Mehr Schein als Sein
Verbesserungsvorschläge
Eine Idee könnte sein, sich an Unternehmensberater zu wenden und die Unternehmensstrukturen, Politik und Kultur sowie die jeweiligen Abteilungen sukzessive zu sanieren und neu aufzustellen.
Es herrscht sehr viel Vetternwirtschaft und Ungleichheit durch alteingesessene Führungskräfte sowie der Praktiken.
Es findet kein konstruktiver Austausch statt und somit keine transparente Kommunikation auf allen Ebenen und Bereichen. Die Führung ist geprägt durch Angst, was eine Misstrauenskultur heraufbeschwört. Ein Angehen dieser Kernprobleme könnte den Stein ins Rollen bringen und Besserungen mit sich bringen. Hierbei handelt es sich um substanzielle Defizite, welche nicht kurzfristig beseitigt werden können.
Arbeitsatmosphäre
Kontrollwahn der Vorgesetzten in allen Bereichen und Sanktionen bei nicht erreichten Zielen. Mitarbeitergespräche finden nur zur Entmutigung und Demütigung des grundsätzlich überforderten Teams statt. Konstruktive Kritik wird als Angriff gewertet von den Führungskräften und man schießt sich ins Aus damit. Daraus entstehen Lügen und Intrigen gegen die eigene Person. Dementsprechend liegt eine sehr von Stille und Achtung geprägte ungesunde Atmosphäre vor.
Image
Das Unternehmen versucht nach außen dynamisch, jung, modern und frisch zu wirken. Innen ist die Jacob Elektronik in vielen Bereichen sehr marode und grundlegend sanierungsbedürftig. Vor allem im Bereich der Mitarbeiter Führung, Kommunikation und der Aufbau einer gesunden Struktur die durch Vertrauen und Motivation geprägt ist. Nicht wie Status Quo durch Misstrauen und Kontrollen.
Work-Life-Balance
Nicht gegeben. Starre Arbeitszeiten von 8-17 Uhr, Arztbesuche o. ä. Angelegenheiten können nach mehreren Gesprächen und Rechtfertigungen beim Vorgesetzten ausnahmsweise genommen werden, wenn man im Nachgang sich sehr erkenntlich und dankbar beweist. Homeoffice gibt es – jedoch gleicht das eher einem Ausgang in der JVA. Ein Protokoll über die erledigten Tätigkeiten und dafür aufgewandte Zeit muss geschrieben und mit dem Vorgesetzten besprochen und ihm erklärt werden. Unangenehme Fragen, wie zum Beispiel, wieso man für eine E-Mail 2 Minuten benötigt, wenn diese doch in 30 Sekunden erledigt ist, sind usus. Regelmäßige Kontrollanrufe sind normal, in denen man den Bildschirm teilen muss und offenlegen muss, was man gerade tut.
Karriere/Weiterbildung
Interne Schulungen ohne Mehrwert. Externe Weiterbildungen werden nicht gefördert.
Gehalt/Benefits
Weit unter dem Branchenschnitt. Erhöhungen sind sehr selten. Weitere Benefits sind Softdrinks, Parkplätze.
Kollegenzusammenhalt
Grundsätzlich kocht jeder sein eigenes Süppchen und versucht sich beim Vorgesetzten gutzustellen, um Privilegien und Anerkennung zu ergattern.
Für Mitarbeiter, die, sich unterwerfen und es mögen, nach den Gefälligkeiten des Vorgesetzten zu agieren, um den Arbeitsalltag angenehm zu gestalten, ist es geeignet. Die, die die Masche in diesem Unternehmen erkennen und dieses falsche Spiel nicht mitmachen möchten, gehen sehr früh.
Vorgesetztenverhalten
Sehr viele Vorgesetzte sind an ihre Posten gekommen, weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und man so Personalengpässen vorbeugte als die Jacob noch klein war. Vor allem in meinem ehemaligen Bereich. Bemerken tut man das an der Kommunikation und dem Verhalten. Sehr engstirnige Denkweise und dominiert von impulsiven Entscheidungen. Kritik wird nicht gerne gehört. In Ungnade gerät man sofort, wenn etwas nicht den Vorstellungen des Vorgesetzten entspricht. Dies bekommt man dann täglich zu spüren. Entscheidungen werden nicht im Team besprochen. Anerkennung wird nicht weitergegeben und man wird kontrolliert kleingehalten.
Kommunikation
Die Führungsriege sieht sich selbst als elitär und lässt dies einen spüren. Informationen, auch diese, die einen direkt oder die Abteilung betreffen, werden nicht geteilt. Diese behalten Sie für sich. Damit versuchen sie sich als besonders gegenüber den „normalen" Mitarbeitern zu stellen. Mit Glück erhält man vereinzelt Informationen via Flurfunk.
Interessante Aufgaben
Arbeit nach Vorschrift. Kreativität und alternative Herangehensweise ist oft bedrohlich für die Stellung gegenüber dem Vorgesetzten, denn das gefährdet das Gedankengut sowie die Vorstellung und die Routine „das haben wir immer so gemacht". Man wird dadurch unbequem und aufwändig, die Ungnade des Vorgesetzten ist die logische Konsequenz


