängig. Bei Vertriebspositionen ein sehr (zu) hoher variabler Anteil, grundsätzlich jedoch vergleichbar mit dem Wettbewerb. Keine Tarifbindung wie in anderen Konzerneinheiten der Deutschen Telekom AG, sodass Gehaltsüberprüfungen (die immerhin bisher regelmäßig jährlich stattfanden) vom guten Willen des Arbeitgebers abhängen. Erstmals seit vielen Jahren gab es in diesem Jahr zudem keine freiwillige Einmalzahlung, offenbar aufgrund der Sparvorgaben der Muttergesellschaft.
Image
Außerhalb des Konzerns noch bei echten Branchenkennern bekannt. Selbst innerhalb des Konzerns fast ausschließlich dem Geschäftskundenbereich.
Karriere/Weiterbildung
Derzeit praktisch nicht gegeben.


