Es war einmal
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Kaffee ist echt verdammt gut.
Und Tischtennis in der Pause ist auch nicht schlecht.
Aber ganz ehrlich: Die Kollegen.
Hier arbeiten so viele wundervolle Menschen. So viel Wissen, so viel Erfahrung und vor allem so viel ungenutztes Engagement.
Das ist eigentlich das, was ich am meisten schätze.
Und gleichzeitig ist genau das auch einer der Punkte, die mich am meisten enttäuschen. Weil man merkt, was hier eigentlich möglich wäre, wenn dieses Potenzial wirklich genutzt werden würde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang mit den Mitarbeitern.
Mittlerweile ist es gefühlt sehr oft: Take it or leave it.
Dazu kommen Rollouts von Dingen, die einfach noch nicht fertig sind. Ihr wisst, was ich meine, @Geschäftsleitung.
Mitarbeiter werden meiner Meinung nach immer weniger gehört und gesehen.
Und das finde ich besonders schade, weil dieses Unternehmen eine richtig geile History hingelegt hat.
Früher ging es gefühlt mehr um die Sache. Um Kunden. Um Mitarbeiter. Darum, gemeinsam etwas aufzubauen.
Heute geht es gefühlt nur noch um Zahlen.
„Die Jacob“ – das war früher mal etwas, worauf man irgendwie stolz sein konnte. Man hatte eine eigene Identität.
Heute ist davon meiner Meinung nach nicht mehr viel übrig.
Und genau das ist eigentlich mein größter Kritikpunkt. Nicht, dass sich ein Unternehmen verändert. Das ist normal.
Sondern dass dabei die eigene Identität verloren gegangen ist.
Und das ist einfach schade.
Die Jacob - Unternehmen JACOB.
Verbesserungsvorschläge
Hört auf die Mitarbeiter.
Schaut nicht immer nur auf die Zahlen.
Erinnert euch daran, was dieses Unternehmen einmal besonders gemacht hat.
Go back to the roots!!!!
Arbeitsatmosphäre
Ist okay. Aber auch wirklich nur okay.
Nach dem Geschäftsführerwechsel war die Atmosphäre erstmal deutlich freundlicher und familiärer. Das hat auch noch ein paar Monate angehalten. Danach wurde es gefühlt von Monat zu Monat schlechter.
Mittlerweile kommt man eigentlich nur noch zur Arbeit, macht seinen Job und geht wieder. Die Motivation und auch das Gefühl, gerne hier zu arbeiten, das früher mal da war, sind einfach weg.
Und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich schade.
Image
Trustpilot spricht Bände.
Work-Life-Balance
War mal besser.
Ist halt Arbeit.
Es ist jetzt nicht so, dass man gar kein Privatleben mehr hat, aber früher war die Balance definitiv angenehmer.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung gibt es. Ist auch okay und wird genutzt.
Bei Karriere ist es eher: Ziele erfüllen, den vorgegebenen Weg gehen und dann geht es weiter.
Wer einen anderen Weg gehen möchte oder eigene Ideen hat, hat es meiner Meinung nach eher schwer.
Abweichungen vom festgelegten Weg sind nicht wirklich gewünscht.
Gehalt/Benefits
Seit 6 Jahren keine Gehaltserhöhung.
Es gab zwar eine Anpassung, die so verkauft wurde, als hätten wir am Ende mehr davon. Das stimmt meiner Meinung nach aber einfach nicht.
Das Fixgehalt liegt ungefähr 20 % unter dem, was meiner Einschätzung nach am Markt üblich ist. Die Variable ist ebenfalls etwa 2–3 Punkte zu niedrig.
Und wenn man das anspricht, kommt sinngemäß: „Kannst ja gehen, wenn es dir nicht passt.“
Das ist schon eine Ansage.
Nach sechs Jahren ohne echte Gehaltserhöhung hätte ich mir ehrlich gesagt etwas anderes gewünscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen ist das Unternehmen sehr green.
Intern merkt man davon ehrlich gesagt nicht besonders viel.
Mülltrennung ist ungefähr das höchste der Gefühle.
Kann natürlich sein, dass hinter den Kulissen mehr passiert. Dann kommt davon bei den Mitarbeitern zumindest nicht viel an.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind eigentlich der einzige Grund, warum man noch weitermacht.
Jeder kennt den gleichen Pain und irgendwie trägt man sich gegenseitig durch.
Hier arbeiten wirklich viele tolle Menschen. Unglaublich viel Wissen, Erfahrung und auch Engagement. Das Problem ist eher, dass davon meiner Meinung nach viel zu wenig genutzt wird.
Ohne die Kollegen wäre die Bewertung wahrscheinlich deutlich schlechter.
Umgang mit älteren Kollegen
Neutral
Vorgesetztenverhalten
Puh. Katastrophal.
Ich habe darüber wirklich lange nachgedacht, weil ich auch nicht einfach unfair sein möchte. Aber wenn ich mir die Entwicklung seit dem Geschäftsführerwechsel anschaue, hat sich das aus meiner Sicht von Jahr zu Jahr drastisch verschlechtert.
Am Anfang hieß es noch: „Wir sind präsent, wir sind transparent.“
Nein. Seid ihr nicht.
Ideen und Entscheidungen, bei denen offensichtlich ist, dass sie Probleme verursachen und die Moral der Mitarbeiter runterziehen, werden trotzdem durchgeprügelt. Rückmeldungen aus den Teams interessieren gefühlt kaum noch.
Größtes Thema aktuell: KI.
Ja, KI ist wichtig. Ja, KI kann eine richtig gute Sache sein, wenn sie funktioniert. Aber wenn sie das nicht tut und stattdessen Probleme verursacht, muss man das auch mal akzeptieren.
Stattdessen wird daran festgehalten.
Was ich besonders daneben fand: In einem großen Meeting wurde sinngemäß gesagt, dass die KI besser sei als ein bestimmter Bereich. Während die Leute aus diesem Bereich mit im Raum saßen.
Solche Sachen bleiben hängen.
Früher hatte ich das Gefühl, dass Mitarbeiter zumindest gehört werden. Heute habe ich eher das Gefühl: Die Entscheidung ist getroffen und jetzt muss sie
Kommunikation
Hier eigentlich genau das gleiche.
Seit fast einem Jahr gibt es gefühlt keine richtige Kommunikation mehr nach unten. Änderungen werden einfach durchgedrückt. Friss oder stirb.
Wenn dann doch mal kommuniziert wird, kommt es teilweise eher rüber wie: „Ihr habt zwar eine andere Meinung, aber ihr müsst es trotzdem machen.“
Und irgendwie dreht sich mittlerweile alles nur noch um KI.
KI ist ein wichtiges Thema, keine Frage. Aber wenn etwas kaum funktioniert und dadurch mehr Probleme verursacht als löst, sollte man vielleicht auch mal zuhören, wenn die Mitarbeiter genau das sagen.
Gleichberechtigung
Menschlich würde ich sagen: Ja.
Bei Meinungen sieht es meiner Meinung nach anders aus.
Die Meinung eines Internals hat gefühlt weniger Gewicht als die eines Key ACM. Natürlich haben verschiedene Positionen unterschiedliche Verantwortungen, aber manchmal sollte vielleicht einfach die bessere Meinung zählen und nicht die Position der Person.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich interessant.
Vor allem die Kunden machen Spaß. Es gibt einige Kunden, mit denen die Zusammenarbeit einfach richtig gut ist und bei denen man auch gerne arbeitet.
Daran liegt es also definitiv nicht.


