Bewertung zu Glaskeil (aktuelle Anstellung)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einsatzbereitschaft einzelner Kolleginnen/Kollegen in schwierigen Phasen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Geringe Wertschätzung und wenig erlebte Führungskräftenähe.
Unterdurchschnittliche Bezahlung, wenig Transparenz bei Entwicklung.
Schwaches Umwelt-/Sozialbewusstsein.
Mangel an verlässlichen Prozessen (z. B. bei Zwischenzeugnissen).
Defizite bei Gleichberechtigung/Arbeitsumfeld.
Verbesserungsvorschläge
Verbindliche Prozesse und SLAs für Zeugnisse & Personalthemen
Marktgerechte Gehaltsbänder mit transparenter Progression
Klare, gelebte Führungsleitlinien (Feedback, Anerkennung, Erreichbarkeit)
Konkrete Umweltziele und soziale Standards im Alltag verankern
Gleichberechtigung strukturell absichern (Infrastruktur, Policies, Reporting)
Image
Aus meiner Sicht werden auch Kundinnen und Kunden nach außen oft vertröstet. Intern erlebe ich wenig Verlässlichkeit in Bezug auf Pünktlichkeit und Produktqualität. Mein Eindruck: Dadurch springen Jahr für Jahr mehr Kund*innen ab
Karriere/Weiterbildung
In meiner Zeit im Unternehmen gab es faktisch keine strukturierten Weiterbildungsmöglichkeiten. Weder ein festes Budget noch Zeitkontingente oder eine Lernplattform wurden bereitgestellt. On-the-Job lerne ich wenig, da die Abläufe stark repetitiv sind und Wissen selten systematisch geteilt wird (kaum Mentoring, Workshops oder Schulungen). Transparente Laufbahnen oder interne Stellenausschreibungen habe ich ebenfalls nicht wahrgenommen.
Gehalt/Benefits
Meiner Einschätzung nach sind die Gehälter insgesamt unterdurchschnittlich. Perspektiven für Gehaltsanpassungen oder klare Entwicklungspfade habe ich selten transparent kommuniziert erlebt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach meinem Eindruck wird Nachhaltigkeit im Alltag kaum berücksichtigt. Außerdem habe ich Fälle miterlebt, in denen Mitarbeitende in besonders belastenden Situationen (z. B. während einer Krankschreibung nach Arbeitsunfall) sehr hart behandelt wurden. Das Unternehmen wirkte auf mich dabei insgesamt unberechenbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Unternehmen war zwischenzeitlich in finanzieller Schieflage. Ich kenne Kolleginnen und Kollegen, die in dieser Zeit treu geblieben sind, um den Betrieb zu stabilisieren. In meiner Wahrnehmung wurde dieses Engagement später kaum anerkannt. Gehälter von rund 30 Tsd. € brutto/Jahr für langjährige Mitarbeitende, die eine Zeit lang ohne Lohn für das Unternehmen gearbeitet haben, empfinde ich als deutlich zu niedrig.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Erfahrung wird nach außen eine große Nähe der Führung zu den Mitarbeitenden betont. Intern habe ich diese Nähe jedoch kaum gespürt. Als Mitarbeitende fühlte ich mich oft wenig wertgeschätzt; Anliegen wurden häufig vertröstet oder blieben unbeantwortet (z. B. bei der Bitte um ein Zwischenzeugnis).
Kommunikation
In Führungspositionen dominieren aus meiner Sicht Personen, die vor allem von sich selbst überzeugt sind und selten auf die Mehrheit der Belegschaft hören. Konstruktives Feedback verpufft häufig.
Gleichberechtigung
Themen wie Gleichberechtigung und ein respektvolles, inklusives Umfeld haben aus meiner Sicht nicht die nötige Priorität. Beispiel: Bis vor Kurzem gab es lediglich Unisex-Sanitäranlagen; eigene Räumlichkeiten für Frauen fehlten.
Interessante Aufgaben
Täglich sehr ähnliche Abläufe, wenig Abwechslung oder Raum für methodische Weiterentwicklung.